Die drei größten Backpacking-Gefahren und wie man mit ihnen umgeht

Backpacker brauchen nicht viel, um spontan zu einem Abenteuer aufzubrechen. Dies veranlasst aber viele dazu, gedankenlos und unvorbereitet loszuziehen. Dabei unterschätzen sie das Risiko, das mit jeder Reise unweigerlich einhergeht.
Leichtsinn und Unwissenheit können zu unvorhersehbaren Situationen, Problemen und Unfällen führen. Und selbst wenn man alles bedacht hat, bleibt noch das bloße Pech als unkontrollierbarer Faktor. Unter den Urlaubsreisenden sind es besonders Backpacker, die gewisse Sicherheits- und Verhaltensregeln beachten müssen, um ihren Trip ohne böse Überraschungen in vollen Zügen genießen zu können. Schließlich geht die Wanderung oft durch unwegsames Gelände, sie treffen auf eine Vielzahl fremder Menschen und sind für ihr leibliches Wohl im hohen Maße selbst verantwortlich.
Auf folgende drei Gefahren sollte man ganz besonders achten.

 

Diebstahl und Überfälle

Egal, wie groß die Kriminalitätsrate im Reiseland ist, eines gilt immer: Gelegenheit macht Diebe. Diebstähle gehören zu den größten Risiken für Backpacker. Doch es gibt viele Methoden, sich dagegen zu schützen.
Zuerst einmal macht es Sinn, den Eindruck zu vermitteln, es gäbe nichts Wertvolles zu holen. Man sollte also keinen sichtbaren Schmuck tragen oder gar offen mit der teuren Spiegelreflexkamera oder randvollen Geldbörse herumhantieren. Natürlich sind Vorhängeschlösser am Rucksack eine Option, weisen einen potenziellen Dieb aber darauf hin, dass sich die Beute lohnen könnte. Im Hostel ist ein Einzelzimmer mit Safe immer sicherer als ein geteilter Schlafsaal. Wertsachen können auch an der Rezeption hinterlegt werden.

Unterwegs verteilt man sein Hab und Gut am besten auf mehrere Taschen: Zum Beispiel das Smartphone in einer seitlichen Umhängetasche, Reisepass und Kreditkarte in einer Bauchtasche unter der Kleidung und Geldscheine im Schuh. Vor allem in großen Menschenmengen sollte man gegen Taschendiebe gefeit sein und sich nicht von überschwänglich freundlichen Fremden beschwatzen lassen.
Beim Auswärtigen Amt kann man sich über die gängigen Betrugsmaschen und wichtige Sicherheitshinweise im Land informieren. Davon abgesehen gebietet es der gesunde Menschenverstand, sich besser nicht allein und des Nachts in dunklen, schlecht einsehbaren und menschenleeren Gegenden und Gassen herumzutreiben. Auch die örtlichen Rotlichtbezirke sowie politische Demonstrationen sollte man meiden, um einem Überfall oder gar Schlimmerem zu entgehen.

 

Krankheit und Unfälle

Fast jeder Backpacker reist mitsamt Kamera, Smartphone und sogar Laptop, aber paradoxerweise nur die wenigsten mit einer ausreichenden Reiseversicherung. Dabei kann selbst das härteste Immunsystem im Urlaub Risse kriegen, etwa in Form von Lebensmittelvergiftungen durch die ungewohnte lokale Küche. Die andersartige Lebensweise im Land und die bloßen Strapazen der Reise können zu grippalen Infekten oder ähnlichem führen. Besonders in warmen Gegenden wie zum Beispiel Bangkok gehören Herz- und Kreislaufversagen zu den häufigsten Todesursachen von Urlaubern.

In Ländern innerhalb der EU greift die normale Krankenversicherung. Außerhalb benötigt man jedoch eine private Versicherungspolice inklusive Regelung für den Rücktransport. Viele Angebote decken auch körperliche Beschädigungen wie Verkehrsunfälle ab, bei anderen benötigt man eine zusätzliche Unfallversicherung. Wenn die Familie im Heimatland wartet, ist auch eine Risikolebensversicherung wie von diesem Anbieter sinnvoll. Denn nicht selten verschlägt es Backpacker ins Hinterland, wo es zu fatalen Stürzen oder gar Tierangriffen kommen kann. Damit muss nicht immer ein ausgewachsener Grizzlybär gemeint sein. Auch streunende Hunde und Katzen können zubeißen und Krankheiten wie Tollwut übertragen.

 

Drogen und Alkohol

Auch wenn man selbst offen dafür ist, sollte man auf Reisen keinesfalls Drogen von Fremden annehmen. Denn im berauschten Zustand sinkt die Aufmerksamkeit und Zurechnungsfähigkeit, was umso gefährlicher ist, wenn man allein unterwegs und keine Vertrauensperson in der Nähe ist. Minderwertige Drogen können zudem einen unverhofften Krankenhausaufenthalt nach sich ziehen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Drogen in vielen Ländern illegal sind und der Kauf und Konsum mit einer deftigen Geldstrafe oder gar einem Gefängnisaufenthalt bestraft werden können.

Auch mit Alkohol sollte man vorsichtig sein. Nicht nur, weil man seine eigene Trinkfestigkeit in der Gesellschaft anderer Feiersüchtiger schnell überschätzen kann, sondern auch, da zwielichtige Personen gefährliche Substanzen und Narkotika unauffällig in den eigenen Drink mischen könnten. Man sollte sich dementsprechend auch niemals von Fremden auf ein Getränk einladen lassen.

Wenn man diese grundlegenden Regeln beachtet, steht einem erfolgreichen und vor allem sicheren Backpacking-Trip nichts im Wege.


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