Namibia Selbstfahrer Rundreise in 2 Wochen – Die perfekte Reiseroute!

Die perfekte Route für einen Namibia Roadtrip in 14 Tagen zu finden, ist gar nicht so einfach. Denn Namibia ist ein sehr weitläufiges Land mit weiten Fahrtstrecken zwischen den Sehenswürdigkeiten und Orten.
Daher muss man für manche Ziele schon erwägen, ob es einem die Fahrtstrecke und der Aufwand wert sind.

Ich habe Namibia letztes Jahr im November mit meiner Freundin im Anschluss an Südafrika für knapp 2 Wochen bereist und kann dir daher einen guten Überblick mit meinen Reiseerfahrungen verschaffen.

Gestartet haben wir in der namibischen Hauptstadt Windhoek. Von dort ging es in den Süden vorbei an Keetmanshoop und bis nach Lüderitz. Anschließend hunderte Kilometer über Schotterstraßen zu den Dünen von Sossusvlei. Mit Zwischenhalten bei Swakopmund/Walvis Bay sind wir bis hoch zum Etosha Nationalpark. Anschließend ging es nach Windhoek zurück.

Damit hatten wir eine Gesamtstrecke von ca. 3300 km in nur 12 Tagen. Wenn du 14 Tage Zeit hast, ist das aber besser, daher richte ich den Routenvorschlag auch danach aus. Ein Kilometer/Tag-Schnitt von 275 km war schließlich auch ein bisschen anstrengend.
Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Etappen auch meist nichts sehenswertes, daher diese langen Strecken.

Vor der kompletten Routenbeschreibung habe ich zunächst einige Infos zur Planung, Organisation und den Gegebenheiten vor Ort zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis

 

Namibia Reiseplanung

Im Folgenden erhältst du einige Infos zur Vorbereitung und Planung deines Namibia Trips.

Direkt zur Karte der Namibia Rundreise geht es hier.

Direkt zur Route hier entlang.

 

Flüge nach Namibia finden und buchen

Flamingos Lüderitz

Hier sei gleich mal gesagt, dass der größte Flughafen Namibias, nahe der Hauptstadt Windhoek, wirklich klein ist, etwa vergleichbar mit einem deutschen Provinzflughafen, wenn nicht kleiner. Das bedeutet auch, dass die Flugverbindungen relativ eingeschränkt sind.
Von Deutschland aus gibt es nur einen Direktflug von Frankfurt mit Air Namibia.
Viele Verbindungen aus Deutschland laufen daher mit einem Umstieg in Südafrika.

Wir hatten unseren Hin- und Rückflug nach Namibia von Johannesburg in Südafrika aus, daher sind wir von Kapstadt hin und nach Johannesburg zurück geflogen, was etwa 240€ gekostet hat für beide Flüge.

Der Hin-/Rückflug von Deutschland nach Südafrika hat dieses Mal dagegen nur 450€ gekostet mit AirFrance. Mehr dazu in der Südafrika Reiseroute.

Von Deutschland nach Namibia wird man kaum einen Flug unter 500€ finden, sondern sollte dagegen eher mit 700€ oder mehr rechnen.
Ich finde meine Flüge immer mit Momondo und vergleiche dabei gewöhnlich verschiedene Flugdaten und teilweise auch deutsche Flughäfen.

10 ausführliche Tipps zum Finden von günstigen Flügen findest du aber in meinem Artikel zu dem Thema.

 

Namibia als Selbstfahrer bereisen – Das solltest du vorher wissen

Namibia Selbstfahrer Mietwagen

Hier folgen nun ein paar Hinweise zum Autofahren in Namibia und unseren Erfahrungen mit dem Mietwagen.

 

Mietwagen für den Namibia Roadtrip buchen

Den passenden Mietwagen für die Namibia Rundreise gibt es direkt am Flughafen.
Hier der Hinweis, dass man, besonders bei einem Flug der spätabends ankommt, keinesfalls ohne vorherige Mietwagenbuchung auftauchen sollte.
Während in anderen Ländern die Hauptstadt-Flughäfen rund um die Uhr geöffnet sind, scheint in Windhoek der Flughafen um ca. 23 Uhr schon dicht zu machen. Um etwa diese Zeit kamen wir am Hertz Schalter für unseren Mietwagen an und alle anderen Vermieter hatten bereits geschlossen

Den Mietwagen hatte ich wie üblich über Check24 gebucht. Für 12 Tage hat unser Kompaktwagen dabei 300€ gekostet (mit allen Versicherungen und ohne SB inklusive).

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Unbedingt versichert sein sollten in Namibia die Reifen und der Unterboden. Die Haftpflichtversicherung sollte natürlich auch hoch genug sein (im besten Fall über 1 Mio.€).
Außerdem solltest du gucken, ob in den Versicherungsbedingungen des Mietwagenanbieters bestimmte Strecken eventuell nicht erlaubt sind (z.B. die Schotterwege nach Sossusvlei oder der Etosha Park).

Bedenke außerdem, dass die Mietwagenverleiher hier teilweise sehr hohe Kautionen verlangen (in unserem Fall etwa 1500€). Die Kreditkarte sollte also unbedingt ausreichend gedeckt sein.

Einen ausführlichen Artikel zur Mietwagenbuchung allgemein findest du auch hier.

 

Auswahl des Mietwagens: 4×4 Allrad oder Kompaktklasse?

Sossusvlei Dünen bei Sesriem, Namibia
4×4-Sandpiste bei Sossusvlei

Ob man einen größeren Mietwagen mit Allrad bucht oder mit einem Kleinwagen unterwegs sein wird, ist letztlich eine Preisfrage. Wenn dir die Kosten nicht so wichtig sind, dann sollte natürlich ein Allrad her.
Wirklich brauchen tut man ein 4×4 aber nicht. Lediglich für eine Sandpiste bei den Sossusvlei Dünen ist man ohne Allradfahrzeug auf die kostenpflichtigen Shuttles vor Ort angewiesen. Das ist aber kein großes Ding und kostet nur 12€.

Wir hatten einen Kompaktwagen und waren damit definitiv in der Minderheit.
Ich schätze mind. 80% der Touristen hatten ein Allradfahrzeug. Dennoch kamen wir damit auf unserer Route zurecht, auch wenn die hunderte Kilometer langen Schotter-Strecken für das Auto sicher eine Herausforderung waren. So kam es mitten in der Wüste auch mal zu einem platten Reifen (den wir natürlich wechseln konnten; einen Freischuss hat man immer :D).

ABER: Auch ein großes Auto mit dicken Reifen und Allrad ist ganz offensichtlich keine Garantie für unbeschadetes Reisen. Bei einer unserer Wüsten-Schotter-Fahrten begegneten wir einem Paar mit Toyota Hilux, bei denen der Reifen nicht nur platt lief, sondern geplatzt/zerrissen ist und sich um die Bremsschläuche gewickelt hatte. Brenzlig. Immerhin gab es unweit von dort tatsächlich einen kleinen Pannenservice. Vermutlich der einzige im 100 km Radius.

 

Mit dem Camper in Namibia

Wenn du in Namibia campen möchtest, bietet sich natürlich ein Toyota Hilux mit Dachzelt an. Dann hast du Schlafplatz und Allrad in einem. Das ist aber natürlich auch um einiges teurer als ein Kompaktwagen.
Mit mindestens 1000€ für 2 Wochen (eher mehr) sollte man dafür planen.
Ich kann hier mangels Erfahrung keine konkrete Buchungsempfehlung ausgeben. Hier kannst du aber schon mal ein paar typische Preise sehen.
Wichtig bei diesen privaten Anbietern ist, dass die Selbstbeteiligung meist generell sehr hoch ist. Daher würde ich unbedingt eine Selbstbehalt-Ausschluss-Versicherung von Deutschland aus buchen.
In Island habe ich so etwas einmal gemacht und dabei die Versicherung der Allianz über STA Travel genutzt.
1 Woche weltweit gibt es für knapp 50€. Damit zahlst du dann gar keine Selbstbeteiligung, auch wenn der Vermieter z.B. 2500€ als Kaution nimmt.

 

Autofahren in Namibia – Das gilt es sonst zu beachten

Was du in Namibia schnell feststellen wirst, sind die langen Etappen von einem Reiseziel zum nächsten. Es gab nur wenige Strecken, die weniger als 4 Stunden lang waren auf unserer Rundreise.
Das zweite sind die Schotterstraßen. Davon gibt es mehr als reichlich und besonders bei der Fahrt nach Sossusvlei wird man hunderte Kilometer lang auf Schotter und Sand fahren, was schon ein wenig gewöhnungsbedürftig ist.

Dadurch, dass die Ortschaften Namibias auch sehr weit auseinanderliegen, gibt es oft sehr lange keine Tankstellen. Bereits am ersten Tag wurde uns das fast zum Verhängnis, als wir vergessen hatten, auf der Hälfte der Strecke zu tanken. Unser Ziel (Keetmanshoop) war von dort über 200 km entfernt und die einzige (privat betriebene und sicher nicht immer zuverlässige) Tankstelle gab es dann erst wieder 120 km später.
Vor jeder Tagesreise sollte man also möglichst voll tanken. Auch 200 km ohne Tankstelle sind möglich auf manchen Strecken.

Ansonsten ist das Fahren relativ entspannt. Spätestens außerhalb von Windhoek wird man insgesamt auf nicht besonders viel Verkehr treffen. Somit gewöhnt man sich auch relativ einfach und schnell an den Linksverkehr.

 

Unterkünfte in Namibia

Sossusvlei Dünen bei Sesriem, Namibia
Desert Quiver Camp

Wer bereits in Südafrika war, wird schnell feststellen, dass Unterkünfte in Namibia teurer und vor allem weniger häufig sind.
Die größte Auswahl hat man natürlich in Windhoek und dort ist es auch noch günstig.
Draußen in der Wüste gibt es dann nicht mehr viele Optionen und die Preise erhöhen sich. Auch die Nationalparks sind relativ teurer. Pro Zimmer zahlt man dort gewöhnlich mindestens über 100€/Nacht und hat dabei noch keinen großen Luxus.

Wir hatten diesmal abwechselnd Unterkünfte über AirBnB und Booking.com.
AirBnB funktioniert am besten natürlich in den Städten, wie z.B. Lüderitz oder Swakopmund.
Wenn du dich über AirBnB erstmalig anmeldest, dann vergiss nicht über meinen Link zu gehen, dann gibt’s 25€ Startguthaben!

Zur Namibia-Seite von Booking.com geht es hier.

 

 

Namibia Rundreise in 2 Wochen – Optimale Reiseroute

Big Daddy Dune bei Sossusvlei

Gestartet hat unsere Namibia Rundreise am Flughafen von Windhoek, wo wir abends ankamen. Nach Abholung des Mietwagens sind es noch (40!) km bis nach Windhoek rein. Gar nicht so easy für den Anfang, da die Strecke stockdunkel und recht hügelig ist.

In Windhoek übernachteten wir im Emerald B&B” (booking.com), welches inkl. Frühstück 43€ (700NAD) gekostet hat. Die Mehrzimmer-Apartments sind modern und sehr gut ausgestattet und das Frühstück ebenfalls einwandfrei. Kann ich also als günstige Unterkunft empfehlen!

 

1. Ziel der Namibia Rundreise: Fahrt nach Keetmanshoop zu den Köcherbäumen (1 Nacht)

Keetmanshoop Köcherbaumwald

Die heutige Fahrtstrecke bietet bereits einen Vorgeschmack auf die Länge der Tagesetappen, die dich auf der Namibia Rundreise des öfteren erwarten werden.
Etwa 500 km und 5 Stunden Fahrtzeit stehen heute an. Grundsätzlich ist der Weg aber simpel und gut zu fahren. Man fährt die B1 einfach durch bis nach Keetmanshoop. Das einzige Stück Schotter sind die 12 km Anfahrt zum Quiver Tree Rest Camp, wo wir übernachteten. Bei Mariental sollte man nicht vergessen zu tanken, falls man es sonst nicht bis ans Tagesziel schafft.

Die Köcherbäume (“Quiver Trees”) sind eine tolle Sehenswürdigkeit bei Sonnenuntergang und gewissermaßen ein Spielplatz für Fotografen. Für den Weg in den Süden eignet sich dieses Gebiet daher optimal für einen Übernachtungsstopp.

Keetmanshoop Köcherbaumwald

Alle Details zu den Köcherbäumen, der Übernachtung dort und was es sonst noch zu erleben gibt, findest du aber in meinem separatem Artikel dazu.

 

 

2. Ziel: Fish River Canyon (optional, 1 Nacht)

Der Fish River Canyon liegt (mit einem Umweg) etwa mittig auf dem weiteren Weg nach Lüderitz. Der bis zu 550 m tiefe und 27 km breite Canyon ist tatsächlich der zweitgrößte Canyon weltweit.
Daher grundsätzlich eine tolle Sehenswürdigkeit, die du dir vor allem dann ansehen solltest, wenn du den Grand Canyon in den USA bisher noch nicht gesehen hast.
Da wir unsere Zeit für den Namibia Roadtrip etwas einteilen mussten, entschieden wir, den Fish River Canyon auszulassen, da er dem weltgrößten (Grand) Canyon schon recht ähnlich sieht. Wäre ich nicht bereits mehrmals am und im Grand Canyon in den USA gewesen, hätte ich mir diesen hier aber natürlich angesehen.

Von Keetmanshoop sind es 175 km bis zum “Fish River View Point” (Google Maps).
Dort in der Nähe gibt es einen Campingplatz (“Hobas Campsite”) und ein paar vereinzelte (nicht günstige) Lodges. Für günstige Übernachtungsmöglichkeiten müsste man wohl bis in den Ort Grünau ausweichen.

 

 

3. Ziel für den Namibia Roadtrip: Lüderitz, die Stadt an der Küstenwüste entdecken + Geisterstadt Kolmannskuppe (1-2 Nächte)

Lüderitz Sehenswürdigkeiten

Vom Fish River Canyon bis nach Lüderitz liegt die Fahrtstrecke nun bei 412 km und knapp 5 Stunden Fahrtzeit. Direkt von Keetmanshoop aus wären es 340 km (so sind wir gefahren).

In Lüderitz blieben wir 2 Tage, denn dort gibt es einiges zu tun. Sehr sehenswert ist es, den Stadtkern mit den restaurierten Häusern und Einrichtungen aus der deutschen Kolonialzeit zu erkunden. Aber auch der Ausflug zum Diaz Point auf der verlassenen Halbinsel neben Lüderitz macht Spaß.

Diaz Point Lüderitz
Diaz Point

Highlight für die meisten ist natürlich die nahegelegene Geisterstadt “Kolmannskuppe” in der Wüste, die mit Führung und auch im Alleingang besichtigt werden kann. Dafür sollte man den Vormittag des zweiten Tages einplanen.

Kolmanskop Geisterstadt

Übernachtung in und um Lüderitz

Wir haben Lüderitz 2 Tage erkundet, blieben aber nur 1 Nacht in der Stadt. Am späteren Nachmittag des zweiten Tages fuhren wir in das 1 Stunde entfernte Örtchen Aus. Denn die Strecke zum nächsten Etappenziel Sossusvlei hat es in sich.
Daher wollten wir wenigstens diese eine Stunde einsparen. Andernfalls wären wir natürlich die 2 Nächte in Lüderitz geblieben.

Unsere erste Nacht direkt in Lüderitz blieben wir daher in einem kleinen AirBnB Apartment, welches 32€ gekostet hat.
Dieses findet du hier (wenn du dich über meinen AirBnB Link anmeldest, kannst du dir 25€ Startguthaben sichern).

Die zweite Nacht in Aus hatten wir ebenfalls ein nettes, gut ausgestattetes Apartment für 40€ die Nacht, welches über AirBnB verfügbar war. Die Unterkunft “Prinsloo’s Rest” findest du hier.

Über Booking.com gibt es sowohl für Lüderitz, als auch für Aus ebenfalls eine gute Auswahl, wobei letztere natürlich beschränkt ist, aufgrund der geringen Größe des Ortes.

 

Alle Sehenswürdigkeiten zu Lüderitz und meine detaillierten Erfahrungen findest du übrigens im ausführlichen Artikel dazu, den du dir ansehen solltest, bevor du nach Lüderitz und Kolmannskuppe gehst.

 

 

4. Ziel auf der Namibia Reiseroute: Die riesigen Dünen von Sossusvlei – mein persönliches Highlight! (2-3 Nächte)

Big Daddy Dune bei Sossusvlei

Die Dünen von Sossusvlei sind ein tolles landschaftliches Highlight, welches man auf einem Namibia Roadtrip nicht missen sollte!
Die Anfahrt von Aus ist 340 km lang und dauert etwa 5 Stunden. Dabei geht es die ganze Zeit durch die Wüste und zwar auf rauen Schotterstraßen. Eine Belastungsprobe für jedes gewöhnliche Auto.
Mehr zur Anfahrt steht auch in meinem Artikel zu Sossusvlei.

Sossusvlei Wüste Roadtrip

Um die Dünen vor Ort ausreichend erkunden zu können, sollte man hier mindestens 2 Nächte bleiben. Wer die Zeit hat, dem würde ich 3 Nächte empfehlen.

Von atemberaubenden Aussichten auf über 300 m hohen Dünen (“Big Daddy”) bis zu den endlosen Weiten riesiger Salztonebenen (“Dead Vlei”, etc.) – das große Gebiet um Sossusvlei in der Namib Wüste ist einmalig!

Dead Vlei Namibia

Da es nicht ganz einfach ist, am Anfang mit den ganzen Dünen/Sehenswürdigkeiten von Sossusvlei durchzublicken, habe ich einen sehr ausführlichen Artikel dazu geschrieben, nach dem kaum mehr Fragen offen bleiben sollten (tolle Fotos inklusive).

 

Übernachtung in Sesriem/Sossusvlei

Viele Optionen gibt es in Sesriem (Ausgangspunkt für Sossusvlei) nicht, vor allem keine Budget Unterkünfte. Allerdings kann man sich im Urlaub ja auch mal etwas gönnen.
So blieben wir für 120€/Nacht im Desert Quiver Camp (Booking.com) für 2 Nächte. Mehr zur Unterkunft im Sossusvlei Artikel.

Wer campt, kann auf den “Sesriem Camping” Platz (Reservieren kannst du z.B. hier).

Wenn Geld keine Rolle spielt, dann ist die Sossuvlei Lodge“ (Booking.com) die beste Option 😉

Mehr Unterkünfte findest du außerdem auf der Sesriem-Seite von Booking.com.

 

 

Reiseziel Nr. 5: Swakopmund und Walvis Bay – Flamingos, Sandboarding und die deutscheste Stadt Namibias (2 Nächte)

Walvis Bay Flamingos

Die folgende Etappe beträgt nun wieder einmal knapp 350 km bei 4,5 Stunden Fahrtzeit, um am Tagesziel Swakopmund anzukommen.
Die “Straße” ist ebenfalls wieder ähnlich, mit größtenteils Schotter und ein paar kurzen geteerten Abschnitten.
Insgesamt also etwa besser als die Anreise nach Sesriem/Sossusvlei.

Die beiden Städte Swakopmund und Walvis Bay liegen nah beieinander, daher können diese als ein Etappenziel zusammengefasst werden. Swakopmund ist dabei ein touristischer Hotspot Namibias, während Walvis Bay eine Arbeiterstadt ist. Rund um Swakopmund/Walvis Bay gibt es viel zu tun, wobei v.a. Ausflüge/Touren hier sehr beliebt sind.

Eine gute Auswahl findest du z.B. auf der Swakopmund-Seite von Getyourguide.

Nach Walvis Bay kannst du auf eigene Faust einen Ausflug zu den pinken Flamingos, sowie dem pinken Wasser an den Salzwerken machen 😀
Außerdem befindet sich dort die “Dune 7“, die größte Düne in einem Dünengebiet nahe Walvis Bay. Dort besteht unter anderem die Möglichkeit Sandboarding zu machen.

Walvis Bay Düne

Spannend ist es auch, den sehr deutschen Stadtkern von Swakopmund zu erkunden oder gar im Swakopmund Brauhaus einzukehren.

Swakopmund Sehenswürdigkeiten

Ganz in der Nähe befindet sich die Skeleton Coast und ihre Ausläufer. Bei unserer Weiterfahrt kamen wir dabei am Zeila Schiffswrack vorbei.

Skeleton Coast Schiffswrack

Alles zu den Sehenswürdigkeiten von Swakopmund, Walvis Bay und der Skeleton Coast findest du aber bereits in meinem ausführlichen Artikel dazu, den du dir vor einem Besuch ansehen solltest!

 

Übernachtung in Swakopmund

Wir haben dort im „Desert Sands Boutique B&B“ (Booking.com) übernachtet für 53€/Nacht (810ND) inkl. Frühstück. Die Unterkunft mit riesigen und modernen Apartment-Zimmern kann ich sehr empfehlen. Besonders das Frühstück war außerordentlich! Mehr Infos im Swakopmund Artikel.

 

 

Reiseziel Nr. 6 auf unserer Namibia Rundreise: Zwischenstopp in Outjo vor den Toren des Etosha Parks (1 Nacht)

Nachdem wir auf unserer Weiterfahrt wie erwähnt am Zeila Schiffswrack vorbei fahren wollten, nahmen wir die 430 km und knapp 5 Stunden lange Route nach Outjo. Alternativ gibt es auch einen direkteren Weg über die B2 und C33, was dann nur etwa 4 Stunden Fahrtzeit benötigt.

Für diesen Tag würde es sich nicht lohnen, noch bis in den Etosha Park zu fahren. Daher blieben wir für heute 1 Nacht in Outjo, welches nur 1 Stunde Fahrt von Etosha entfernt ist.

In Outjo hatten wir in einer sehr schönen und großzügigen Unterkunft, mit schöner Küche und Pool übernachtet. Diese findest du hier auf AirBnB. Für die Nacht haben wir 55€ gezahlt. Hier ist mein AirBnB-Link mit 25€ Startguthaben.

 

 

Reiseziel Nr. 7: Der Etosha Nationalpark – Safari ohne Ende (2-4 Nächte)

Gepard im Etosha Park

Der Etosha Park ist ein würdiges Ende für eine Namibia Rundreise. Dort wirst du die volle Pracht der afrikanischen Tierwelt erleben und viele (hunderte) Kilometer auf den staubigen Wegen des Nationalparks verbringen.

Im Park selbst blieben wir (aus Kostengründen) nur eine Nacht, wobei wir 2 volle Tage von früh bis abends unterwegs waren.
Wenn Geld keine große Rolle spielt, würde ich dir aber wenigstens 3 Nächte im Park empfehlen.
Alles zu den Unterkünften, Preisen und dem Organisatorischen findest du aber in meinem Etosha Artikel.

Die Anfahrt in den Park dauert heute 1 Stunde bei 100 Kilometern Distanz.
Die weitere Distanz im Park war um die 200 km bis zu unserem Tagesziel Halali Camp (mind. 3,5 Stunden reine Fahrtzeit). Falls du im Okaukuejo Camp deine erste Nacht verbringst, kannst du dir diesen Weg aber aufteilen, was es dadurch etwas entspannter macht.

Zebras am Wasserloch

Bereits an unserem ersten Tag hatten wir insbesondere am Abend gutes Glück mit Geparden und Löwensichtungen. Die Ausdauer zahlt sich manchmal also doch aus.

Übernachtet hatten wir für etwa 115€/Zimmer im Halali Camp.

Am zweiten Tag lagen weitere 150 km Fahrtstrecke durch den Park vor uns bis zum Camp Fort Namutoni. Spektakuläre Tiersichtungen hatten wir an diesem zweiten Tag nur am frühen Morgen, wo wir auf Leoparden und Geparden trafen. Den Rest des Tages war dann nicht mehr viel los. Aber so ist das auf Safari 😉

Giraffe trinkt aus Wasserloch

Falls du 3 Nächte im Park bleibst, bietet es sich an, die letzte Nacht im Fort Namutoni Camp zu bleiben.

Wir fuhren kurz vor Gate Schließung allerdings aus dem Park hinaus bis in den Ort Tsumeb (1 Stunde entfernt, 100 km).

In Tsumeb übernachteten wir in einem netten AirBnB mit selbstgemachtem Frühstück. Die Unterkunft findest du hier.
Für die Nacht hatten wir 52€ gezahlt.

Meine detaillierten Erfahrungen mit den besten Aufnahmen zum Etosha Nationalpark, Angaben zu Übernachtungen und der besten Reisezeit findest du übrigens in meinem eigenständigen Artikel, den du dir ansehen solltest, bevor es auf Safari geht!

 

 

Reiseroute Ziel Nr. 8: Rückreise mit Zwischenhalt in Otjiwarongo (1 Nacht)

Von Tsumeb ist der Flughafen von Windhoek noch 480 km und knapp 5 Stunden Fahrtzeit entfernt.
Da dies recht viel für einen Tag ist und unser Rückflug zudem noch mittags ging, entschieden wir uns, diese Strecke aufzuteilen und in einem netten, kleinen Resort unsere letzte Nacht zu verbringen.

Die Strecke nach Otjiwarongo ist nur 185 km lang bei unter 2 Stunden Fahrtzeit.

Wir übernachteten in der “Out of Africa Town Lodge” (Booking.com). Die Nacht hat dort 50€ (ca. 800NAD) gekostet inkl. Frühstück. Der Pool dort kam uns diesmal gelegen, da wir bereits am frühen Nachmittag dort ankamen.
Mehr Unterkünfte findest du auf der Otjowarongo-Seite von Booking.com.

Am nächsten Tag folgte nur noch die knapp 300 km und 3-stündige Weiterfahrt nach Windhoek und bis zum Flughafen.

Unser Mietwagen hatte nach dieser Rundreise übrigens tatsächlich ein paar kleinere Schäden, sowie einen kaputten Reifen erlitten. Da wir für alles versichert waren, bekamen wir die Schadenssumme von 370€ über Check24 aber wieder erstattet.

 

Das war sie, unsere knapp 2-wöchige Rundreise durch Namibia mit Mietwagen.
Über 3000 km legten wir dabei zurück, was schon eine ordentliche Distanz war für diesen Zeitraum.
Wie du an den Tagen/Nächten siehst, die ich für jedes Reiseziel angegeben habe, kommt man auf 11-15 Nächte oder 12-17 Tage. Im Schnitt also auf genau 2 Wochen, was ich so auch empfehlen kann.

 

 

Kosten für eine Namibia Rundreise

Da dies immer ein gefragtes Thema ist, habe ich folgend noch eine kleine Kostenaufstellung gemacht. Diverse Kosten z.B. für Essen kann ich nicht mehr genau auf jeden Euro aufschlüsseln, aber im Großen und Ganzen kommt es so hin:

Art der Ausgabe
Kosten
Hotels (12 Nächte) 773€ (386,5€ p.P. oder 32,20€ p.P./Nacht
Mietwagen (12 Tage) 301€ (150,50€ p.P. oder 25€/Tag)
Benzin 192€ (96€ p.P.)
Eintritte/Aktivitäten (Nationalparks, Sandboarding, Ghost Town, etc.) ca. 60€ p.P.
Sonstiges (Restaurants, Einkäufe, usw.) ca. 250€ p.P.
GESAMT etwa 1890€ (945€ p.P.)

 

Gesamt kommen wir also auf etwa 1890€ bei 2 Personen, was etwa 945€ pro Person für 12 Tage ausmacht oder entsprechend 79€/Tag pro Person.

Hinzu kommen natürlich noch Flugkosten. In unserem Fall hatten wir nur die 240€ pro Person für die Flüge von Südafrika und zurück.
Wenn du von Deutschland aus fliegst, musst du durchaus mit 700€ für Hin- und Rückflug rechnen.
Auf eine Reisedauer von 14 Tagen (14×79€) und einen Flug mit 700€ Kosten käme man also auf eine Summe von ca. 1800€.

 

 

Karte für die Namibia Rundreise in 2 Wochen

Zur Übersicht findest du hier eine Google Maps Karte mit allen Routenpunkten und der Route eingezeichnet.

Die reine Fahrtstrecke (ohne Umwege) dieser Route beträgt etwa 3200 km bei 37 Stunden Fahrtzeit (lt. Google Maps).

 

Warst du auch schon einmal in Namibia? Welche Route bist du gefahren?
Berichte doch davon in den Kommentaren 😉

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Für deine Reisen empfehle ich dir außerdem die kostenlose VISA Kreditkarte der Hanseatic, mit der du weltweit kostenfrei Bargeld abheben kannst und vieles mehr.

Weitere Infos dazu

 


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