Death Valley – Im Tal des Todes bei 47°C und mehr

Death Valley

Steine, Sand, Wüste und unmenschliche Temperaturen. Wer will da schon hin?

Das Tal des Todes oder Death Valley klingt aufs Erste nicht wirklich einladend. Wer aber einmal dort war, im „Land der Extreme“, der wird schnell erkennen, dass Amerikas trockenster und heißester Nationalpark doch seine eigene Schönheit hat.
Viele zählen das Death Valley sogar zu den Favoriten ihrer besuchten Nationalparks.
Auch ich begab mich bereits zweimal freiwillig in dieses „Hitzeloch“.

 

Death Valley – Anfahrt

Das Death Valley befindet sich im Grunde an der Grenze zu Nevada, liegt aber in Kalifornien.
Von Las Vegas aus ist es nicht allzu weit (ca. 1,5h Fahrt) und ich kam beide Male aus dieser Richtung in den Park gefahren (über den Highway 190).
Nach dem Parkeingang gibt es ein Häuschen, an dem man sich die Infobroschüren nehmen kann und den Eintritt (20$) bezahlt, sofern man keinen Nationalpark-Jahrespass („America the beautiful – 80$) besitzt.

 

Death Valley – Zabriskie Point

Der erste Stopp, den die meisten Besucher einlegen ist am Zabriskie Point, welcher sich, auf der Fahrt durch den Park, am Anfang befindet. Ab dem Eingang des Parks geht es erst mal abwärts, schließlich gelangt man später noch auf unter Meereshöhe.

Der Zabriskie Point ist ein schöner Aussichtspunkt mit einer Rundumsicht auf eine interessant geformte Gesteinslandschaft, welche den sehr kurzen Aufstieg lohnenswert macht. Wer im Sommer, wie wir, unterwegs ist, wird hier auch bereits den ersten Hitzetest über sich ergehen lassen, da es hier um die Zeit meist über 40°C hat und in Kombination mit dem kleinen Aufstieg, wird es dann schon ein wenig heiß.

Death Valley

 

Death Valley – Badwater Basin

Bereits nach dem Zabriskie Point nähert man sich einem Highlight des Parks. Naja, Highlight vielleicht weniger aus landschaftlicher Sicht, sondern vielmehr aufgrund der Tatsache, den tiefsten Punkt Nordamerikas zu erreichen.

Ab hier wird es nun auch besonders heiß im Sommer. Da ich das Death Valley nur im Sommer kenne, kenne ich diese Stelle eben auch nur als unglaublich heiß.

Angekommen am Badwater Basin, wie sich dieser Teil des Valleys nennt, stieg das Thermometer letztes Mal auf 47°C.
Eine Temperatur, die ich zuvor noch nicht erleben durfte und ehrlich gesagt hält man es dabei auch nur ein paar Minuten aus, vor allem in der Sonne.
Dennoch haben die meisten (uns eingeschlossen) Lust, sich erst einmal in Richtung Salzwüste zu begeben und ein paar (hundert) Meter in dieser Hitze zu laufen. Vielleicht auch um sich selbst zu testen.
Der Hitze- und gleichzeitig auch Weltrekord liegt im Death Valley übrigens bei 56,7°C.

Death Valley

Badwater Basin heißt dieser Bereich übrigens, da es hier zwar tatsächlich etwas Wasser gibt (ein paar größere Pfützen, zumindest im Sommer). Dieses Wasser ist allerdings aufgrund des Salzes, das sich hier überall befindet und aus dem dieser Boden hier größtenteils besteht, ungenießbar („Bad Water“).

Wer diesen kleinen Ausflug gemacht hat, wird erst einmal froh sein, wieder in das klimatisierte Auto zurück zu kehren.
Viel mehr macht der gewöhnliche Besucher im Sommer auch nicht, außer mit dem Auto von Punkt zu Punkt fahren und kurz auszusteigen.
Grundsätzlich gibt es aber natürlich auch hier einige, sicherlich schöne Wanderwege, die man aber besser im Herbst oder Frühling in Erwägung zieht.

 

Death Valley – Devil’s Golf Course

Verlässt man das Badwater Basin und fährt die Straße weiter, erreicht man bald die Abzweigung, die zum sogenannten Devil’s Golf Course führt. Eine Schotterstraße später ist man dann auch da.
Hier ist man quasi umgeben von zerklüfteten und spitzen Salzformationen, von denen auch der Name kommt („Nur der Teufel könne auf diesem Platz Golf spielen“).
Wenn man eine Weile an den Salzstrukturen steht, hört man ab und zu das Knacken der Salzkristalle, aufgrund der Hitze.

Death Valley

 

Death Valley – Mesquite Flat Sand Dunes (Stovepipe Wells)

Wer die reguläre Route durch den Park weiterfährt, kommt zunächst am Ort „Furnace Creek“ vorbei.
Dies ist quasi der Hauptort, mit 2 Campingplätzen, Lodge, Flugplatz und verrückterweise auch einem Golfplatz (auf dem man im Sommer aber sicherlich nicht spielen möchte).
Außerdem, soweit ich mich erinnere, eine Tankstelle. Allerdings sollte man es vermeiden, dort zu tanken, da die Preise doppelt so hoch sind, wie normalerweise.

Nach Furnace Creek folgt man in der Regel der Straße und kommt kurz vor dem zweiten „Ort“ (Stovepipe Wells) an einem Parkplatz vorbei, der einen Zugang zu den sogenanten Mesquite Flat Sand Dunes ermöglicht.

Dies ist ein großes Gebiet aus wunderschönen Sanddünen in verschiedenen Farben und Variationen.
Ganz so heiß wie im Badwater Basin ist es hier auch nicht mehr, sodass ein kleiner Ausflug auf die Dünen durchaus machbar ist. In den kühleren Jahreszeiten kann man sich hier natürlich umso länger aufhalten.
Leider sind die meisten Bilder davon im letzten Urlaub abhanden gekommen. Daher habe ich nur ein paar wenige aus 2o12.

Death Valley

Nach dem Besuch der Mesquite Flat Sand Dunes geht es bereits in Richtung Parkausgang, wenn man nicht woanders noch einen Zwischenstopp einlegt.

Ab hier geht es nun auch wieder kontinuierlich aufwärts von etwa 0m auf über 1000m Höhe. Während der Fahrt aus dem Park heraus hat man aber noch einmal einige schöne Ausblicke auf die Landschaft des Death Valleys.

Death Valley

 

Dies war ein kleiner Ausschnitt einiger schönen und populären Dinge, die man im Death Valley Nationalpark machen und besichtigen kann.
Auch ich habe aber hier noch lange nicht alles entdeckt, insbesondere die Wanderwege, die man eigentlich nur bei kühleren Temperaturen auf sich nehmen will.

Beliebte Trails im Frühling sind zum Beispiel der Wildrose Trail.
Interessant ist wohl auch der Mosaic Canyon, der sich in der Nähe von Stovepipe Wells befindet.

Was außerdem sehr sehenswert sein kann, wenn auch nicht ganz einfach und vor allem schnell zu erreichen, sind die Eureka Sand Dunes oder das Naturphänomen der sich bewegenden Steine auf dem „Racetrack“.

Wer also etwas mehr Zeit, als nur einen Nachmittag hat, der sollte sich ruhig aufmachen und ein paar der „off the path“-Ziele ansteuern, vor allem außerhalb der Sommermonate.

 

Wie üblich gibt es zum Schluss aber wieder die Impressionen aus meiner Bildersammlung:

 

 

 

Warst du auch schon einmal im Death Valley? Hast du noch mehr Tipps, was man hier gesehen/erlebt haben sollte? Schreib doch in die Kommentare!

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