Panama City – 3 spannende Tage in Panamas Hauptstadt

Panama City

Panama City, das Dreh- und Handelskreuz Mittelamerikas war auch mein erster Ort Mittelamerikas, auf den ich einen Fuß gesetzt habe.

Der Airport (Tocumen Airport) ist immerhin der einzige Flughafen mit mehr als einer Landebahn in Zentralamerika, sodass die meisten internationalen Flüge dorthin gehen und dann ggf. weiter in die benachbarten Länder.

 

Ankunft in Panama City

Panama CityUm vom Flughafen in die Stadt zu kommen, gibt es eigentlich nur eine vernünftige Möglichkeit: ein Taxi nehmen bzw. einen Transfer (z.B. von Hotel aus) buchen. Eine Bahn gibt es nicht.

Es gibt auch einen Bus, außerhalb des Flughafens, aber das ist ziemlich umständlich und langwierig, vor allem mit Gepäck. Daher werde ich das nicht weiter erläutern.

Ein gebuchter Transfer zum Hotel sollte um die 25$ kosten und das macht man dann in der Regel mit dem Hotel aus. Ein Taxi ist meist nicht viel günstiger.

 

Erste Kommunikationsschwierigkeiten in Panama

Ganz so einfach ist es nicht, wenn man kein Spanisch kann, bzw. nur ein paar Wörter.

Bereits mein Fahrer vom Flughafen zum Hotel konnte nur ein paar Brocken Englisch.
Daher die ging die Unterhaltung auf der knapp einstündigen Fahrt ein wenig schleppend. 😉

Ganz im Gegensatz zu Ländern wie Vietnam oder Thailand, in denen fast jeder, zumindest ein bisschen Englisch kann, sprechen das hierzulande meist nur Leute, die sowieso direkt mit Touristen zu tun haben, z.B. Hotelmitarbeiter.
Die meisten Leute beherrschen allerdings nur die Landessprache, was vermutlich u.a. daran liegt, dass auch alle umliegenden Länder Spanisch-sprachig sind und ganz allgemein mehr Menschen Spanisch sprechen können, als zum Beispiel vietnamesisch für Vietnam.

Daher ist es hier tatsächlich etwas schwieriger sich zu verständigen, wenn man kaum ein Wort Spanisch kann, als zum Beispiel in einem asiatischen Land.

Vorher etwas Spanisch zu lernen, ist daher durchaus hilfreich 😉

 

Startprobleme am ersten Abend

Für die erste Nacht hatte ich ein Budget-Hotel gebucht. Eigentlich eine Art Hostel.
Zufälligerweise war ich in dieser Nacht der einzige Gast, was dann später allerdings noch ein wenig zum Verhängnis wurde.

Direkt in der Nähe befand sich eine größere belebte Straße (Via Argentina), in der man die Qual der Wahl hatte, was die Auswahl an Restaurants anging.

Panama City

Panama City Skyline

Von Fast-Food Ketten bis zu landestypischen Restaurants. Ich entschied mich für etwas landestypisches und bestellte unter anderem ein paar typische, frittierte Sachen (meistens aus Kartoffeln glaube ich, „Patatas fritas“).
Nichts besonderes ehrlich gesagt, aber meine Erwartungen an die mittelamerikanische Küche waren auch erst einmal nicht groß.

Um 10 Uhr abends, nach dem langen Flug und dem Essen wollte ich eigentlich nur noch zurück in das Hotel.

An der Tür bricht dann der Schlüssel ab.
Na toll. Zu viel Kraft hatte ich beim Aufsperren eigentlich nicht angewendet.
Nachdem ich der einzige Gast heute war, war auch der Hotelbetreiber leider nicht mehr da.

Letztlich war das Glück, dass im selben Haus ein weiteres Hotel war, dessen Betreiber meinen Hotelbesitzer kannte und somit anrufen konnte.
Für die Beschreibung des Problems benötigte es zum Glück ja nicht viele Worte, bei Anblick des halben Schlüssels.

Etwa 1,5 Stunden und mehrere Rundgänge durch das Viertel später, kam der Hotelmensch und schaffte es glücklicherweise, den abgebrochenen Teil aus dem Schloss herauszuziehen, sodass ich es diesen Abend doch noch schaffte, in mein Bett zu gelangen.

 

Casco Viejo – Panamas Citys restaurierte Altstadt

Panama City

Der wohl schönste Teil in Panama City ist das „Casco Viejo“ (altes Viertel).

Dieser im Süden der Stadt befindliche Stadtteil besteht überwiegend aus historischen Gebäuden im Kolonialstil, die bereits seit Jahren restauriert werden. Insbesondere seitdem das Viertel UNESCO Kulturerbe ist.

Von meinem Hotel im Zentrum der Stadt nahm ich einfach ein Taxi für 5$.
Taxis sind in Panama City sehr günstig.
Viele Strecken im Zentrum der Stadt kann man für 3$ zurücklegen. Daher habe ich auch nur Taxis genommen, wenn es nötig war. Der Preis wird vor der Fahrt ausgemacht. Taximeter gibt es nicht.

Im Viertel gibt es einige günstige Hostels und Hotels.
Ich war im Magnolia Inn für 3 Nächte. Wird als Luxus Hostel bezeichnet und kostet ab 15$ die Nacht.

Panama City

Um das Casco Viejo zu entdecken, sollte man schon einen Tag einplanen oder zumindest einen Nachmittag mit Abend.

Es macht auch einfach Spaß, durch die zahlreichen Gassen zu gehen und immer wieder etwas Neues zu entdecken und die vielen bunt angestrichenen Häuser anzusehen.

Nicht verpassen sollte man den südlichen Zipfel, welcher sich am „Plaza de Francia“ befindet.
Hier gibt es nämlich einen kleinen hochgelegenen Fußgängerweg, von dem man eine schöne Rundumsicht auf Panama City hat.
Insbesondere bei Nacht auch sehr schön, wenn man die beleuchtete Skyline im Blick hat.
Ich habe allerdings nur Fotos bei Tag davon.

Panama City

Panama City Skyline

Essen gehen im Casco Viejo

Natürlich gibt es in diesem, bei Touristen beliebtem Ortsteil, zahlreiche Restaurants.
Das meiste davon relativ teuer, zumindest für panamaische Verhältnisse.

Mittags kann man den nahegelegenen Fischmarkt besuchen.

Panama CityEs gibt hier sowohl einen Außenbereich, als auch den eigentlichen Markt im Inneren.

Außen befinden sich etliche Stände, die meist ein ähnliches Menü anbieten und relativ energisch versuchen, Gäste an den Tisch zu bringen.
Die Preise sind moderat.
Teilweise wird aber auch recht laute Musik gespielt; die Ruhe hat man hier nicht wirklich.
Das Essen bzw. der Fisch ist aber natürlich gut, schließlich auch frisch gefangen.

Alternativ kann man auch in den eigentlichen Fischmarkt im Gebäude nebenan.
Wer möchte, kann sich den Fisch unten, im Erdgeschoss kaufen und im Restaurant im 2. Stock relativ günstig zubereiten lassen.
Mehr Infos auf Tripadvisor und die Lage auf Google Maps.

Panama City

Sicht auf Casco Viejo aus Richtung Fischmarkt

Zurück im eigentlichen Viertel ist die Brauerei mit Restaurant „La Rana Dorada“ sehr empfehlenswert.
Nicht unbedingt günstig, aber es gibt einige sehr interessante Sorten Bier.
Auch die Pizza (als beste Pizza Panamas bezeichnet, klar) ist in der Tat sehr gut.
Als wir 2 Pizzen bestellt hatten, gab es 5 Bierproben dazu.

Ansonsten findet man beim spazieren gehen im Casco Viejo auch so noch etliche Restaurants, die interessant sein könnten.

Einen Tipp zum Frühstücken kann ich noch geben. Unterhalb des „Plaza de la Indepencia“ ist das kleine Café „Super Gourmet„. Hier gibt es guten Kaffee, frische Säfte und verschiedene Frühstück-Menüs.
Zum Mittagessen eignet es sich hier genauso gut, da es eine nette Auswahl an frischen Sandwiches gibt (Tripadvisor).

 

Panama City

Palacio Municipal in Casco Viejo, Panama City

Ich war insgesamt vermutlich etwas länger im Casco Viejo, als die meisten Touristen (3 Nächte bzw. 2 Nachmittage), allerdings ist das manchmal auch sehr schön, um einen Ort besser kennenzulernen.

Während man anfangs bei den vielen Gassen und Plätzen durcheinander kommt, kannte ich mich am Schluss dann doch schon sehr gut aus. Man kann das Viertel schließlich auch komplett zu Fuß erlaufen. So groß ist es ja nicht.

 

Panama City Skyline – kleiner Spaziergang Richtung Business District

Panama City

Panama City Skyline, Sicht von Casco Viejo

Von Casco Viejo kann man eigentlich problemlos einmal in Richtung Business District laufen.
Denn die Uferpromenade führt direkt dort hin. Zurück nahm ich mir ein Taxi, da es hinwärts schon ein paar Kilometer sind.
Bei über 30°C und hoher Luftfeuchtigkeit ist man durchaus froh, wenn man an der Promenade irgendwann an jemandem vorbei läuft, der kalte Cola oder Wasser für 1$ verkauft.

Wenn man erst mal im District angekommen ist, ist es eigentlich gar nicht mehr mal soo spannend.
Aber auf dem Weg dorthin ändert sich immer wieder die Perspektive auf die Skyline und die Skyline in der Übersicht ist ja eigentlich das interessante.

Als kleinen Nachmittagsspaziergang und als Alternative zum gänzlich anderen Casco Viejo ist ein Spaziergang zum, und im Business District allerdings empfehlenswert.
Wirklich viel mehr zu tun, als dort spazieren zu gehen, gibt es dann aber auch nicht.

Das Hard Rock Hotel kann allerdings bei Nacht sehr interessant sein, bzw. die im obersten Stock befindliche Rooftop Bar mit Pool, von der man unter anderem natürlich eine fantastische Aussicht hat.
Kostet als Nicht-Hotelgast allerdings happige 20$ Eintritt.

 

Ausflug zum Panama Kanal an der „Miraflores“-Schleuse

Panama City

Miraflores Schleuse

Am nächsten Tag stand der Panama Kanal auf dem Plan. Ich denke jeder, der sich ansatzweise dafür interessiert, sollte diesen kleinen Ausflug unternehmen.
Um hinzukommen nimmt man einfach ein Taxi. Von Casco Viejo kostet das 8$.
Wer mehr zahlt, zahlt zu viel und es gibt sehr viele Taxifahrer, die für diese Strecke mehr aufrufen wollen.

Der Panama Kanal hat mehrere Schleusen, an denen der Wasserspiegel angeglichen wird und die Schiffe folglich abgesenkt bzw. erhöht werden.
Die Schleuse, die für Touristen besuchbar ist, nennt sich „Miraflores„-Schleuse.

Der Eintritt ist 15$, als Student erhält man Rabatt.

Panama City

Übersicht über Panama Kanal an Miraflores Schleuse

Hier hat man nun ein paar Möglichkeiten, mehr vom Kanal zu erfahren, vom Bau bis zur Bedeutung heute.
Dazu gibt es ein mehrstöckiges Museum und etwa alle Stunde läuft eine Dokumentation, die man sich ansehen kann und in welcher sehr euphorisch über den Panama Kanal berichtet wird.

Anschließend sollte man sich unbedingt auf die Aussichtsplattform im obersten Stock begeben.
Solange kein Schiff in Sicht ist, ist es hier ruhig.

Sobald aber angekündigt wird, dass sich ein Schiff der Schleuse nähert, strömen die Menschen hier hinauf. Also am besten sichert man sich rechtzeitig einen Platz, denn insgesamt sind hier schon recht viele Touristen unterwegs.

Panama City

2 Schiffe laufen ein an Miraflores Schleuse

Etwa eine Stunde stand ich hier oben und in der Zeit kamen tatsächlich ein paar Schiffe vorbei. Natürlich dauert das hier alles ein bisschen länger.

Die Schiffe müssen schließlich auch irgendwie in die engen Passagen hinein manövriert werden (die größten Schiffe haben zu den Seitenwänden nur noch 61cm Platz).
Dann wird das Wasser abgelassen was eine Weile dauert und anschließend macht sich das Schiff weiter in Richtung Pazifik.
Oder Atlantik, wenn es in die andere Richtung fährt.

Panama City

Hier werden die Schiffe gerade abgesenkt. Das vordere ist ein Touristenboot.

Bei der Durchquerung des 82km langen Panama Kanals sparen sich die Schiffe übrigens um die 15.000km. Schließlich musste ein Schiff, welches früher z.B. von New York nach San Francisco fahren wollte, den ganzen südamerikanischen Kontinent umfahren.
Etwa 15.000 Schiffe nutzen den Kanal jährlich.

 

Um mal zu sehen, wie die Durchquerung der Schleusen abläuft, hier ein Video zum Abschluss (Zeitraffer):

 

Am Schluss gab’s dann den ersten tropischen Regen meines Aufenthalts in Panama City und dann wird es hier auf der Aussichtsplattform schnell ungemütlich.

Also zurück nach Casco Viejo. Vorher, während des Regens, war ich noch auf einen Abstecher in der Albrook Mall, da diese auf dem Weg lag.
Ein riesiges Shopping Center mit vielen Food Courts, wo man auch zu Mittag essen kann.
Wenn nicht gerade schlechtes Wetter ist, würde ich aber nicht extra hierher fahren. So besonders ist die Mall eigentlich nicht.

Den Abend verbrachte ich wieder in Casco Viejo, allerdings nicht bis spät in die Nacht, da es am nächsten Morgen, sehr früh auf den Ausflug zu den San Blas Inseln ging.

Panama City

Casco Viejo bei Einbruch der Dunkelheit

 

Warst du auch schon einmal in Panama City? Schreib doch von deinen Erfahrungen in die Kommentare!

 

Hat dir dieser Bericht gefallen? Dann bedanke dich doch mit einem „gefällt mir“ oder teile den Artikel 😉

 

Für deine Reisen empfehle ich dir außerdem die kostenlose VISA Kreditkarte der Santander, mit der du weltweit kostenfrei Bargeld abheben kannst und vieles mehr. Weitere Infos dazu Santander 1PlusCard

 

Zum Abschluss gibt es wie üblich die Impressionen zu Panama City in der Galerie:

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.