Angkor Wat und Siem Reap – 5 coole Dinge, die du hier tun kannst

Angkor-Wat

Wer den Ort Siem Reap in Kambodscha besucht, tut das meist nur aus einem Grund: Um die nahegelegenen Angkor Tempelanlagen bzw. den bekanntesten Tempel „Angkor Wat“ zu besuchen.
Angkor Wat zählt zu der größten Tempelstadt der Welt mit der gleichzeitig größten Tempeldichte.

Nachdem Siem Reap und Umgebung neben Angkor Wat aber auch noch anderes zu bieten hat, komme ich auf 5 lohnenswerte Dinge, die man, die Angkor Tempel eingeschlossen, bei einem Aufenthalt in Siem Reap tun sollte.

1. Die Angkor Tempelanlagen besuchen (klar!)

Angkor-WatLogisch, das vermutlich erste was man hier tagsüber tun möchte ist der Besuch der Angkor Tempelanlagen.

Um die Tempelanlagen zu besuchen gibt es verschiedene Möglichkeiten und vor Ort auch verschiedene Routen, die zu den Tempeln führen.

Um überhaupt zu den Angkor Tempeln und  dort von einem Tempel zum anderen zu kommen, kann man sich entweder ein Fahrrad mieten (gibt’s eigentlich bei jeder Unterkunft) oder (wesentlich bequemer) ein Tuk-Tuk buchen.

Mit dem Tuk-Tuk:
Der Transport zu den Angkor Wat Tempelanlagen ist wohl das Hauptgeschäft der zahlreichen Tuk-Tuk-Fahrer rund um Siem Reap.
Bei mir war es so, dass der Tuk-Tuk-Fahrer, der mich von der Busstation zum Hostel gebracht hat, mich anschließend gefragt hat, ob ich ihn für eine Rundfahrt um die Tempelanlagen für den nächsten Tag buchen möchte.
Zunächst wusste ich nicht, ob das hier so üblich ist, sich ein Tuk Tuk für den halben bis ganzen Tag zu mieten und ob es nicht wieder ein Versuch ist, mir etwas aufzuschwatzen. Der Fahrer blieb allerdings hartnäckig und sagte, er käme morgen eh vorbei und ich könne auch am Morgen noch entscheiden ob ich mit ihm fahre. Also gut.

Angkor Wat Routen

Karte von Angkor (Bild: Srml/wikimedia unter cc-by-sa).

Letztlich bin ich mit ihm gefahren, was auch sinnvoll war. Preislich hatte ich ihm knapp 10$ gezahlt, soweit ich mich erinnere.
Der Fahrer fährt einen dann eine der folgenden gewählten Routen und wartet an jedem Tempel, bis man mit der Besichtigung fertig ist. Man kann sich hier ruhig soviel Zeit lassen, wie man will, denn der Tuk-Tuk-Fahrer wartet immer (gezahlt wird erst am Schluss).

Im Angkor Tempelgebiet gibt es 2 Hauptrouten bzw. Rundfahrten. Den „Small Circuit“ und den „Grand Circuit„.

Während man den kleinen Rundkurs noch mit einem gemieteten Fahrrad absolvieren kann, würde ich das beim großen Rundkurs nicht mehr empfehlen.

Ich habe am ersten Tag den großen Rundkurs mit dem Tuk Tuk gemacht, am zweiten Tag den kleinen Rundkurs mit dem Fahrrad.

Allerdings würde ich das auch nur mit einem Mountainbike oder besserem Fahrrad empfehlen. Ich bin etwa 25 km mit einem ganglosen, leicht platten Fahrrad bei 35°C gefahren, was dann am Schluss doch schon ziemlich anstrengend war.

Wie viel Zeit sollte man für die Tempel einplanen?

Wenn es keine Gründe gibt, schnell weiter zu müssen, würde ich 2 Tage allein für die Tempel empfehlen. Es gibt 3 verschiedene Tickets für die Angkor Tempel:
1 Tag: 20$, 3 Tage: 40$ und 6 Tage 60$

Angkor-Wat

Angkor Wat Sonnenaufgang

Grob gesagt kann ich empfehlen:
Bei nur einem Tag:

Den kleinen Rundkurs mit Fahrrad oder Tuk-Tuk absolvieren. Start am Angkor Wat Tempel zum Sonnenaufgang (empfehlenswert, wenn auch viele Touristen). Danach die anderen Tempel auf dieser Route.

Bei 2 Tagen

1. Tag gleich. Am zweiten Tag mit dem Tuk-Tuk den Grand Circuit (großen Rundkurs) absolvieren.

Wer sich noch länger im Angkor Gebiet aufhalten will, kann natürlich auch noch einiges außerhalb der typischen Rundkurse ansehen.
Eine gute Auflistung aller Tempel und wo sich diese befinden, findet man auf wikivoyage.
Hier befindet sich auch eine schöne Karte der ganzen Region.

 

2. Siem Reap mit dem Fahrrad erkunden

Siem-Reap

Wer sein Tempelprogramm schon hinter sich hat oder eine Pause von den Tempeln braucht, der kann tagsüber oder auch abends Siem Reap schön mit dem Fahrrad erkunden.
Insbesondere am Tag ist es hier verhältnismäßig ruhig, da die meisten Touristen sich bei den Angkor Tempeln befinden.

Die Entfernungen sind alle recht gering und man kann gemütlich z.B. am Fluss, der sich quer durch Siem Reap schlängelt, entlangfahren, einen Abstecher ins Old French Quarter machen oder einen der Märkte (z.B. Old Market oder den Nightmarket) besuchen.

 

 

3. Sich eine (Fisch-)Massage für 1-3$ gönnen

Siem-ReapSiem Reap ist eine der günstigsten Orte für Massagen, die ich bisher gesehen habe. Während es in abgelegeneren Straßen die Körpermassage schon ab 1$ gibt, zahlt man auch im Zentrum nicht mehr als 3$.
Nach einem Tag voller Tempel also eine sehr preisgünstige Möglichkeit den Tag entspannend ausklingen zu lassen.

Siem-Reap-FishmassageWer es etwas aufregender möchte, kann auch eine der zahlreichen Fischmassagen ausprobieren. Dies habe ich gemacht. Für 3$ und einem gratis Bier durfte ich meine Füße von zahlreichen Fischen „reinigen“. Das sehr gewöhnungsbedürftige Gefühl ist am Anfang kaum auszuhalten, nach ein paar Minuten gewöhnt man sich dann aber daran.

Die Füße waren danach jedenfalls sehr sauber 😉

 

 

4. Das Nachtleben in Siem Reap erleben (Pub Street)

Siem-ReapDie Pub Street. Manche lieben es, manche eher weniger.

Im Grunde kommt hier alles an Touristen zusammen, welche nach einem Tempel-Sightseeing-Tag den Abend mit einem oder mehreren Cocktails ausklingen lassen wollen. Backpacker, Pauschaltouristen, Langzeitreisende.

Ich persönlich fand es hier eigentlich ganz schön, wenn man abends noch etwas trinken will. Etwas schrill, etwas verrückt, touristisch ausgerichtet zwar, aber dennoch eine ganz nette Atmosphäre.

Wer mal einen (guten) Mojito für 1,75$ trinken möchte, wird hier fündig. Auch das Bier ist hier mit 0,50$/Glas unschlagbar günstig. Eine Happy Hour reiht sich neben der nächsten.

Ansonsten gibt es hier einige Restaurants, die meist ziemlich westlich ausgerichtet sind.

 

5. Ein Ausflug zum „Floating Village“ auf dem Tonle Sap

Einen schönen Ausflug den man von Siem Reap aus machen kann, ist der Besuch des schwebenden Dorfes oder „Floating Village“ auf dem Tonle Sap, dem größten Süßwassersee in Südostasien.
Wobei die Größe je nach Jahreszeit extrem schwankt. Dadurch, dass der See relativ flach ist und der zuführende Mekong-River im Juni aufgrund von Monsunregenfällen und Schneeschmelzen extrem viel Wasser in den See bringt, wächst dieser erst zu dieser Zeit auf seine ganze Größe an. Diese ist etwa 10.000km², während der See in der trockenen Jahreszeit nur etwa 3000km² Oberfläche hat.

Floating-Village-Siem-ReapIch habe die Tour über das Hostel gebucht, von wo die Abholung per Minivan war, der die relativ kleine Gruppe (6 Leute) zum See gebracht hat. In dem Ort am See kann man schon sehen, wie sich die Anwohner auf den stark schwankenden Wasserlevel des Sees eingerichtet haben. Siehe Bild (Häuser auf Stelzen).

Von dem Ort ging es dann auf ein kleines Boot und damit über den Fluss auf den See, vorbei an Fischern und Ansiedlungen.

Anschließend wird durch das schwimmenden Dorf gefahren, vorbei an „privaten“ Wohnungen, Schulen und Läden, primitivem Fischfang, uvm.

Leider hört man oft schlechte Erfahrungsberichte von Touren zum Tonle Sap, wo Touristen versucht wird an jedem Stopp der Tour aggressiv etwas zu verkaufen, etc.
Diese Erfahrung habe ich nicht gemacht. Der Tourguide war sehr informativ und man wurde nie zum Kauf von irgendetwas genötigt. Wenn man vor Ort was bucht, sollte man sich am besten im Internet nach dem Anbieter umschauen. Fast jeder Touranbieter ist normalerweise bei Tripadvisor gelistet. Eine relativ gut bewertete Tour, die online zu buchen ist, habe ich hier gefunden.

Wenn man bei dem Touranbieter Glück hat, lohnt sich eine Tour zum Tonle Sap See als Ergänzung zu den Tempeln in jedem Fall, um auch mal eine etwas andere Lebensweise kennenzulernen.

 

Warst du bereits in Siem Reap und hast noch Vorschläge oder Anmerkungen dazu? Dann schreib doch einen Kommentar 😉
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2 Kommentare

  • Alain Senn sagt:

    Floating Village besuchten wir auch,denn schnell einmal erfährt man vom schwimmendem Dorf.
    Das Ticket kostete im April 2015 genau 20$ pro Person.
    Es war eine eindrucksvolle und informative Fahrt mit dem Boot zum Dorf…
    dennoch würde ich es nicht mehr tun,es ist wirklich so,dass die Guides die natürlich sehr freundlich waren einem was andrehen wollen. Da kam zum Beispiel dazu,dass wir zu einem schwimmendem Lagerhaus mit dem Boot fuhren.Diese sagten uns,wir könnten was Gutes tun und ein 50 kg Sack Reis kaufen und es persönlich zur Schule bringen.Die Guides sagten auch das die Kinder alle Elternlos seien und über eine Spende sehr erfreud wären.
    Muss jeder selber entscheiden ob man einen 50 kg Sack der pro Kilo 1$ kostet kaufen will oder nicht,aber ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Sack Reis sobald der Tourist wieder weg ist auf direktem Weg zurück insRegal landet.

    • Robin sagt:

      Hey 😉 Ich meine, das mit dem Sack Reis o.ä. auch schon mal gehört zu haben. War bei meiner Tour zwar nicht, scheint aber in der Form doch verbreitet. Ich denke eigentlich auch nicht, dass die Kinder alle Waisen sind, zumindest wurde es uns damals eben als die „Dorfschule“ vorgestellt, aber nicht, dass dort nur Waisen seien. Gruß Robin

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