Krüger Nationalpark – Tipps, Infos und tolle Erlebnisse: 5 Tage auf Safari

Krüger Nationalpark Safari

Der Krüger Nationalpark – wohl eines der bekanntesten und beliebtesten Ziele in Südafrika. Nachdem wir den Tag vorher noch im Blyde River Canyon verbrachten, kamen wir am nun 3. Tag unserer Südafrika-Rundreise an den Toren dieses größten aller Nationalparks Südafrikas an.

Ganze 5 Nächte hatten wir für die Erkundung des mittleren und südlichen Teil des 350km langen und etwa 50km breiten Naturschutzgebiets eingeplant und uns dabei Übernachtungen in 2 verschiedenen Camps gebucht.

Da man sich am Anfang etwas schwer tut, überhaupt herauszufinden, welchen Teil des Parks man besuchen sollte und welche Camps sich am besten für eine Übernachtung eignen, gebe ich im Folgenden einige Tipps und Infos zum Krüger Park und den Vorbereitungen dafür.
Nicht zuletzt ist auch die offizielle Internetseite https://www.sanparks.org/parks/kruger, über welche alle Reservierungen laufen, nicht gerade besonders übersichtlich.

 

Vorbereitungen und Infos

Krüger Nationalpark – Welches Camp soll ich wählen?

Krüger Nationalpark Safari

Blick vom Rande des „Olifants“ Camp

Ehrlich gesagt fiel es uns relativ schwer zu entscheiden, wie wir unsere 5 Übernachtungen verteilen sollten und welche Camps empfehlenswert sind.
Grundsätzlich ist der Süden des Parks am beliebtesten.

Zum Einen ist dieser Teil einfach besser von Johannesburg und anderen (süd-)afrikanischen Reisezielen zu erreichen. Zum anderen ist die Dichte an Tieren anscheinend auch relativ groß.
Letztlich befinden sich im Süden (deshalb?) auch die meisten Camps.

HIER findest du schon einmal die offizielle Karte von SanParks, mit allen Camps und Gates/Eingängen.

Eine noch übersichtlichere und detailliertere Karte habe ich jedoch HIER gefunden.

 

Da wir vom nördlichen Teil des Blyde River Canyons kamen, lag für uns der mittlere Teil des Krüger Parks gut auf der Strecke, sodass wir in den Park durch das „Phalaborwa Gate“ fuhren.

Die 2 Camps für die wir uns entschieden, waren das „Olifants Camp„, welches sich so ziemlich in der Mitte des Parks befindet und das „Pretoriuskop Camp“ im Südwesten.

 

Olifants Camp:

Für das Olifants, als eines der mittigen Camps, entschieden wir uns aufgrund der guten Bewertungen und der außergewöhnlichen Lage. Denn vom Camp aus hat man eine wunderbare Aussicht auf die weite Steppe und dem, direkt unter dem Camp verlaufenden, breiten Olifants River.

Im Vergleich war das Olifants Camp schon schöner als das Pretoriuskop Camp, aber auch um einiges teurer. Das klimatisierte Rondavel mit eigenem Bad hat 920 Rand gekostet (ca. 67€). Daher blieben wir hier nur 2 Nächte.

Wie die meisten Camps, ist dieses hier mit einem Shop und einem Restaurant ausgestattet. Eine Tankstelle gibt es auch.
Wie üblich werden auch sämtliche Game Drives/Safaris und „Walks“ (zu Fuß im Busch) angeboten.

 

Pretoriuskop Camp:

Das Pretoriuskop ist ein relativ großes Camp im Südwesten des Parks, in der Nähe zum Numbi Gate.

Hier kann man auch günstiger übernachten, nimmt aber dementsprechend auch geringeren Komfort in Kauf.
Unser klimatisiertes Rondavel (ohne Bad bzw. mit Gemeinschaftsbad) hat pro Nacht 494 Rand (ca. 35€) gekostet.
Wer kochen möchte, kann die Gemeinschaftsküchen (ohne Geschirr) nutzen.
Ein Shop, (Fast Food-)Restaurant und Tankstelle ist ebenfalls vorhanden. Game Drives werden auch wie üblich angeboten.

 

Transfer zwischen den Camps:

Krüger Nationalpark SafariFür Die Fahrt vom Olifants bzw. von der Mitte des Krüger Parks sollte man einen ganzen Tag Zeit einplanen, zumindest wenn man es so angehen möchte, wie wir.
Wir sind erst um 10 Uhr vormittags losgefahren und (auch) aufgrund einiger gesperrten Straßen und den damit verbundenen Umwegen haben wir es nicht einmal bis Gate Schließung (siehe Tabelle hier unter „Gate Hours“) geschafft. Natürlich sind in die Fahrtzeit auch sämtliche „Wildlife Viewing“ Stopps, Mittagspause, etc. eingerechnet.
Da wir „erst“ 25 Minuten zu spät waren, wurden wir aber noch ohne große Probleme hineingelassen.

 

„Braai“ – Südafrika und sein BBQ

Südafrika ist eine Grill/BBQ-Nation. Deshalb gibt es z.B. in den Camps vor jedem Rondavel einen Grill, was hier auch allabendlich genutzt wird. Auch die Shops in den Camps sind überwiegend mit Grillsachen und Grillfleisch/Gemüse, etc. ausgestattet. Wer also gerne grillt, sollte sich Geschirr und sonstige Notwendigkeiten vorher mitnehmen. Da wir letztlich auch auf den Geschmack kamen hier zu grillen, aber kein Besteck mitgenommen hatten, mussten wir alles hier kaufen, was eigentlich nicht nötig gewesen wäre und ein wenig ärgerlich war.

 

Passendes Camp finden und reservieren:

Da ich nur in diesen beiden Camps war, kann ich natürlich nur davon berichten.

Auf dieser Seite habe ich allerdings noch eine ganz nette Übersicht über alle weiteren Camps gefunden, an der man sich orientieren kann. Ansonsten kann man auch versuchen, sich auf der offiziellen Seite von SanParks hier über die Camps zu informieren. Ist aber alles etwas unübersichtlich.

Um eine Übernachtung in einem der Camps zu reservieren, muss man (soweit ich weiß) immer über die offizielle Seite von SanParks gehen.
Es empfiehlt sich auch, dies frühzeitig zu tun, da man dann mehr Auswahl hat und die Camps zur Hauptsaison schon auch mal ausgebucht sein können.

Das ganze Reservierungssystem ist meiner Meinung nach eine Katastrophe, daher ein paar Tipps und Links zum Vorgehen:

  1. Bevor man sich irgendwelche schönen Bungalows o.ä. aussucht und in den „Warenkorb“ legt, sollte man sich erst registrieren, denn das System kann den Warenkorb nach der Registrierung nicht übernehmen und die ganze Auswahl geht flöten.
  2. Registrieren kann man sich unter diesem Link (die 2 Häkchen erst setzen). Beim Namen muss man aufpassen, denn in das Feld „Initials“ soll eigentlich der Vorname kommen, nicht die Initialen. Surname ist wie üblich der Nachname.
  3. Wenn man sich registriert hat, geht man auf „Book accomodation“ und wählt das gewünschte Camp aus. Da sieht man dann wenigstens mal eine ganz praktische Übersicht, an welchen Tagen welche Unterkünfte im Camp frei sind.
    Dort wählt man schließlich das gewünschte aus. Im nächsten Fenster wird dann auch abgefragt, ob man die sog. „Conservation Fee“ bereits zahlen möchte. Das würde ich aber nicht empfehlen, denn erstens kann man diese Gebühr auch vor Ort zahlen. Zweitens ist man von der Gebühr als Inhaber einer „Wild Card“ (dazu gleich mehr) sowieso von befreit und hätte diese dann hier umsonst gezahlt.
  4. Beim Checkout bzw. „Kasse“ gibt man noch seine Kreditkarte, usw. an und führt die Buchung durch.
    Bei einer anderen Buchung von mir auf SanParks gab es hier anschließend eine Fehlermeldung, so als ob meine Kreditkarte nicht funktioniert hätte.
    Dann heißt es jedoch: Kurz abwarten und lieber erst E-Mails checken, bevor man seine Kreditkarte 2x belastet. Denn – oh Wunder – trotz der Fehlermeldung ging meine Buchung damals durch, was ich später nur anhand der Bestätigungs-Email gesehen hatte.

 

Krüger Nationalpark Safari

Wild Card für den Krüger Nationalpark kaufen?

Beliebt bei vielen Reisenden ist die sogenannte „Wild Card„, sozusagen ein Nationalpark-Pass, welcher alle Eintrittsgebühren (bzw. „Conservation Fees“) der staatlichen Parks in Südafrika deckt.

Vorweg: Alleine für den Krüger Nationalpark lohnt sich ein Kauf der Karte meistens noch nicht, es sei denn man bleibt dort mindestens 6 Nächte. Wer aber eine mehrwöchige Rundreise durch Südafrika macht, sollte über einen Kauf nachdenken.
Nachdem der Krüger (soweit ich weiß) der teuerste Park ist (zurzeit 304 Rand pro Tag) lohnt sich die Wild Card vor allem dann, wenn man hier mehrere Nächte bleibt, so wie wir.

 

Für wen lohnt sich die Wildcard am meisten?

Am meisten lohnt sich die Wildcard für Familien, da diese zurzeit 4130 Rand kostet und bis zu 2 Erwachsene und 3 Kinder deckt.
Für Paare bzw. 2 Personen lohnt sich die Wildcard auch öfters noch (zurzeit 3455 Rand).
Wer alleinreisend ist, für den lohnt sich die Wild Card nur dann, wenn man auch relativ oft noch in anderen Parks unterwegs ist (2210 Rand). Wäre ich allein gereist, hätten sich die Kosten der WildCard bei 2210 Rand am Ende der Reise nur amortisiert.

Insgesamt hatten wir mit der Couple Card aber etwa 500 Rand (ca. 35€) pro Person gespart auf unserer 3,5-wöchigen Rundreise.

Wer sich unsicher ist, aber schon ungefähr weiß, wo er in Südafrika überall herumkommt, kann die Gebühren aller Parks hier ansehen.

Die aktuellen Kosten der WildCard siehst du hier.

 

Wie kauft man die WildCard?

Kaufen kann man die WildCard entweder vor Ort an den meisten Gates des Krüger Parks oder online.

Um die Karte online zu bestellen, geht man wieder auf die Seite von SanParks (hier) und bestellt diese.
Die Karte kommt dann per Einschreiben zu dir nach Hause. Sollte die Karte nicht rechtzeitig vor Reiseantritt da sein, ist das aber wohl auch kein Problem, da man dann einfach die Bestätigung, welche man per E-Mail erhalten hatte, ausgedruckt mitnehmen kann. Vor Ort wird dann anhand dessen eine neue Wild Card ausgestellt.

 

 

Krüger Nationalpark – Beste Reisezeit und Malaria-Prophylaxe?

Krüger Nationalpark Safari

Krüger Nationalpark in der „grünen“ Jahreszeit im März

Gute Infos zur besten Reisezeit findest du hier.

Grundsätzlich und grob gesagt: Im südafrikanischen Sommer (Oktober bis März) ist es heißer und feuchter und der Krüger Park ist sehr grün. Tiere lassen sich nicht ganz so gut sichten, aufgrund des dichteren Busches. Dennoch haben wir  in dieser Zeit einige Tiere gesehen, wenn auch leider keine Raubkatzen (Löwe, Gepard, Leopard, etc.).

Im südafrikanischen Winter (April bis Mitte Oktober) regnet es nur selten und die Vegetation ist viel trockener und der Busch weniger dicht. Außerdem sichtet man Tiere häufig an den wenig verbliebenen Wasserstellen. So gesehen ist diese Zeit ein wenig besser, um Tiere zu sichten.

Das Malaria-Risiko ist im südafrikanischen Sommer wesentlich ausgeprägter, als im südafrikanischen Winter.

Deshalb haben wir auch Malaria-Prophylaxe (Malarone bzw. Atovaquon-Proguanil) eingenommen. Stechmücken habe ich aber tatsächlich fast keine gesehen, auch abends kaum.
Ich persönlich würde daher im südafrikanischen Winter, wenn das Risiko eher gering ist, keine Prophylaxe mehr einnehmen, schließlich ist das Zeug auch nicht unbedingt gesund. Nebenwirkungen habe ich dabei aber keine gespürt.
Malaria-Prophylaxe für den Notfall dabei zu haben (das Mittel, welches ich dabei hatte, konnte auch für akute Infektionen verwendet werden), ist aber dennoch nicht verkehrt.

 

Hunderte Kilometer durch den Krüger Park mit Mietwagen und auf Game Drives

Krüger Nationalpark Safari

5 Tage haben wir uns für die Erkundung des Krüger Parks Zeit genommen, was ich auch empfehlen kann. Ich denke, um ein Teilgebiet des Krügers (z.B. den Süden) kennenzulernen sind 2 Nächte das Mindeste. Wenn man dann auch ab und zu an Game Drive Safaris teilnehmen will, empfiehlt es sich, noch etwas mehr Zeit einzuplanen.

Gestartet haben wir, wie erwähnt, im Olifants River Camp und sind dabei durch das Phalaborwa Gate in den Park gefahren.

Fahren darf man im Park übrigens maximal 50 km/h auf den Asphaltstraßen und 40km/h auf den Schotterstraßen. Hat man es nicht gerade eilig hat, ist das auch mehr als schnell genug, wenn man währenddessen noch Ausschau nach Tieren halten will. Es werden des Öfteren Geschwindigkeitskontrollen gemacht.

Es ist schon ein interessantes Gefühl, wenn man plötzlich in der „Wildnis“ unterwegs ist, nicht aus dem Auto aussteigen darf und mit sämtlichen Wildtieren zu rechnen hat.

Und tatsächlich begegneten wir wenige Minuten später bereits dem ersten Elefant, welcher am Wegesrand stand.

Auf den weiteren 85km die es vom Parkeingang zum Camp war, war dies zwar der einzige Elefant, dennoch begegneten wir v.a. auch auf den Schotterstraßen noch vielen weiteren Spezies (Giraffen, Zebras, Affen, usw.)

Krüger Nationalpark Safari

Grundsätzlich würde ich auch empfehlen, eine Mischung aus Schotter-und Asphaltstraßen zu nehmen. Hier in der Mitte des Parks sind die Schotterstraßen auch noch ein wenig besser mit weniger Schlaglöchern. So hatte ich das zumindest empfunden. Außerdem ist man hier mehr für sich, da sich hierher weniger Leute verirren, als auf den Hauptstraßen.

Was die Fahrtzeiten angeht, braucht man eigentlich grundsätzlich (wesentlich) länger, als das was z.B. Google Maps angibt. Grob gesagt, kann man das 1,5-2-fache draufschlagen, je nachdem wie oft und lange man für Tiersichtungen anhält. Wir brauchten für die 85km etwa 3 Stunden.

Angekommen im Camp haben wir uns gleich einmal über besagte „Game Drives“, also quasi Safari-Touren informiert. Grundsätzlich gibt es immer folgende Touren, welche in der Regel ca. 3 Stunden dauern:

  • Morning Drive (Fahrt am sehr frühen Morgen, Start war bei uns 4:30, sodass man in der Dunkelheit startet und ca. 1 Stunde nach Sonnenaufgang zurückkommt)
  • Sunset Drive (Fahrt beginnt am Nachmittag, in der Regel 1 Stunde vor Sonnenuntergang)
  • Night Drive (startet noch später, wenn es bereits dunkel ist)
  • Morning Walk (Mit kleineren Gruppen geführte Wanderungen durch den Busch; Start zum Sonnenaufgang)
  • zusätzlich gibt es dann je nach Camp auch noch andere Optionen (z.B. Riverwalk am Olifants River oder Afternoon Walk, usw.)

Eine Übersicht über die Preise der einzelnen „Drives“ der jeweiligen Camps findest du übrigens hier.

Für den nächsten Morgen buchten wir daher gleich einen Morning Drive.

 

Game Drive im Krüger Nationalpark – Unsere erste Safari im Morgengrauen

Krüger Nationalpark Safari

Um 3.45 Uhr hat der Wecker geklingelt, da wir uns schon um 4.15 Uhr am Treffpunkt einfinden sollten. Nach wenig Schlaf so früh aufzustehen, war schon etwas hart, aber was soll’s.

Nach einer Einweisung durch den Ranger geht es los und wir stoßen kurz nach der Ausfahrt aus dem Camp auf ein paar Hyänen, welche auf der Straße liegen.
Diese Tiere, wie auch die meisten anderen Raubtiere, lassen sich, v.a. im Sommer fast nur zur Abend- oder Morgendämmerung oder bei Nacht blicken, da es dann (noch) nicht so heiß ist.

Krüger Nationalpark Safari

Ein paar gesichtete Antilopen später geht dann auch allmählich die Sonne auf. Zebras, Giraffen, ein Schakal und ein paar größere Vögel lassen sich noch sichten. Löwen & Co. suchten wir aber leider vergeblich.

Den restlichen Tag fuhren wir wieder mit unserem Mietwagen hinaus und erkundeten die zahlreichen Asphalt- und Schotterstraßen rund um das Olifants Camp.
In den Camps hängen übrigens immer Karten aus der Umgebung aus, wo aktuelle Tiersichtungen mit kleinen Magneten markiert werden können. Ich denke zwar, dass die Chance, ein seltenes Tier an einem Ort am Tag später wieder zu sichten genauso hoch ist, wie wenn man einfach so herum fährt. Dennoch kann man eventuell abschätzen, wo sich welche Tiere am ehesten herumtreiben.

 

Von Camp zu Camp im Krüger Park – Lange Fahrt zum Pretoriuskop Camp

Krüger Nationalpark Safari

Nach den 2 Nächten im Olifants Camp ging es nun weiter in das preisgünstigere Pretoriuskop Camp im Süden des Krüger Parks. Mit der 200km langen Strecke hatten wir uns viel vorgenommen für einen Tag. Laut Google Maps dauert die Strecke schon so 4,5 Stunden. Mit Pausen und Wildlife Stopps war klar, dass wir dafür den ganzen Tag brauchen würden. Tatsächlich, soviel sei vorweg gesagt, schafften wir es nicht mal pünktlich bis Gate Schließung um 18 Uhr. Trotz dessen wir erst um 10 Uhr losfuhren, dachten wir nicht, dass wir sogar fast in die Dunkelheit gerieten.

Auf der Strecke trafen wir nach einiger Zeit auf eine größere Elefanten-Herde, welche sich teilweise im Schatten versuchte, unterzustellen.

Krüger Nationalpark Safari

Es ist anfangs schon ein wenig unheimlich, wenn ein Elefant (als das größte landläufige Säugetier der Welt) neben dem Auto steht und man weiß, dass man bei einem Aufeinandertreffen den Kürzeren zieht. Soll ja schließlich schon vorgekommen sein.

Auf der weiteren Fahrt mussten wir feststellen, dass eine der Hauptstraßen, die wir nehmen wollten, gesperrt war. Dadurch mussten wir einen Umweg nehmen, der uns (aufgrund weiterer Sperrungen) sicherlich um die 50km mehr Strecke bescherte. Mit so etwas sollte man also immer rechnen.

Krüger Nationalpark Safari

Als die Sonne schon tiefer stand, trafen wir endlich auf die ersten Rhinos/Nashörner unseres Park-Aufenthalts, welche sich an einem Wasserloch aufhielten. Eigentlich waren wir zu dem Zeitpunkt schon zu spät dran und hätten uns aufgrund der bald schließenden Gates nicht mehr hier aufhalten sollen. Aber was soll man machen 😀

Krüger Nationalpark Safari

Mittlerweile war es bereits halb 6 und wir nahmen uns vor, nun ohne Unterbrechung weiterzufahren, um endlich im Camp anzukommen. Für ein paar Hyänen nahmen wir uns trotzdem noch kurz Zeit.

Die nun letzte halbe Stunde waren wir, außer ein paar Safari-Bussen, die einzigen verbliebenen Selbstfahrer auf der Straße. Am Camp angekommen, erhielten wir, wie zu erwarten eine kleine Ermahnung vom Ranger, der das nun verschlossene Tor überwachte. Der Einlass war, 25 Minuten nach Gate Schließung dennoch kein Problem.

 

Sunset Drive und Morning Walk im Krüger Nationalpark

Vom Pretoriuskop unternahmen wir, neben unseren Ausflügen auf eigene Faust, auch eine Safari am Abend und den „Morning Walk“ im Busch.

Einer der Gründe, weshalb man sich auch mal einen Game Drive gönnen sollte, sind die Infos, welche man vom Ranger über die Tier- und Pflanzenwelt im Krüger Park erhält. Während der Ranger unseres ersten Game Drives in der Hinsicht eher zurückhaltend war, erzählte uns dieser hier Einiges über das Verhalten der Tiere im Krüger Nationalpark. Vorteilhaft ist, wenn man dabei eher vorne im Safari-„Jeep“ sitzt.

Krüger Nationalpark Safari

Letztlich sahen wir auch hier leider keine Löwen oder dergleichen, aber die Fahrt war dennoch sehr interessant und entspannt.

Krüger Nationalpark Safari

Den Morning Walk absolvierten wir in einer kleineren Gruppe (ca. 6 Leute und 2 Ranger). Natürlich kennen die Ranger da schon ihre Wege und Gebiete, in denen man einigermaßen gefahrenlos gehen kann.
Trotzdem gibt es eine ausführliche Einweisung mit klaren Regeln und jeder der Ranger hat ein Gewehr mit dabei. Einsetzen mussten die beiden dieses aber bisher noch nicht.

In der Ferne entdecken wir nach einiger Zeit ein paar Giraffen. Ansonsten gab es wieder zahlreiche interessante Infos zu Pflanzen und Tieren.

Nach etwa 2 Stunden waren wir wieder aus dem Busch zurück am Auto. Auch wenn wir keinem Tier der Big Five hier näher kamen (was vielleicht auch besser so war), war dieser „Spaziergang“ im Busch eine interessante Erfahrung.

 

Abfahrt aus dem Krüger Nationalpark

Krüger Nationalpark Safari

Nach 5 erlebnisreichen Tagen verließen wir den Krüger Park durch das nahegelegene Numbi Gate. Nach einer kurzen Kofferraumkontrolle wurden wir hinausgelassen und fuhren schließlich weiter in Richtung unseres nächsten Ziels, den beeindruckenden Drakensbergen.

 

Hast du schon einmal den Krüger Nationalpark besucht? Welche Erfahrungen hast du dabei gemacht und welche Tiere sind dir begegnet? Erzähl doch in den Kommentaren davon!

Hat dir dieser Bericht und die Tipps gefallen? Ja? Dann bedanke dich doch mit einem „gefällt mir“ oder teile den Artikel 😉

 

Für deine Reisen empfehle ich dir außerdem die kostenlose VISA Kreditkarte der Santander, mit der du weltweit kostenfrei Bargeld abheben kannst und vieles mehr. Weitere Infos dazu Santander 1PlusCard

 

Zum Abschluss gibt es wie üblich die Galerie mit den Bildern aus dem Krüger Park:

 

 

 

 

2 Kommentare

  • Kerstin sagt:

    Auf der Suche nach einer Lösung für eine bezahlbare Safari bin ich auf deinen Blog gekommen und muss jetzt erst einmal ein großes Lob loswerden. Es tut mir richtig leid, dass du noch keine weiteren Kommentare hast. Du hast dir so viel Mühe gemacht, Text, Fotos, Tipps… alles perfekt!!!
    Ich glaube sogar, dass ich jetzt die Lösung meines Rätsels gefunden habe. Geschockt von den hohen Preisen in den Privatparks mit entsprechender Luxuslodges wird wohl eine Fahrt im Krüger und Addo meine Wahl sein. Unterkunft so wie du in den Camps. Ich DANKE dir 🙂

    • Robin sagt:

      Hallo Kerstin,

      danke für deinen netten Kommentar 😉
      Ja, man kann in den (Safari) Parks viel Geld lassen. Selbst die einfacheren Unterkünfte in den Rest Camps waren im Verhältnis zu anderen Unterkünften in Südafrika schon relativ teuer.
      Viel Spaß auf deiner Reise 😉

      Gruß Robin

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