Arches Nationalpark, Utah – Faszinierende Steinbögen und mehr

Arches National Park Utah

Direkt neben dem Canyonlands Nationalpark liegt der Arches Nationalpark und wer auf einem Roadtrip bis hier vorgedrungen ist, sollte sich beide Parks anschauen.
Wie der Name schon sagt, ist der Arches N.P. besonders für seine zahlreichen Steinbögen und Stein“fenster“(Windows) bekannt, die sich im Laufe der Zeit gebildet haben.

Nicht zuletzt befindet sich hier auch das Wahrzeichen Utahs, der Delicate Arch, einer der größten Steinbögen hier, vor einer landschaftlich schönen Kulisse.

Arches National Park Utah

Delicate Arch in Arches National Park, Utah

Wer den Arches Nationalpark besucht, sollte mindestens 2 Tage dafür einplanen.
Denn neben all den Stellen hier, die man mit dem Auto anfahren kann, gibt es auch einige sehr empfehlenswerte und teils abenteuerliche Wanderungen.

 

Arches Nationalpark – Anfahrt und Übernachtung

Arches National Park Utah

Arches National Park, Utah, USA

Der Park befindet sich beim Ort Moab, welcher ein guter Ausgangspunkt ist, um den Park zu besuchen.

Wer nicht campen möchte, der findet im Ort an sich genügend Motels. In der Hauptsaison ist zwar auch manches ausgebucht, aber wer ein paar Tage zuvor reserviert, z.B. über Booking.com, der findet hier normalerweise immer genügend Möglichkeiten.

Zum Campen gibt es in Moab selbst ein paar privat geführte Campingplätze, welche recht gut ausgestattet sind.
Allerdings auch nicht besonders aufregend, was die Umgebung und das Flair angeht.

Besser, aber von der Kapazität her problematischer, ist der Campingplatz direkt im Park.

Der Devil’s Garden Campground liegt quasi im Herzen des Nationalparks und hat 50 Stellplätze. Als wir ohne Buchung im August dort waren, war jedoch alles belegt.
Daher sollte man am besten vorher reservieren, wenn man einen sicheren Platz möchte. Die Stellplatzgebühr ist 25$/Nacht.

Die Eintrittsgebühr in den Arches N.P. (mit Auto) beträgt übrigens 25$. Wer den America the Beautiful Nationalpark-Pass hat (80$) zahlt aber wie üblich nichts extra.

 

Arches Nationalpark – Scenic Drives mit dem Auto (Windows Section)

Arches National Park Utah

Um die Gegend hier zu erkunden, kommt man um einen eigenen Mietwagen nicht herum (es sei denn man ist so sportlich und macht das mit dem Fahrrad).

Im Park verstreut gibt es einige Stellen, an denen man kurz halt machen kann, um Gesteinsformation zu bewundern oder einen kleinen Rundweg zwischen den zahlreichen Steinbögen und ähnlichem zu machen. Hier ist übrigens die Karte (Park Map)

Das mitunter erste Gebiet, welches man im Park anfährt, ist die sogenannte „Windows-Section„.

Dazu fährt man auf der Hauptstraße 15km lang und biegt schließlich rechts ab.
Nicht, ohne vorher allerdings noch einen kurzen Stopp beim Balanced Rock gemacht zu haben, welcher sich kurz vor der Windows Section befindet. Woher der Fels seinen Namen hat, wird direkt ersichtlich.

Arches National Park Utah

Balanced rock

Biegt man nun rechts zur Windows Section, kann man etwa 5km lang bis zum Ende der Straße fahren, wo sich ein Parkplatz befindet.

Von hier aus kann man einige kurze Wege gehen, welche zu den jeweiligen Steinbögen, bzw. „Windows“ führen.
Besonders stimmungsvoll abends, wenn die rot-orangenen Felsen durch die Sonne angestrahlt werden.

Das hier ist das sogenannte South Window:

Arches National Park Utah

South Window

In diesem schönen Areal kann man gut und gerne 1-2 Stunden oder länger verbringen, bevor man wieder weiter fährt.

 

Arches Nationalpark – Wanderung zum Delicate Arch

Arches National Park Utah

Delicate Arch in Arches National Park, Utah, USA

Diesen knapp 3-stündigen Ausflug sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man genügend Zeit hat. Eine gute Zeit ist kurz vor Sonnenuntergang, solange es nicht bewölkt ist.
Da der Weg kaum Schatten hat, bietet es sich auch an, im Sommer nicht in der Mittagshitze zu gehen.
Wer von der Windows Section kommt, fährt die Hauptstraße einfach weiter und biegt nach ca. 4km wieder rechts ab, bis man an den Parkplatz für die Wanderung kommt („Wolfe Ranch„).

Da der Delicate Arch eines der beliebteren Ziele ist, kann es auf dem Parkplatz schon auch mal recht voll werden.

Arches National Park Utah

Auf dem Weg zum Delicate Arch

Der Trail beginnt mit einem stetigen Aufstieg (insgesamt knapp 150 Höhenmeter, also gut machbar) auf den hier typischen Felsen (Slickrock).
Ist man am oberen Plateau angekommen, läuft man noch eine Weile an einer Felskante entlang, bis man schließlich „an der Spitze“ ankommt und den Delicate Arch bewundern kann. Der Aufstieg dauert etwa eine Stunde und ist mäßig anstrengend.

Nicht wundern, hier oben ist man (leider) nicht alleine, auch wenn es auf dem obigen Bild so aussieht. Um ein Foto vom Delicate Arch zu machen, ohne einen Touristen darunter zu haben, benötigt man manchmal etwas Geduld. Besonders am späten Nachmittag/Abend, wo viele den Sonnenuntergang sehen wollen.

Arches National Park Utah

Delicate Arch

Nichtsdestotrotz ist es hier oben eigentlich ziemlich entspannt und man sollte sich die Zeit nehmen, einfach da zu sitzen und die Landschaft zu genießen.

Spätestens nachdem die Sonne untergegangen ist, ist es ratsam sich dann einigermaßen zügig auf den Rückweg machen, um noch vor der Dunkelheit zum Parkplatz zurückzufinden.

 

Arches Nationalpark – Devil’s Garden

Arches National Park Utah

Devil’s Garden Trail

Der Devil’s Garden ist eine der coolsten Ecken im Park, mit der gleichzeitig längsten Wanderung, welche ich als durchaus abenteuerlich beschreiben würde.

Hier befindet sich auch der Campingplatz, falls man einen Platz dort erhalten hat. Vom Parkeingang bis zum Devil’s Garden sind es etwa 30km an Strecke zu fahren.

Wer den „Devil’s Garden Trail“ laufen will, geht zumindest im Sommer am besten morgens los, damit es nicht so heiß wird.

Vom Startpunkt aus führt der Weg zu einem der ersten markanten Ziele im Devil’s Garden, nämlich dem „Landscape Arch„, einem der größten Steinbögen weltweit, mit einer Spannweite von 92m.

Arches National Park Utah

Landscape Arch in Arches National Park, Utah, USA

Einige Besucher, die nur kürzer Zeit haben oder keine lange Wanderung machen möchten, kehren nun um. Daher ist es bis hierher am vollsten.

Eigentlich wird der Weg jetzt aber erst interessant. Vom Landscape Arch kann man den Rundweg nun entweder linkerhand starten oder rechts herum auf dem primitive Trail durch die Sandwüste.

Ich bin den Devil’s Garden Trail insgesamt schon 2x gelaufen und würde erfahrungsgemäß empfehlen linkerhand zu starten, in Richtung Double O Arch.
Eigentlich sollte die Richtung keinen großen Unterschied machen, aber ich empfand einige kritische Stellen auf der Wanderung linkerhand einfacher zu laufen bzw. klettern, als anders herum.
Außerdem haben wir uns letztes Mal irgendwann ziemlich verlaufen, was die gesamte Wegstrecke dann statt 11,5km auf geschätzte 16km anwachsen ließ und es schon ziemlich anstrengend wurde.

Arches National Park Utah

Auf dem Weg zum Double O Arch läuft man zunächst wieder ein Stück lang auf Slickrock nach oben. Bei Nässe und wenn es recht sandig ist (so wie bei mir letztes Mal) kann das durchaus rutschig sein. Den Devil’s Garden Trail sollte man aber sowieso nur machen, wenn man ein wenig abenteuerlustig ist und sich an ein wenig Kletterei auf den Felsen gewöhnen kann.

Arches National Park Utah

Slickrock Devil’s Garden Trail

Nach einer gewissen Zeit gelangt man über einen immer steileren und sandigeren Weg zum sogenannten Double O Arch.

Arches National Park Utah

Double O Arch

Dieser hat seinen Namen offenbar daher, dass sich über dem O-förmigen großen Steinbogen unten drunter zusätzlich ein kleiner O-förmiger Bogen befindet, durch den man gehen kann, bzw. durch den der Wanderweg auch verläuft (siehe Bild).

Manch einer kehrt nun bereits um, der Wanderweg zum Bogen und zurück wäre übrigens 6,4km.

Ansonsten hat man nun die Möglichkeit, nach rechts weiterzugehen, um dem regulären Trail zu folgen.

Wer Lust hat, kann aber auch einen Abstecher zur „Dark Angel“ Felsformation machen, einem hoch aufgerichteten massiven Felsen.

Andernfalls geht’s nun weiter und ab hier beginnt meiner Meinung nach der anspruchsvollere Teil des Devil’s Garden Trails.

Über Felskanten entlang, sandige Wege mit Höhenunterschieden und größere Felsen, die zu überwinden sind und bei denen eine gewisse Balance und Kletterkenntnisse von Vorteil sind.

Wichtig sind hier auch Schuhe, die wenigstens noch ein bisschen Profil auf der Sohle haben. Ich hatte letztes Mal ehrlich gesagt keine Schuhe, die für die Kletterei hier geeignet waren und nachdem die Felsen allesamt recht sandig waren, hatte ich gewisse Probleme, an manchen Stellen voranzukommen.

 

Arches National Park Utah

Hat man den felsigen Teil des Weges „überstanden“ nähert man sich dem wirklich sandigen Teil der Wanderung. Ein paar letzte Felsen und Bäume und man steht in einer Sandwüste ohne Schatten.
Hier wird es noch einmal recht mühselig zu laufen, da man im Sand nicht so recht voran kommt und wenn nun mittlerweile schon die Mittagssonne herunterbrennt, kann das letzte Stück richtig anstrengend werden.

Arches National Park Utah

Primitive Trail durch den Sand

Hat man diesen Abschnitt hinter sich gebracht, ist das letzte Stück von 1,5km eigentlich nicht mehr der Rede wert.
Wieder am Parkplatz angekommen ist man aber dennoch froh, wenn man ein paar eisgekühlte Getränke in der Kühlbox im Auto vorfindet 😉
Etwa 4 Stunden hatten wir insgesamt beim ersten Mal für den Devil’s Garden Trail benötigt.
Nachdem wir uns letztes Mal verlaufen hatten, waren wir, ich meine, um die 5 Stunden unterwegs.

Insgesamt eine echt machbare Wanderung, auch wenn es bei den ein oder anderen Felsen, die man überwinden muss, ein paar heikle Stellen gibt. Vor allem dann, wenn man keine vernünftigen Schuhe an hat. Falls es vorher stärker geregnet hat, bin ich mir auch nicht sicher, ob der komplette Trail empfehlenswert ist. Zumindest sollte man dann gut ausgerüstet sein.

 

Ich denke dies war eine ganz gute Übersicht über die wichtigsten Wanderungen und Felsformationen im Arches Nationalpark.
Ich empfehle 2 Tage oder wenigstens einen Nachmittag und einen ganzen Tag im Park zu verbringen.

Am ersten Nachmittag könnte man zum Beispiel den Delicate Arch Trail machen. Am zweiten Tag morgens den Devil’s Garden Trail und nachmittags/abends entspannt die Windows Section und andere sehenswerte Orte im Park anfahren.

Als Zusatzinfo ist übrigens auch die Broschüre zum Park (auf englisch) ganz informativ. Die aktuelle von 2016 gibt es hier.

 

Warst du auch schon einmal zu Besuch im Arches Nationalpark? Berichte doch von deinen Erfahrungen in den Kommentaren!

 

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Zum Schluss gibt es wie übliche alle Impressionen des Nationalparks noch einmal in der Übersicht:

 

 


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