Bali Reiseroute – der ruhigere Osten [Gastbeitrag]

Bali Reiseroute

Bali ist ein ungebrochen beliebtes Urlaubsziel, und die Besucherzahlen steigen von Jahr zu Jahr.
Und wen wundert das auch, denn schließlich ist die kleine Insel so abwechslungsreich, dass jeder was zu tun findet. Von Tauchen über Surfen, von Feiern zum Relaxen, von Strand bis Urwald; dazu kommen nette Einheimische, eine lebendige Kultur und nicht zuletzt die relativ guten Preise die auch einem mittelgroßen Budget viel bieten können. Bali ist deswegen auch lange kein Geheimtipp mehr, und Routen abseits der Touristenmassen gibt es schlicht und einfach nicht. Trotzdem kann man dem großen Trubel relativ einfach entgehen.

Christian schreibt für nachbalireisen.de, hat 2 Monate auf Bali verbracht, und ist der Meinung, dass der Osten Balis wunderbar ist, um einen relaxten Urlaub auf Indonesien zu verbringen. Hier könnt Ihr lesen welche Bali Reiseroute empfehlenswert ist:

 

 

1. Weg aus Kuta

Man liest oft das Kuta nur zum Feiern und Surfen taugt und man für die ersten Nächte besser auf die umgebenden Ziele wie Seminyak oder Legian ausweichen soll. Das stimmt prinzipiell, aber auch diese Orte fügen sich nahtlos an Kuta an, man merkt eigentlich kaum wann man Kuta verlässt und im Nachbarort ankommt.
Auf der anderen Seite der Insel, gar nicht weit weg vom Flughafen, liegt Sanur und ist eine gute Wahl als erste Station für 1-2 Nächte. Sanur hat den Ruf eher etwas für ältere Reisende und Familien zu sein, und deswegen ist es hier auch relativ (wohl gemerkt- relativ) ruhig. Es herrscht eine prima Infrastruktur, da in Sanur der internationale Tourismus auf Bali seinen Anfang genommen hat, es gibt große Hotels und viele kleinere Anlagen für jeden Geldbeutel, außerdem eine schöne Strandpromenade.
Für Sportler: Surfen kann man hier als Anfänger nicht! Wer nicht gleich in den Osten fahren will sollte sich als ersten Aufenthalt vielleicht Canggu überlegen – das liegt noch weiter entfernt von Kuta wie Legian und Seminyak, und wird vor allem von Surfern geliebt da es dort ein paar gute Breaks gibt. Alternativ kann man sich auch in den Süden auf dem Weg machen und auf der Uluwatu Halbinsel ein paar schöne ruhige Tage machen.

 

 

2. Nusa Lembongan – die Alternative zu den Gilis.

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Faktisch gehören die Gili Inseln (Gili Air, Gili Meno und Gili Trawangan) zu Lombok und stehen auf dem Plan der meisten Bali Reisenden. Die Inseln sind schön, keine Frage, ersticken aber vor allem in der Hauptreisezeit unter den Besuchern. Man bekommt kaum eine Unterkunft, wenn dann nur für überzogene Preise, und man kann zusehen wie die Besucherströme der schönen Natur zu schaffen machen.

Bali Reiseroute

Von Sanur aus in nur ca. 1 Stunde mit dem Boot zu erreichen, liegt Nusa Lembongan, eine Insel die man wärmstens als Alternative zu den Gilis empfehlen kann. Hier geht es authentisch zu, es gibt viele tolle Unterkünfte, schöne Strände, und noch etwas vom „echten“ Bali zu erleben. Es lässt sich gut surfen und hervorragend tauchen, man hat je nach Jahreszeit die Chance Mondfische und Rochen zu sehen! Die Insel ist auch bewohnt, Einheimische gehen traditionell der Algenernte nach, diese werden getrocknet ins Ausland verkauft. Polizei gibt es keine, deswegen gibt es auch keine Helme für die Roller. Was soll man dazu sagen? 🙂 Vorsichtig fahren vielleicht, weil eine Rollertour über das Inselchen ist unbedingt empfehlenswert!

 

 

3. Auf den Weg nach Nordosten – etwas Kultur gefällig?

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An der Ostküste gibt es zwar wenig idyllische Orte die zum Verweilen einladen, dafür kann man aber an einen Tag schön die Sehenswürdigkeiten abfahren. Zu sehen gibt es zum Beispiel die heilige Fledermaushöhle (goa lawah), den Wasserplast und die Gerichtshallen von Klungkung. Das lässt sich alles auf einen Tag mit einem privaten Fahrer erreichen, und mit der Fahrt nach Amed verbinden, wenn man frühzeitig losfährt.

 

 

4. Amed: schwarzer Vulkansandund tolle Unterwasserwelt.

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Im Nordosten der Insel liegt Amed, was eigentlich keinen Ort sondern eher einen Küstenstreifen von einigen Kilometern benennt.

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Hier geht es gemächlich zu, es herrscht weniger Verkehr, die Hotelanlagen weichen Homestays, die meisten Touristen sind auf dem Weg zu den Gilinseln. Der Hauptunterschied zum Süden der Insel ist hier der schwarze Strand, der aus Vulkangestein besteht. Wellen gibt es auch nicht viele, dafür eine umso schönere Unterwasserwelt – Weltbekannt ist z.B das Wrack der USS Liberty, einer der spektakulärsten Tauchspots der Insel und nicht weit von Amed entfernt.
Viele Tauchschulen gibt es hier, dafür umso weniger Discos und Bars. Ein schöner Ort um die Seele baumeln zu lassen.

 

 

5. Ubud

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Wem doch noch etwas nach Trubel ist, der sollte einen anderen Rückweg nehmen und über Ubud zurück an den Flughafen fahren. Ubud ist das kulturelle Herz der Insel und bei Reisenden sehr beliebt, deswegen alles andere als ruhig. Trotzdem hat sich die Stadt einen ursprünglichen Charakter bewahrt. Wenn man sich etwas außerhalb des Stadtkerns eine Unterkunft sucht merkt man gar nicht, dass man sich in einem der größten Orte der Insel befindet, so ganz umgeben von Reisterrassen und Palmenwäldern. In Ubud gibt es dann z.B. den Affenwald, Galerien, und vieles mehr zu bewundern, sowie einiges an Ausflügen zu unternehmen.

 

 

Gut zu wissen

  • Einer der Hauptfaktoren der die Besucherströme beeinflusst ist sicher die Zeit zu der man fährt. Als die beste Reisezeit für Bali empfiehlt sich nicht die Hochsaison (August bis Mitte September), sondern kurz davor oder danach (Juni-Juli, oder ab Ende September). Neben der geringeren Anzahl an Touristen gehen so auch die Preise etwas nach unten.
  • Ein Visum braucht man für Bali Aufenthalte von bis zu 30 Tagen nicht mehr (Stand 2016).
  • Die medizinische Versorgung, vor allem an den abgelegenen Orten in Bali, ist nicht gerade der Hit. Wegen der vielen freilaufenden Hunde sollte man unter anderem eine Tollwutimpfung in Erwägung ziehen.
  • Bali verändert sich schnell. Es wird gebaut und gebaut. Bei Hotelbuchungen ist es ratsam bei kurzfristigen Reisen einen Blick in die letzten Bewertungen zu werfen ob nebenan gerade Baustelle ist. Generell empfehlenswert für ruhigere Nächte ist eine Unterkunft abseits der Hauptstraßen.
  • Auf Bali bewegt man sich am einfachsten mit einem privaten Fahrer fort. Klingt teuer, ist aber in Ordnung, wenn man es sich teilt. Meist werden 40-50 USD für den einen Tag verlangt, was ausreichend Zeit ist, um einmal über die Insel von Süd nach Nord zu fahren und eventuell noch an ein paar Sehenswürdigkeiten mit zu nehmen.
  • Guidebooks gibt es viele, hier findest Du einen kleinen Überblick über aktuelle Bali Reiseführer.

 

 

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