USA Coast to Coast – Eine unvergessliche Reiseroute quer durch die Staaten (Teil 1)

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USA Coast to Coast – quer durch die Staaten.
Mittlerweile fast schon ein Klassiker unter den etwas längeren Roadtrips durch die USA.
2014 habe auch ich mir diesen Traum erfüllt und bin 12 Wochen oder knapp 3 Monate lang durch Nordamerika gereist, zusammen mit einem Mädel aus einer Reisepartnersuche.

Ob man von der Ostküste in den Westen startet oder umgekehrt, ist eigentlich relativ egal, es sei denn es ist von den Jahreszeiten her günstiger.
Wer z.B. im April startet, fängt vielleicht lieber im Osten mit Florida an, da dort dann die mitunter beste Reisezeit herrscht, während es in manchen Gegenden im Westen noch ein wenig kalt sein könnte. Die meiner Ansicht nach beste Reisezeit im Westen vom Klima her ist von Juli bis September, sofern man Wärme gut verträgt.

Wir sind damals Ende Juni gestartet mit einem Direktflug nach New York und sind die Route daher im Groben von Osten nach Westen gereist.

Im Folgenden möchte ich daher insbesondere von der Reiseroute berichten, die dem ein oder anderen bei der Planung eines ähnlichen Unterfangens helfen oder inspirieren kann.

Zu den meisten Reisezielen und Gegenden auf der Route habe ich bereits eigene Artikel/Berichte zu geschrieben, die ich hier daher dementsprechend verlinke.

 

 

USA Coast to Coast – Start in New York City (4-6 Nächte)

USA Coast to Coast Roadtrip

New York City – Manhattan overview from helicopter

Unser Flug ging nach NYC, was für die Ostküste ein guter Startpunkt ist, da sowohl nördlich, als auch südlich davon einige Ziele sind.

In diesem 2-teiligen Artikel habe ich bereits ausführlich über mehr als 1o Highlights in New York City berichtet, die man in mehreren Tagen in dieser Stadt erleben kann.

Wir blieben hier zunächst nur 2 Nächte, da wir im weiteren Verlauf der Route noch einmal für 4 weitere Nächte her kommen wollten.
Man kann aber auch gleich 4-5 Nächte bleiben (so viel würde ich für einen Aufenthalt in dieser vielfältigen und riesigen Stadt mindestens empfehlen).

 

 

USA Coast to Coast – größerer Abstecher nach Nordostkanada (2 Wochen)

USA Coast to Coast Roadtrip

Kanada ist zwar nicht die USA, aber von der Ostküste aus durchaus einen Abstecher wert. Manch einer macht auch nur einen Ausflug zu den Niagara Fällen von NYC aus.
Wenn man allerdings 3 Monate Zeit für einen Roadtrip hat, kann ich diesen „Umweg“ durchaus empfehlen.

Den Mietwagen für diesen kurzen Kanada-Roadtrip haben wir übrigens in Jersey City (andere Seite des Hudson River von Manhattan aus) geholt, da die Mietwagenpreise dort deutlich günstiger sind und man mehr Auswahl hatte, als in Manhattan.
Sollte man also vorher mal vergleichen. Um nach Jersey City zu gelangen, kann man die Metro durch den Holland Tunnel nehmen.
Vermieter war Alamo (wie ich auch schon hier beschrieben habe).

Von NYC ging es als erste Station zu den Niagara Fällen, weiter nach Toronto, ein paar Besuche in Nationalparks, bis in die Provinz Québec und anschließend von Québec City zurück über Boston und schließlich wieder nach New York.

Wie diese 2-wöchige Route im Detail aussieht, habe ich bereits in diesem Artikel beschrieben, in dem du auch genauere Details zu den einzelnen Zielen auf dieser Route erhältst.

 

 

USA Coast to Coast – Kleine Abstecher rund um NYC (3-4 Nächte)

USA Coast to Coast Roadtrip

Da wir von New York aus nach Miami geflogen sind, haben wir davor noch einen mehrtägigen Abstecher nach Washington D.C. und Atlantic City gemacht.

Der Umweg nach Washington bei über 360km einfache Strecke ist nicht zu unterschätzen, aber eigentlich gehört der Besuch der Hauptstadt schon dazu, schließlich hat diese auch einiges zu bieten.
Neben den typischen Sehenswürdigkeiten (Capitol, Weißes Haus, usw.) bzw. den Regierungsvierteln sind hier vor allem auch die zahlreichen (meist kostenlosen) Museen interessant.
Vom „National Air and Space Museum“ bis zum Natural History Museum findet sich hier eine ganze Palette an Museen zu verschiedenen Themengebieten.

Mindestens 2 Nächte sollte man hier schon bleiben (so lange blieben wir). Die Hotels in der Innenstadt sind in Washington D.C. ziemlich teuer. Wir haben daher in einem Vorort übernachtet (sogar in einem Best Western, was dann nur ca. 40€/Nacht gekostet hat) und mussten eben eine halbe Stunde reinfahren (gibt teils aber günstige Parkplätze in Washington, ab 5$/Tag).

Auf dem Rückweg nach New York haben wir noch einen Abstecher in die Spielerstadt Atlantic City unternommen.
Außer den Vergnügungseinrichtungen am Pier gibt es dort nicht allzu viel zu sehen und machen, denke ich.
Wer aber gerne in Casinos zockt und nicht bis Las Vegas abwarten will, der sollte sein Glück hier für 1-2 Nächte versuchen!

Nach dieser kleinen Runde rund um New York, flogen wir als nächstes Ziel auf dieser Reiseroute die südliche Ostküste an, also Florida.

 

 

USA Coast to Coast – Sonnige 2 Wochen in Florida

USA Coast to Coast Roadtrip

Mit einem Inlandsflug ging es von New York nach Miami. Bei der Anmietung des Leihwagens hatten wir das Glück, bei Alamo einen Ford Mustang Convertible (Cabrio) zu erhalten, welcher perfekt geeignet war, um den Sunshine State zu erkunden.
(Zumindest bis uns irgendwann ein Steinschlag auf der Windschutzscheibe mit nachfolgendem Riss einen Strich durch die Rechnung machte und wir das Auto in Orlando umtauschen mussten).

Von Miami ging es am nächsten Tag bereits direkt auf die Florida Keys, die südlichste Ecke des Landes, wo man gut und gerne 2-3 Nächte oder länger bleiben kann, um zu schnorcheln, relaxen oder den entspannten Lifestyle hier zu entdecken.
Nach einem anschließendem Besuch im schönen Everglades N.P., war Miami dran, wo 2 weitere Nächte auf dem Plan standen.
Ein reges Strand- und ein reges Nachtleben sind 2 Dinge, die man hier besonders vorfindet. Ansonsten konzentrieren sich die schönen Ecken Miamis eigentlich vor allem auf den Stadtteil „Miami Beach“, wo sich u.a. auch der berühmte Art Distrikt befindet.

Im weiteren Verlauf der Route durch Florida ging es eigentlich von einer Küste an die andere, wobei wir uns quasi nach Norden „vorgearbeitet“ haben.

Wie eine Route durch Miami im Allgemeinen aber aussehen kann, habe ich bereits in diesem Artikel beschrieben.

Statt wie in dieser Route gezeigt nach Miami zurück zu fahren, fuhren wir im Zuge des Coast to Coast Trips natürlich in Richtung Nordwesten Floridas, wo unser letzter Ort „Panama City Beach“ hieß, ein relativ entspannter Ort eigentlich, bei dem sich z.B. auch 2 State Parks befinden. Nur die Hotelpreise waren sehr teuer.

 

 

USA Coast to Coast – Über die Südstaaten gen Westen nach Texas (ca. 1 Woche)

Die nächsten Tage wurden nun etwas fahrlastiger, da wir relativ viel Strecke in nicht allzu viel Zeit zurück legten.
Nächster Stopp war New Orleans, was von Florida (Panama City Beach) etwa 500km entfernt ist.

 

New Orleans

USA Coast to Coast Roadtrip

Die Stadt am Mississippi ist natürlich berühmt für den Jazz und die „Leichtigkeit“ bzw. die Lebensfreude, welche hier vorherrschen soll.
Schließlich wird New Orleans auch als „The Big Easy“ bezeichnet.

Erwähnenswert für einen Besuch in New Orleans ist unter anderem das French Quarter, welches vom französischen Markt (French Market) bis zur Bourbon Street (welche sich allabendlich in eine Art Partymeile verwandelt), einiges bietet, was gerade für New Orleans typisch ist.

Wir blieben nur 2 Nächte, wobei ich die Stadt nicht ganz so aufregend fand, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Die typischen Eigenheiten und z.B. die kreolische Küche New Orleans zu entdecken, macht dennoch Spaß. Am besten findet man es einfach selbst heraus, ob man Gefallen an New Orleans findet und gegebenenfalls länger bleibt.

Nach New Orleans legten wir an den nächsten beiden Tagen weitere längere Strecken zurück. Sicher kann man zwischendurch auch noch mehr entdecken, aber wir wollte bald den westlichen Teil der USA erreichen.

Daher machten wir als nächstes nur eine Nacht Zwischenstopp in Houston, Texas, um am nächsten Tag direkt weiter nach San Antonio zu fahren.

 

San Antonio

USA Coast to Coast Roadtrip

Riverwalk bei Nacht

San Antonio ist mindestens 1-2 Übernachtungen wert, auch wenn die Stadt, bzw. der Stadtkern und damit interessante Teil nicht allzu groß ist.

Es ist jedenfalls eindeutig zu bemerken, dass sich hier etwas mexikanische Atmosphäre breit gemacht hat, vor allem erkennbar auch am Essen.
Von Tex-Mex spricht man hier auch, wenn sich die texanische Küche mit der mexikanischen vermischt.
Unser erstes Abendessen bestand daher auch gleich aus Nachos mit Salsa, Tacos und einem Pitcher Margharita. Zu allem Überfluss fing auch noch eine Mariachi Band an zu spielen… zugegeben, vielleicht lag das plötzliche Auftreten dieser vielen Klischees einer typischen mexikanischen Atmosphäre auch daran, dass wir uns in einer touristischen Gegend befanden. Nett war es trotzdem.

Sehenswert und vor allem schön am Abend in San Antonio ist der River Walk, eine von Restaurant, Cafés und subtropischer Vegetation gesäumte, kilometerlange Flusspromenade in der Innenstadt. Hier kann man einige Zeit verweilen.

Geschichtliche Hauptattraktion ist das Fort Alamo, welches für die Texaner von durchaus hoher historischer Bedeutung ist und im Zuge der „Schlacht von Alamo“ im texanischen „Independence War“ bekannt wurde.
Kann man besuchen, ist aber für unsereins aber nicht unbedingt extrem spannend, wenn man die geschichtlichen Hintergründe nicht kennt.

Am zweiten Tag sahen wir einmal vom typischen Sightseeing ab und vergnügten uns im Six Flags Texas Freizeitpark.
Für Achterbahnfreunde bzw. Fans von Vergnügungsparks sollte ein Park der Six Flags Reihe bei einem längeren Roadtrip in den USA auf jeden Fall dazu gehören.
Tipp: Für diese Parks gibt es fast immer irgendwelche Rabatte, ob in Broschüren oder online. Informieren kann sich lohnen.

 

 

USA Coast to Coast – Big Bend N.P. – An der mexikanischen Grenze (2-3 Nächte)

USA Coast to Coast Roadtrip

Unser nächster und letzter Stopp in Texas war der Big Bend Nationalpark, welcher sich im tiefsten Südwesten befindet. Die Straßen auf dem Weg dorthin sind leer, vielleicht begegnet man alle halbe Stunde mal einem anderen Auto.
Der Nationalpark ist direkt an der Grenze zu Mexiko, welche hier durch den Rio Grande (siehe Bild) markiert wird. Kein Wunder also, dass hier einige Grenzpatrouillen (Border Patrols) unterwegs sind. Wir blieben hier 2 Nächte.

Was man in diesem Park alles erleben bzw. sehen kann, habe ich bereits in diesem Artikel beschrieben, auf den ich für weitere Informationen somit verweise.

 

 

USA Coast to Coast – Quer durch New Mexico (ca. 4 Tage)

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New Mexico war unser nächstes Ziel, wobei ich mich vor allem auf den ersten Stopp gefreut habe, das White Sands National Monument. Eine dünenreiche Wüste aus grellweißem Gipssand.

Wunderschön, vor allem in der morgendlichen Stimmung (siehe Bild) oder auch abends. Außerdem war es hier möglich „wild“ zu campen, nachdem man sich vorher beim Visitor Center angemeldet hatte. Hier blieben wir nur eine Nacht, was grundsätzlich reicht um einen schönen Einblick zu bekommen.

Mehr über das White Sands National Monument und dem Campen inmitten der Dünen, habe ich hier bereits beschrieben.

Am nächsten Tag entschieden wir dann relativ spontan, einem etwas ungewöhnlichen Nationalpark einen Besuch abzustatten.
Die Carlsbad Caverns sind ein interessantes und riesiges Höhlensystem, welches sich lohnt zu „erforschen“.

Mehr dazu habe ich aber schon in diesem Artikel erzählt.

Die nächsten Tage folgten u.a. noch ein Zwischenstopp bei Albuquerque, während schließlich unser nächstes große Ziel, der Grand Canyon allmählich auf dem Plan stand.

Von Albuquerque aus sind es ca. 660km bis zum Grand Canyon, daher kann man sich überlegen, vorher noch einen Zwischenstopp einzulegen.

 

 

USA Coast to Coast – Im Westen angekommen: Grand Canyon (2-3 Nächte)

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Leider wurde die Anfahrt zum Grand Canyon am Schluss etwas stressig. Da wir vorhatten, bis auf den Grund des Grand Canyons zu wandern und dort zu übernachten, mussten wir vorher eine Genehmigung beantragen, welche man noch vor Ort im Büro bestätigen lassen musste.
Nachdem dieses aber bald zu machte (ich denke ca. 17 Uhr) und wir vorher noch im Stau standen, wurde es am Schluss echt knapp und wir haben gerade noch einen Mitarbeiter antreffen können, um den Ausflug am nächsten Tag zu starten.
Also Permit geholt und am nächsten Morgen, bzw. fast noch mitten in der Nacht ging es dann los.

Einen ausführlichen Bericht zu dieser Wanderung im Grand Canyon habe ich schon einmal in diesem 2-teiligen Beitrag veröffentlicht, den du dir ansehen kannst.

Natürlich kann man bei einem Besuch des Grand Canyons auch nur die Aussichtspunkte anfahren, was ebenfalls sehr beeindruckend ist.
Um die riesige Schlucht wirklich zu erfassen, sollte man aber wenigstens ein (kleines) Stück hinunter wandern.

Noch etwas zur Übernachtung: Wir waren im August dort und es war ohne Reservierung kein Platz mehr frei, sodass wir am ersten Tag im Auto übernachten mussten (ist eigentlich nicht genehmigt) und am letzten Tag auf einem Campingplatz außerhalb des offiziellen Nationalparks schliefen.
Zu viel Spontanität kann in der Hauptsaison in dieser Hinsicht daher ein wenig zum Verhängnis werden.

 

Im nächsten Teil dieser Reiseroute erreichen wir die Spieler- und Vergnügungsstadt Las Vegas.

Welche Nationalparks und Orte wir anschließend besuchten, wie die gesamte Route in der Übersicht aussieht und alle weiteren Details (Kosten, usw.) erfährst du in TEIL 2:

 

WEITER ZU TEIL 2 =>

 

 

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