Addo Elephant Park – Zwischen Elefanten und beeindruckenden Sanddünen

Addo Elephant Park

Der Addo Elephant Park ist ein beliebter Nationalpark unweit von Port Elizabeth, welchen wir nach einem langen Fahrtag vom abgelegenen Küstenort Port St. Johns erreichten.
Wie der Name schon verraten lässt, gibt es hier vor allem Elefanten; mittlerweile wohl über 550.
Aber auch zahlreiche andere Tiere (Löwen, Hyänen, Zebras, Antilopen, etc.), denen man z.B. auch im Krüger Park begegnet,  lassen sich hier regelmäßig sehen (wir hatten leider wieder kein Glück mit den Löwen).

Eigentlich wollten wir wieder im Park übernachten. Da wir vorher aber immer nicht genau wussten, wann wir am Addo Elephant Park ankommen würden, hatten wir auch keine Übernachtung vorher reserviert.
Diesmal war dann leider nichts mehr zu machen. Alle Übernachtungsmöglichkeiten im Park waren ausgebucht.
Ich denke, in der Hauptsaison sollte man sich schon Wochen vorher darum kümmern, eine Reservierung zu tätigen (über Sanparks).

Da wir aber sowieso nur erst einmal einen vollen Tag für den Park eingeplant hatten, war das nicht so schlimm und wir übernachteten im Ort Addo, welcher quasi als Ausgangspunkt für alle dient, die außerhalb übernachten.

 

Übernachtung außerhalb des Addo Elephant Nationalparks

Wir übernachteten in der River Front Estate (booking.com), einer Anlage mit Blick auf den Fluss, zahlreichen gut ausgestatteten Apartments und einer 9,1/10-Bewertung auf booking.com.
Die Managerin und auch das übliche Personal waren sehr freundlich und hilfsbereit; wer z.B. Game Drives/Safaris machen möchte, kann die auch hier buchen; es gibt eine eigene günstige Wäscherei (hatte meine gesamte Wäsche für 5€ dort machen lassen).
Die einzelnen Bungalows sind mit allem, was man braucht ausgestattet, um sich selbst zu versorgen, wenn man das möchte. Schöne und ruhige Umgebung. Hat bei uns 48€/Nacht gekostet.

In der Umgebung gibt es auch ein paar nette Restaurants, die empfohlen werden (z.B. das Africanos: 5*-Resort mit entsprechendem Restaurant, dessen Preise aber erstaunlicherweise ganz normal sind; das Lenmore: rustikaleres Restaurant mit interessanten und guten Pizzen).

 

 

Als Selbstfahrer auf Safari im Addo Elephant Park

Wieviel Zeit für den Addo Elephant Park?

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man den Hauptteil des Parks (ab Addo Rest Camp südwärts) gut an einem vollen Tag durchfahren kann, ohne dabei auf die kleineren und abgelegenen Routen und zahlreiche Stopps zu verzichten.
Wer auch die Sanddünen (dazu unten mehr) besucht, sollte für alles aber lieber 1,5 Tage einplanen. Für Einige ist dieser Park der einzige größere „Safari-Nationalpark“, den sie auf ihrer Reise besuchen. In dem Fall sollte man sich vielleicht auch den ein oder anderen Game Drive gönnen und eher 2-3 Tage bleiben.

Der Eintritt kostet zurzeit regulär 248 Rand (ca. 17€). Mit Wild Card, wie üblich, „kostenlos“.

Addo Elephant Park

 

Einfahrt durch das Addo Main Camp

Von Addo fuhren wir morgens ein paar Kilometer bis zum Gate am Addo Main Camp. Wie üblich muss man sich hier an der Rezeption das Permit ausstellen lassen.
Da wir die Wildcard hatten, war das für uns quasi kostenlos.

Hier im Park ist überall nur 40km/h erlaubt. Eine gute Karte (die bekommt man auch ausgehändigt) findest du hier.
Eine kurze Broschüre inklusive Karte gibt es hier.

Der erste Teil des Parks, nachdem man das Camp verlässt, scheint relativ eben und wenig „buschig“ zu sein.

Verschiedene Schilder führen zu verschiedenen Stellen und Rundwegen. Da die „loops“ (Rundwege) relativ kurz sind, kann man die eigentlich alle mal befahren.
Als eine der ersten Stellen gelangten wir an ein Wasserloch (ich glaube es war der „Zuurkop Lookout Point„), an dem sich einige Zebras versammelt hatten.
Hier darf man das Auto auch „auf eigenes Risiko“ verlassen.

Addo Elephant Park

Ein netter Anblick 😉

Wie der Name des Parks schon vermuten lässt, ließen die ersten Elefanten dann auch nicht lange auf sich warten.

An einem weiteren Wasser- bzw. Schlammloch versammelte sich eine Gruppe von Elefanten, die sich ein „Bad nahmen“, unbeeindruckt der neugierigen Touristen, die sich hier ebenfalls versammelten.

Addo Elephant Park

Ein wenig später trafen wir auf ein weiteres Gruppenbad. Wie man sieht, kann man diese Riesen hier also eigentlich gar nicht verfehlen.

Addo Elephant Park

Nach einer Weile hatten wir dann alle Loops des oberen Bereichs durchfahren, natürlich immer auch nach Löwen, o.ä. Ausschau haltend (leider vergeblich).
Daher fuhren wir auf der Hauptstraße des Parks weiter entlang und hofften, dass es bei „Jack’s Picnic Site“ vielleicht etwas zu essen gab.
Denn so langsam packte uns der Hunger und wir hatten schon einmal eine gute kulinarische Erfahrung auf einer Picnic Site gemacht. Allerdings war das im Krüger Park.

Leider war Jack’s Picnic Site nur für Selbstversorger und auch sonst gab es im Park offenbar nur im Addo Main Camp etwas zu essen.

Na gut, nachdem uns aber sowieso schon interessiert hatte, was es denn mit der „Woody Cape Section“ eigentlich auf sich hatte (südöstlicher Zipfel auf Karte) und wir dafür diesen Teil des Parks am Südausgang verlassen mussten, taten wir so und fanden uns bald bei einem mittelmäßig guten Mittagssnack wieder.

 

Woody Cape Section – Inmitten von riesigen Sanddünen

Auf Google Maps sahen wir uns das ganze an und es schien, eine Straße dorthin zu führen.
Beschildert war hier allerdings nichts, sodass wir einfach mal los navigierten.

Nicht zu übersehen ist hier die BP Tankstelle und der KwikSpar. Laut Routenführung sollten wir hinter den KwikSpar fahren, wo eine Straße weiter führte.
Da es hier absolut nicht so aussah, als ob man hier rumfahren sollte, kehrten wir erst mal wieder um und irrten ein wenig weiter umher.
Wie sich herausstellte, war das aber der richtige Weg. Hier siehst du den Weg auf Google Maps.

Der führt nun erst einmal parallel zur N2, bis man schließlich auf eine Schranke trifft, welche den Eingang eines Resorts markiert.
An der Rezeption finden wir heraus, dass die sogenannten „Woody Cape Section“ wohl (noch) privatisiert ist und man nur durch dieses Ressort dorthin gelangt.
Da nützt dann auch die WildCard nichts und wir entrichteten die 65 Rand (für 2 Personen).

Nach einer kurzen Strecke gelangten wir an den Fluss (Sundays River), auf dessen gegenüberliegenden Seite eine Szenerie aus riesigen Sanddünen aufwartete. Wow. Auf einmal ist man quasi wieder in einer ganz anderen Welt.

Addo Elephant Park

Ein wenig unbehaglich machten uns die umgebenden Gewitterwolken. Die Landschaft wirkte dafür aber umso dramatischer.

Ab hier fährt man ein gutes Stück weiter auf sandigem Boden. Ab und zu fährt man an Picknick-Wiesen am Flussufer vorbei. Sicherlich sehr cool, hier zu grillen.

Addo Elephant Park

Irgendwann endet der Weg. Hier parken schon ein paar Autos. Insgesamt ist hier aber nichts los. In der Ferne sieht man ein paar Fischer im flachen Wasser.

Wir waren uns erst nicht ganz sicher, ob man an dem großen Warn-und Infoschild einfach vorbei laufen darf. Aber da stand nur irgendwas von wegen „Betreten auf eigene Gefahr, etc.“, also los, in Richtung Sanddünen!

Es macht schon irgendwie einfach Spaß, auf meterhohen Sanddünen herumzulaufen, sich wie in der Wüste zu fühlen und diese unwirkliche Landschaft zu sehen, die wieder so anders ist, als erst vor ein paar Minuten. Natürlich haben mich die Sanddünen hier auch gleich wieder an das White Sands Monument in New Mexico erinnert. Aber das ist eine andere Geschichte 😉

Addo Elephant Park

Echt schön hier und ein kleiner Geheimtipp. Denn von den zahlreichen Touristen im Hauptteil des Addo Parks hat es bis hierher kaum einer geschafft.

Nachdem wir hier wieder raus waren (es fing nun auch etwas zu regnen an), wollten wir noch einmal durch den eigentlich Addo Park fahren und diesen am Southern Gate verlassen, sodass wir direkt nach Addo, wo sich unsere Unterkunft befand, fahren konnten.

Mal wieder schaute uns ein Ranger etwas misstrauisch an, warum wir so spät noch in den Park hineinfahren wollten (ich glaube es war ca. 45 Minuten vor Gate-Schluss. Wer den Bericht vom Krüger Park kennt, weiß, dass wir es irgendwie nicht so mit den Schließungszeiten hatten :D). Nun ja, er ließ uns trotzdem passieren, mit der Anweisung auf direktem Wege durchzufahren.

Überall in der Gegend blitze es nun und es wurde schon dunkler. Die perfekte Zeit eigentlich, um endlich einem Löwen zu begegnen. Stattdessen verfuhren wir uns lieber noch einmal kurz auf einem Loop … und kamen dann schließlich ca. 10 Minuten nach Gate-Schließung am Ausgang an. War aber kein Problem und ein schöner Sonnenuntergang wartete auch noch auf uns 😉

Addo Elephant Park

 

Ich finde, die Mischung aus dem (beliebten) Safari-Hauptteil des Addo Elephant Parks und der Woody-Cape-Sanddünen-Section im Süden davon, war ziemlich perfekt. Wir hätten uns zwar eher 1,5 Tage für alles Zeit lassen sollen, aber so ging das schon auch. Auf jeden Fall ein empfehlenswertes Ziel!

Ab hier ging es nun offiziell mit der Garden Route in Richtung Kapstadt weiter, über die ich in den nächsten Artikeln berichten werde 😉

 

Warst du auch schon einmal im Addo Elephant Park? Welche Tiere sind dir begegnet und warst du bei den Sanddünen?
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Weitere Infos dazu

 

Zum Abschluss gibt es wie üblich die Galerie mit den schönsten Fotos aus dem Addo Elephant Park:

 

 

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