Nur für Schwindelfreie – Angels Landing Trail im Zion N.P.

Angels Landing - Zion Nationalpark

Einer der aufregendsten Wanderwege oder „trails“ in den USA befindet sich meiner Meinung nach im schönen Zion Nationalpark in Utah.

Nachdem der Park im Süden Utahs liegt, ist dieser relativ gut zu erreichen, z.B. von Las Vegas aus und entsprechend auch recht beliebt.

Der Zion Nationalpark ist ganzjährig rund um die Uhr geöffnet und kostet 30$/Auto.
Wer bereits einen Nationalpark-Jahrespass („America the beautiful“ – 80$) hat, der zahlt natürlich nichts extra.

 

Zum Übernachten hat man die Wahl zwischen den 2 Campingplätzen und der Zion Lodge:

Beide Campingplätze liegen kurz hinter dem Eingang (von Springdale kommend).
Der South Campground lässt sich nicht vorher reservieren (first come first serve), während man beim Watchman Campground vorher reservieren kann (s. hier) und auch sollte, wenn möglich.

Als wir in der Hauptsaison (August) am späten Nachmittag ankamen, waren nur noch ein paar wenige Plätze auf dem South Campground verfügbar.
Beide Campingplätze kosten 16$ für einen Zelt-Stellplatz.

 

Der Park hat wie üblich eine große Auswahl an Wanderwegen, über die man sich vorher im Visitor Center informieren kann.

Neben ein paar anderen Trails, die ich hier bereits gelaufen bin, ist vor allem der „Angels Landing“-Trail besonders beeindruckend und auch ein wenig abenteuerlich.
Ich denke, dieser Wanderweg ist (neben den „Narrows“) auch der bekannteste im Zion Nationalpark.

 

Angel’s Landing Trail – Auf zu neuen Höhen

So wird der Wanderweg in der Informationsbroschüre beschrieben:

„Lange Abhänge und enger Weg. Bei Höhenangst nicht zu empfehlen. Die letzte
800 m folgt einem steilen, engen Grat.“

Die Wanderung ist ansonsten 8,7km lang, überwindet 453 Höhenmeter und dauert etwa 4 Stunden.
Ich glaube, wir waren in etwa 3,5 Stunden durch.

Der Weg ist vormittags/früh zu empfehlen, wenn es beim Aufstieg noch nicht so heiß ist.
Um zum Beginn des Trails zu kommen, muss man übrigens die regelmäßigen Shuttlebusse vom Visitor Center in Anspruch nehmen, da die Straßen zu den meisten Trails im Sommer mit dem privaten PKW nicht zugänglich sind.
Startpunkt ist die Haltestelle „The Grotto„.

Na gut, angekommen am Trailhead beginnt nun erst einmal der leichte Teil der Wanderung, da man zunächst noch am Fluss entlang läuft.
Nach kurzer Zeit kann man bereits das Ziel sehen, nämlich den großen Felsen, auf den man beabsichtigt zu „klettern“. Klettern ist an manchen späteren Stellen eigentlich tatsächlich der richtige Begriff.

 

Angels Landing - Zion Nationalpark

Nach der gemütlichen ersten Strecke geht es, am Rande des Felsens, allmählich hoch, was nach den erstem Aufstieg (siehe nächstes Bild) schließlich in einer Vielzahl (21 Stück) an mühsamen Spitzkehren endet (siehe übernächstes Bild), die erklommen werden müssen.

Angels Landing - Zion Nationalpark

Angels Landing - Zion Nationalpark
„Walter’s Wiggles“ – Spitzkehren

Nun hat man aber die Hälfte geschafft und befindet sich quasi am Beginn des Felsens, der lang und relativ schmal ist.

Angels Landing - Zion Nationalpark

Wie schon in der Kurzbeschreibung erläutert, ist der nun beginnende Teil der Wanderung nicht unbedingt für Leute mit Höhenangst geeignet.

Denn ab nun geht es teils an sehr engen Abschnitten entlang, wo der Abgrund links und rechts nur wenige Meter entfernt ist und man sich ab und zu an Ketten festhalten muss, die am Stein befestigt sind.

Viele Plateaus bzw. Aussichtspunkte sind auch nicht gesichert, sodass man zwar uneingeschränkte Aussicht hat, aber auch uneingeschränkt hunderte Meter in die Tiefe fallen könnte, wenn man es drauf anlegt.

Für Abenteurer, wie mich und Kletterlustige ist dieser Teil des Wanderweges aber sehr interessant.

So hangelt man sich immer weiter höher und weiter, um sich dem Ziel, dem Plateau ganz oben zu nähern, auf dem man später mit einer grandiosen Aussicht belohnt wird.

Nach einiger Zeit und ein paar Kletteraktionen später, erreicht man schließlich und endlich den höchsten Punkt des Felsens und des Wanderweges:

Den „Landeplatz der Engel“ oder auch „Angel’s Landing“.

Von hier aus hat man eine super Aussicht über einen großen Teil des Zion Nationalparks.
In einer Richtung schaut man durch eine Art grünen Korridor, der sich durch die roten Felsen des Zion bahnt.

Angels Landing - Zion Nationalpark

In der anderen Richtung sieht man noch einmal schön, wo man da genau hochgelaufen ist und wie es unter einem so aussieht.

Angels Landing - Zion Nationalpark

Oben angekommen kann man sich ruhig Zeit lassen, die Aussicht genießen bzw. einfach mal Pause machen.

Die Strecke nach unten führt über den selben Weg wieder zurück, wobei man es nicht unbedingt einfacher hat, was die schwierigen und engen Stellen angeht.
Dennoch ist es eigentlich recht einfach machbar und nach etwa 1-1,5 Stunden ist man wieder zurück am Startpunkt.
Allerdings mit einer schönen Wandererfahrung mehr, welche einen Besuch des Zion Nationalparks auf jeden Fall wert macht.

 

Zum Schluss gibt’s nun wie üblich die ganze Bildergalerie zum Trail:

 

 

 

Warst du auch schon einmal im Zion Nationalpark oder hast sogar den Angel’s Landing Trail gemacht?
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