Mammutbäume und Gletscher im Yosemite Nationalpark – Alle wichtigen Infos!

Glacier Point, Yosemite
Der Yosemite Nationalpark in Kalifornien ist einer der beliebtesten Parks in den USA. Im Beitrag erzähle ich von einigen interessanten Sehenswürdigkeiten. | Yosemite National Park | Red trees | Mariposa Grove | Sentinel Peak | Camping | Roadtrip USA

4 Millionen – So viele Menschen besuchen jedes Jahr den Yosemite Nationalpark, um sich an der schönen Natur dieses riesigen Nationalparks in Kalifornien zu erfreuen.
Kein Wunder, schließlich ist dieser mit dem Auto sehr gut zu erreichen und deshalb v.a. auch für Wochenendausflügler, sowohl aus den Metropolregionen von Los Angeles, als auch San Francisco, interessant.

Wer daher vor hat, in der Hauptsaison bzw. Ferienzeit im Juli und August hierher zu kommen, muss sich auf regen Betrieb einstellen, zumindest an den angesagten Punkten, wie dem Glacier Point oder dem Tunnel View, die mit einer hervorragenden Aussicht hervorstechen.

Auch ich war hier bereits Ende August zu Besuch.
Wer ein wenig abseits der typischen Touristenpfade geht, lässt allerdings 90% der anderen Touristen zurück.

Problematisch sind dann auch die Übernachtungsplätze. Es gibt zwar 13 Campingplätze im Yosemite, allerdings sind diese in der Hauptsaison gerne mal alle voll, sodass man entweder reservieren sollte oder sich möglichst zu Beginn des Tages einen Stellplatz per first come, first serve sichert.

 

Yosemite Nationalpark – Informationen

Yosemite Nationalpark

 

  • Informationen zu den Campingplätzen und den Reservierungsmöglichkeiten gibt es hier.
  • Wer lieber in den Lodges übernachtet, kann sich hier umsehen (Reservierung in Hauptsaison auf jeden Fall frühzeitig erforderlich).
  • Der Eintritt in den Park ist regulär 30$ (sodass sich der Annual Pass für alle Nationalparks für 80$ mal wieder sehr lohnt).
  • Broschüren zum Park gibt es in zahlreichen Sprachen, auch in deutsch. Diese werden am Eingang ausgehändigt.
    Wer sich das vorher schon anschauen möchte, kann sich die Broschüre auch hier herunterladen.
  • Außerdem sehr hilfreich für die Wahl der Wanderwege ist diese Übersicht mit allen Broschüren (in englisch) dazu, v.a. auch die Übersicht über das Yosemite Valley.
  • Der Park hat vier Eingänge. Vor allem bekannt ist der schöne Tioga Pass, welcher von Lee Vining aus startet (Osten). Ich bin beides Mal über diesen Weg in den Park gefahren, was aufgrund der Schönheit der Strecke unbedingt zu empfehlen ist.
    Der Pass steigt zwischendurch auf ca. 3000 m an. Beachten sollte man, dass diese Strecke nur im Sommer, von Juni bis Oktober befahrbar ist und in den übrigen Monaten gesperrt.

 

Ein Tag im Yosemite Nationalpark – Was gibt es zu sehen?

Yosemite Nationalpark

Wer, so wie wir, über den Tioga Pass in den Yosemite fährt, sollte für diese Fahrt schon ein wenig Zeit einplanen und den ein oder anderen Zwischenstopp machen. Bergseen, Wälder, Aussichtspunkte – Orte, an denen man nicht immer nur vorbei fahren sollte.

Die Strecke bis ins Yosemite Valley ist dabei etwa 120 km lang und dauert entsprechend auch mind. 2 Stunden reine Fahrtzeit.

Yosemite Nationalpark

 

Yosemite Valley und Umgebung

Im Yosemite Valley  einmal angekommen, kann man sich über die Campingplätze/Lodges informieren, wenn man noch keine gebucht hat, die Wanderkarten anschauen (um z.B. zu einem der Wasserfälle zu laufen, welche v.a. im Frühjahr am meisten Wasser geben und daher sehenswert sind), bzw. sich überhaupt orientieren, was man alles sehen und tun möchte.

Yosemite NationalparkWir sind damals auch zu einem der Wasserfälle gegangen. Da dies allerdings schon Anfang September war, kam hier leider nicht mehr allzu viel Wasser heraus.

Die größten Fälle sind die „Yosemite Falls„, welche nicht nur die höchsten des Parks sind, sondern auch die höchsten Nordamerikas (insgesamt 739 m, in 3 Stufen). Im Frühjahr also unbedingt sehenswert.

Vom Yosemite Valley sind dann auch zwei der beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Parks in Reichweite.

Auf dem Southside Drive fährt man vorbei am Bridalveil Fall und gelangt nach einer Kreuzung, auf der man in die Wawona Road abbiegt, zur wohl meist fotografierten Aussicht des Yosemite, dem Tunnel View.

Von dort erhält man den berühmten Ausblick der dichten Waldlandschaft, umgeben von hohen, massiven Granitfelsen. Parken ist manchmal ein wenig stressig hier und man sollte sich natürlich auf eine gewisse Menge an Selfie-schießenden Menschen einstellen.

 

Yosemite Nationalpark
Tunnel View

Fährt man die Wawona Road weiter, gelangt man irgendwann zur Abzweigung in Richtung des Glacier Points, der wohl höchsten, einfach befahrbaren Aussicht des Parks.

Die etwa 25 km lange Strecke führt über eine kurvenreiche und ansteigende Straße direkt zum Parkplatz des Glacier Point.
Hier herrscht dann doch immer ein gewisser Betrieb, schließlich lässt kaum ein Besucher diesen Aussichtspunkt aus.

Lohnenswert aber auf jeden Fall, schließlich erhält man neben der Aussicht auch einen schönen Überblick über einen großen Teil des Yosemite.

Yosemite Nationalpark

Hat man sich hier satt gesehen, neigt sich der Tag meist schon dem Ende zu, zumindest, wenn man erst morgens in den Park hineingefahren ist.

Wir sind anschließend direkt weiter zum Campingplatz in Wawona gefahren (in Richtung Südausgang). Wer hier einen weiteren Tag mit Wanderungen, usw. verbringen will, übernachtet nach Möglichkeit aber wohl eher in der Nähe des Yosemite Valley.

 

Yosemite – Mammutbäume bei Wawona

Yosemite Nationalpark

Ein weiteres Highlight im Yosemite Nationalpark ist der südliche Teil, genauer gesagt Wawona.
Dazu fährt man einfach die Wawona Road Richtung Süden weiter, bis man irgendwann am Wawona Campground entlang kommt.
Hier haben wir übernachtet (Reservierung ebenfalls erforderlich). Fährt man weiter, gelangt man irgendwann zum Visitor Center, wo sich auch Lodges, ein Supermarkt, usw. befindet.

Um die Mammutbäume zu sehen, fährt man allerdings noch ein Stück weiter, bis man an einer Kreuzung weiter Richtung „Mariposa Grove“ fährt (im Winter geschlossen).

Vom Parkplatz am Mariposa Grove führt anschließend ein schöner Rundweg an den teils riesigen Bäumen vorbei.

Yosemite Nationalpark
Grizzly Giant

Diese beeindrucken nicht nur durch ihre Höhe, sondern vor allem auch durch ihren Umfang.
Der größte Sequoia (wie diese Baumart auch genannt wird), welcher sich hier in der Maripoa Grove befindet, wurde einst „Grizzly Giant“ getauft.
Dieser hat einen Durchmesser von ca. 9 Metern am Boden, bei einer Höhe von 64 Metern und einem sagenhaften Alter von 2700 Jahren.

Bei über 500 Sequoias hier, gibt es aber natürlich noch viel mehr zu entdecken, beispielsweise den „Fallen Monarch„, ein umgestürzter Baum, dessen riesige Wurzeln herausragen.
Aus der Nähe betrachtet erkennt man dabei noch einmal die Dimension dieser Riesenbäume.

Der höchste Baum im Mariposa Grove und im ganzen Yosemite ist dagegen der „Columbia Tree“ mit ca. 88 Metern Höhe.

Neben Mariposa Grove gibt es übrigens auch noch andere Stellen im Park, an denen es Mammutbäume zu sehen gibt.
Zu nennen wären dabei Tuolumne Grove und Merced Grove (mehr Infos hier).

Wer genügend Zeit hat, kann auch noch die über 3 Stunden Fahrt auf sich nehmen und weiter südlich zum Sequoia National Park fahren.

 

Durch den Südausgang des Yosemite zurück

Nach der Übernachtung am Wawona Campground ging es für uns dann auch schon wieder weiter, in Richtung Südausgang und San Francisco. Sicherlich kann man in diesem Park aber auch einige Tage bleiben.
Nach einer mehrwöchigen Rundreise im Westen der USA hat man aber auch schon an anderer Stelle viele schöne Eindrücke gehabt, sodass auch ein kürzerer Besuch hier ausreichen kann.

Verlässt man den Park auf der Route 41 gen Süden, hat man es schließlich ähnlich weit nach San Francisco (ca. 320 km), als auch nach Los Angeles (430 km), sofern man einer (oder beiden) der Städte einen Besuch abstatten möchte.

 

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Weitere Infos dazu

Zum Schluss gibt’s wie üblich eine kleine Galerie mit den Bildern zum Yosemite Nationalpark:

4 Kommentare

  • Hallo Robin,

    ihr habt nach dem Besuch des Yosemite NP noch eine Nacht in San Francisco verbracht ehe euer Flug ging.
    Meinst du es ist problemlos machbar früh vom Yosmite NP direkt zum SFO zu fahren? Das sind ja doch noch einmal gut 200mi. Unser Abflug geht 15:00 Uhr.
    Bin mir nicht sicher wie gut man aus dem NP raus kommt und vor allem wie stark der Verkehr zum Flughafen ist.
    Danke schon einmal für die Antwort

    • Hallo Julian,
      um sicher zu gehen würde ich vermutlich nicht später als 8 Uhr am Yosemite aufbrechen. Über etwaige Straßensperrung, Baustellen o.ä. kann man sich über Google Maps ja vorher noch informieren. Ansonsten ist man gewöhnlich in gut 4 Stunden dort. Vor dem Flughafen hat man eigentlich keinen großen Verkehr und die Mietwagenabgabe ist in der Regel in 10 Minuten erledigt. Staus gibt es bei San Francisco oft vor den Mauthäusschen der Brücken, v.a. der Oakland Bay Bridge, aber da müsst ihr nicht rüber, daher sollte es gehen. Aus dem Nationalpark raus sollte es keine Probleme geben. Anstehen muss man manchmal eher bei der Einfahrt.

      Gruß Robin

  • Hi Robin,
    danke für deinen tollen Beitrag, der hilft mir bei meiner Planung für September gut weiter.
    Ich hätte aber noch eine Frage zu den Übernachtungen im Yosemite Park. An sich bin ich der Fan davon, nicht viel im Voraus fest zu buchen und eher da zu bleiben, wo es mir gefällt und die Tour sehr flexibel zu planen. Allerdings hab ich jetzt schon mehrfach gehört und gelesen, dass es in den National Parks unerlässlich ist, im Vorfeld zu reservieren. Wie ist deine Erfahrung hierzu? Du schreibst ja, dass du auf Campgrounds übernachtet hast. Konnte man sich dort auch Zelte und Schlafsäcke leihen oder hattest du das dabei? Danke schon mal und viele Grüße von Nürnberg nach Nürnberg 😉

    • Hallo Philipp,

      tatsächlich kommt man in den beliebteren Nationalparks nicht drum herum ein paar Wochen oder Monate im Voraus zu reservieren, wenn man in der Hauptsaison (z.B. August oder September) verreist. Im Yosemite kamen wir auch mal spontan an und mussten dann auf einem Campground irgendwo außerhalb übernachten. Ebenso z.B. am Grand Canyon.
      Meist gibt es aber wenigstens einen Campingplatz pro Nationalpark, der ein paar „first come first serve“ Plätze hat. Dazu muss man dann aber wirklich schon direkt am morgen dort sein, um sich einen Platz zu sichern.
      Zelt und Schlafsäcke kann man sich gewöhnlich nicht leihen. Zumindest ist mir das noch nie aufgefallen.

      Viele Grüße
      Robin

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