Blyde River Canyon – Die 7 schönsten Orte am Grand Canyon Südafrikas?

Der Blyde River Canyon war die erste Station auf meiner diesjährigen Afrika-Rundreise, welche am Johannesburg Flughafen startete.
Die 26km lange Schlucht befindet sich etwa im Nordosten Südafrikas und eignet sich gut für einen Zwischenstopp, wenn man z.B. sowieso in Richtung Krüger Park unterwegs ist.

In Johannesburg hielten wir uns nicht lange auf, sondern fuhren direkt nach Abholung des Mietwagens weiter.

Auf der 380km langen Strecke zu unserem Zielort Graskop wird es am Schluss auch noch einmal landschaftlich interessanter, sobald man auf die R539 und schließlich auf die bekannte Panorama Route R532 gelangt.

Der Ort Graskop eignet sich gut als Ausgangspunkt für die Erkundung des Blyde River Canyon, wenn man im Süden starten möchte.
Wir haben insgesamt 2 Nächte am Blyde River Canyon verbracht; die zweite Unterkunft allerdings am nördlichen Ende, sodass wir die ganze Strecke vom oberen Teil nicht wieder zurück fahren mussten.

 

Unterkünfte am Blyde River Canyon

1. Nacht:
In Graskop übernachteten wir in einem typisch afrikanischen Rondavel in der Unterkunft „Summit Lodge“ (booking.com). Frühstück mit kleinem Tee/Kaffe/Müsli-Buffet und einem nach Wahl zubereitetem Frühstück (das typische Rührei mit Toast und Bacon, etc.) war ebenfalls inklusive. Hat bei uns 44€ gekostet. Die Rondavels waren eher spartanisch ausgestattet, aber für eine Nacht völlig in Ordnung.

2. Nacht:
Die 2. Nacht verbrachten wir in der etwas abgelegenen, aber sehr schönen Lodge „Marepe Country Lodge“ (booking.com) mit weiträumigem Grundstück.
Die Zimmer waren einzelne, gut ausgestattete Hütten bzw. Bungalows mit Kühlschrank, Klima, etc.
Das Restaurant hier ist preisgünstig mit großen Portionen und das inbegriffene, großzügige Frühstück war eines der besten auf unserer Rundreise. Hat bei uns 50€ gekostet.

 

 

1 Tag am Blyde River Canyon – Highlights

Wenn man sich, so wie wir, nur für einen vollen Tag am Blyde River Canyon entscheidet, sollte man sich morgens nicht lange aufhalten und zeitig aufbrechen. Das hat dann auch gleich den Vorteil, dass man bei den ersten Stationen nur wenige andere Touristen um sich hat. Etwa zur Mittagszeit füllt es sich dann stetig und wenn gerade mal wieder ein Reisebus Halt macht, erst recht.

Von Graskop ist es jedenfalls nicht weit bis zu den ersten Highlights bzw. Aussichtspunkten der beeindruckenden Schlucht.

 

#1 God’s Window

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

Von Graskop aus liegt der erste bekannte Aussichtspunkt relativ in der Nähe – God’s Window. An mehreren Stellen hat man eine weitreichende Aussicht auf die bewaldeten Regionen des sogenannten Lowveld.

Ich würde God’s Window daher als Vorgeschmack auf die weiteren, noch spektakuläreren Ansichten des Blyde River Canyons bezeichnen.
Wenn man hier umherläuft, wird man bald auch auf ein Schild stoßen, welches zum „Rainforest“ weist.

Und tatsächlich stößt man einige Meter weiter oben auf einen kleinen Regenwald. Den kurzen anstrengenden Pfad nach oben sollte man nicht auslassen, denn es lohnt sich.

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

Die Vegetation und Atmosphäre ist gleich eine ganz andere und als wir hier oben waren, hatten wir auch fast alle anderen Touristen hinter uns gelassen. Auch von hier bieten sich am Rande des Regenwalds ein paar tolle Aussichten auf die Landschaft.
Als wir den Regenwald durchquert hatten, fanden wir uns auf einer Art Hochebene wieder. So wie es aussah, führt hier oben auch ein Wanderweg entlang. Wir sind dann allerdings wieder umgekehrt.

Übrigens zahlt man an den meisten Stopps, wie auch an God’s Window eine kleine Eintrittsgebühr bzw. Parkplatzgebühr. Hier waren das, soweit ich mich erinnere 20 Rand (ca. 1,50€) pro Person.

 

#2 Berlin Falls (und Lisbon Falls)

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

Wenn man von God’s Window aus wieder auf die Hauptstraße fährt, gelangt man kurz danach zur nächsten Abzweigung in Richtung Berlin Falls.

Auf den Straßen in dieser Gegend sollte man etwas aufpassen, denn mit 100km/h in eines der zahlreichen, großen Schlaglöcher zu fahren, ist doch ein wenig ungemütlich.

Am Parkplatz der Berlin Falls angekommen sollen wir wieder 10 oder 20 Rand löhnen. Na wenn’s nicht mehr ist.

Ein Stück weiter unten ist der Aussichtspunkt auf den Wasserfall mit der Landschaft im Hintergrund (auffällig sind hier auch die künstlich angepflanzten Bäume).

Rechts vom Aussichtspunkt ist ein Gatter, wo man eigentlich nicht durch soll. Nachdem uns einer der hier ansässigen einheimischen Verkäufer aber ein Zeichen gegeben hat, dass wir „ruhig am Gatter vorbeilaufen können“, ließen wir es uns nicht nehmen, den Wasserfall aus der Nähe anzusehen. Das war ehrlich gesagt auch wesentlich spannender.
Dass man aufpassen muss nicht über die Kante zu laufen, ist dabei ja selbstverständlich.

So sieht das dann direkt am Wasserfall aus:

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

Neben den Berlin Falls gibt es eigentlich auch noch die Lisbon Falls, welche sich etwas weiter südlich in der Nähe befinden. Irgendwie hatten wir die aber nicht auf dem Schirm und fuhren erst einmal weiter.

 

#3 Bourke’s Luck Potholes

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

Skurriler Name für skurrile Gesteinsformationen.

An den Bourke’s Luck Potholes („Schlaglöcher“) kommt man eigentlich fast automatisch vorbei, wenn man die Panorama Route (R532) weiter gen Norden fährt.

Hier zahlt man „schon“ 50 Rand (ca. 3,50€) pro Person Eintritt.

Dieser kleine Canyon, dessen Fluss später in den Blyde River Canyon mündet, zeichnet sich durch die zahlreichen sogenannten „Strudellöcher“ aus. Diese entstanden durch Auswaschungen im Dolomitgestein. Ein kleiner Rundweg führt hier über den Canyon und es sind einige Touristen unterwegs (hier waren wir nun aber auch zur Mittagszeit, wobei es immer etwas voller wird).

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

Wer hier länger bleiben möchte, findet natürlich auch einige Wanderwege. Bei unserer Ankunft war es allerdings schon relativ heiß hier und es gab wenig Schatten.

 

#5 Lowveld View

Den Lowveld Viewpoint hatten wir offenbar auch verpasst, was mich gerade etwas ärgert. Aber dafür weise ich euch ja nun darauf hin.

Befindet sich jedenfalls nicht weit vor den Three Rondavels und zwar hier (Google Maps). Eigentlich nicht schwer zu finden.

 

#6 Three Rondavels Viewpoint

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

Das ist wohl einer der bekanntesten Aussichtspunkte am Blyde River Canyon. Die 3 großen Felsen wurden nach den typisch afrikanischen Rundhütten benannt, welche man v.a. auch in den Nationalparks häufig als Übernachtungsmöglichkeiten findet.

Besonders beeindruckend an diesem Aussichtspunkt ist aber vor allem auch die Weite und Tiefe, in die man hinabblickt, sowie die Kurve mit welcher der Blyde River hier den großen Felsen in der Mitte dieses „Panoramas“ umfährt. Etwa 800m ist der Höhenunterschied hier bis zum Fluss.

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

 

#7 Leopard Trail am „A Forever Resort“

Letzte Station waren an diesem Tag für uns die Wanderwege, welche vom „A Forever Resort“ (Google Maps) starten. Wie dementsprechend zu erwarten, kostet das eine kleine Eintrittsgebühr von 50 Rand pro Person. Es gibt mehrere Wanderwege zur Auswahl, die unterschiedlich lange dauern. Von 1 Stunde bis zu 3,5-4 Stunden ist alles dabei.

Der beliebteste und schönste Trail ist der „Leopard Trail“ (mit ca. 3,5h angegeben, aber auch schneller machbar), welcher mit schönen Aussichten auf den Blyde River und auch den Blyde River Dam (bzw. Blyderivierspoort Dam) aufwartet.
Eigentlich waren wir schon fast ein wenig zu spät dran, um den ganzen Trail zu schaffen. Daher entschieden wir uns einfach mal loszulaufen und vorher umzukehren, bevor wir später noch in der Dunkelheit umherirrten.
Der Wanderweg hat seinen Namen übrigens tatsächlich deswegen, weil es hier (theoretisch) Leoparden geben soll. Diese werden aber wohl nur selten gesichtet, nicht zuletzt weil sie gegenüber Menschen sehr scheu sind.

Als wir am Startpunkt ankommen, sind wir das einzige Auto und letztlich auch die Einzigen auf dem ganzen Wanderweg.
Es geht eigentlich erst einmal bergab, meistens unter den Bäumen und Sträuchern entlang. Schatten findet man also genug.

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

Der Weg an sich ist relativ unwegsam, man läuft viel über Steine. Ein Stück lang geht es auch durch das Unterholz, wo man auf jeden Fall wachsam sein sollte, sonst kann es passieren, dass man mit so etwas Bekanntschaft macht:

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

Die Stacheln sind so hart und spitz, wie man es sich vorstellt. Der Ast war übrigens etwa auf Augenhöhe 😀

Etwas weiter unten angekommen, bieten sich nun aber wieder ein paar neue Blickwinkel auf das Gebiet des Blyde River Canyon, was nun insbesondere mit der schon tieferen Sonne eine schöne Atmosphäre schafft.

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

Kurze Zeit später kehrten wir dann um, damit wir es rechtzeitig vor Sonnenuntergang wieder zurück schafften. Ich denke der Wanderweg ist aber sowieso kein Rundweg, sodass man am Schluss eh wieder hätte umkehren müssen.

Der Aufstieg ist ein wenig anstrengend, denn irgendwie ist es trotz des späten Nachmittags noch ganz schön warm.

Am Startpunkt wieder angekommen, entdecken wir den hier befindlichen Aussichtspunkt, an welchem sich nun schon ein paar (ich vermute) Resort Gäste tummeln.

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

Noch cooler als der offizielle Aussichtspunkt ist aber der Felsen dahinter, welcher nämlich ein wenig die Sicht auf die Landschaft verdeckt.
Wer abenteuerlustig genug ist, klettert hier einfach über ein paar Steine auf diesen Felsen, welcher die Sicht verdeckt und findet anschließend ein beeindruckendes Panorama des Blyde River Canyons vor sich.
Ehrlich gesagt fanden wir das sogar noch ein wenig besser als die Three Rondavels, nicht zuletzt auch wegen dem schönen Licht der untergehenden Sonne:

Blyde River Canyon Sehenswürdigkeiten

Ein toller Abschluss dieses „Naturwunders“ Südafrikas.

Nun zwar doch etwas suboptimal, dass wir noch ein Stück zu unserer nächsten Unterkunft fahren mussten, da wir Fahrten im Dunkeln eigentlich vermeiden wollten. Der Leopard Trail und der letzte Aussichtspunkt waren das aber doch letztendlich wert.

 

Warst du bereits am Blyde River Canyon? Was ist dein Lieblingsort? Erzähle doch in den Kommentaren davon!

 

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Zum Abschluss gibt es wie üblich die Galerie mit den schönsten Bildern zum Blyde River Canyon:

 

 

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