Halong Bucht, Vietnam – 2 Tage durch die bizarre Inselwelt

Halong Bucht

Ein Ausflug zur Halong Bucht ist in Vietnam sicherlich eine der beliebtesten Touren bzw. Attraktionen. Die Bootsfahrt zwischen herausragenden Kalkfelsen ist schließlich auch ein Erlebnis, welches man auf einer Vietnam-Rundreise nicht missen sollte.

Praktischerweise kann man eine solche Tour auch in jedem der zahlreichen Reisebüros in Hanoi buchen oder online.

Oder man bucht es über das Hotel, was wir gemacht haben.
Das geht natürlich auch, ist aber nicht unbedingt günstiger. Da mit unserer Online-Buchung aber etwas nicht geklappt hat, ließen wir es dann kurzfristig über das Hotel laufen.
Wie üblich wird man für die Tour auch immer direkt vom Hotel abgeholt, in dem man übernachtet.
Möchte man nach der Rückkehr von der Tour, wieder im gleichen Hotel bleiben, kann man sein Reisegepäck natürlich dort aufbewahren lassen.

Für eine Halong-Bay Bootstour gibt es aufgrund der zahlreichen Touristen, die dort hin wollen, auch entsprechend zahlreiche Anbieter bzw. Boote.
Vom Ganztagesausflug bis zur mehrtägigen Tour, von der alten „Dschunke“ bis zum Luxusschiff, von der relaxten Bootsfahrt bis zum Partyboot, ist dort alles vertreten.

Wir haben uns für einen 2-Tagesausflug (1 Nacht auf dem Boot) auf einem eher günstigen Boot entschieden. Gekostet hat der „Spaß“ etwa 130€ pro Person.
Dabei war eine Übernachtung, sowie 2 mehrgängige Mittagessen und ein Abendessen und Aktivitäten bzw. Eintrittsgelder vor Ort inklusive. Sicherlich bekommt man die Bootsfahrt aber auch etwas günstiger, wenn man sich vor Ort noch genauer informiert und umschaut.

Wer es sich leisten will, dem würde ich die 3-Tages-Tour empfehlen, da die 2 Tage doch ganz schön schnell rum waren.

Halong Bucht – Fahrt nach Ha Long

Früh am Morgen ging es dann los. Mit einem kleinen Bus wurden alle Fahrgäste nach und nach von den Hotels abgeholt. Die Fahrt zum Ort Ha Long, von wo aus die Boote losfahren, sollte etwa 3 Stunden dauern.
Eigentlich ist die Strecke gar nicht so lang, aber in Vietnam fahren sich 100km eben nicht in einer Stunde.

Auf der Fahrt erzählt der Tourguide bereits einiges Wissenswertes über die Bucht und was für uns auf dem Programm stehen wird.
Höhlenbesuche, Kajakfahrten und nicht zuletzt natürlich die Fahrt in der „Bucht“ an sich, welche den eigentlichen Höhepunkt der Tour darstellt, stehen unter anderem auf dem Programm.

Angekommen am Pier wechselte man nach einer kurzen Pause auf ein kleines Boot, welches uns schließlich zum eigentlichen Schiff brachte, auf welchem man schließlich auch die Nacht verbringt.

 

Halong Bucht – Los geht’s

Halong Bucht

„We are on the boat now“ beginnt der Tourguide die Ansprache, als sich die versammelte „Mannschaft“ im Speiseraum eingefunden hat. Wir befinden uns nun also auf dem Boot, na wer hätte das gedacht 😉
Nach einer erneuten Bekanntmachung des Tagesablaufs, wird auch schon das Mittagessen aufgetischt, während sich das Boot in Richtung Kalkfelsen-Landschaft begibt. Beziehungsweise der erste Gang des Mittagessens.
Denn was das angeht, wurde man hier wirklich gut versorgt. Eine Platte folgte der anderen, ein Gang und noch ein Gang. Während man bei den ersten Gängen noch gut zugelangt hat, da man dachte, es sei gleich vorbei, musste man sich bei den letzten Gängen schon zurückhalten. Auf jeden Fall eine schöne Auswahl an vietnamesischen Gerichten, die einem hier aufgetischt wurden, wobei jeder sicher satt wurde.

Nach dem Mittagessen erst einmal auf das Sonnendeck geschaut. Na gut, Sonne war leider nicht vorhanden. Denn Mitte Februar scheint die Halong Bucht noch recht oft in etwas Nebel gehüllt zu sein, so wie auch bei uns.

Trotzdem ganz entspannend hier oben mit einer wunderbaren Aussicht auf die vorbei fahrenden Felsformationen.

Halong Bucht

Irgendwann ruft der Tourguide wieder. Es ist Zeit für die erste Aktivität: Die Thien Cung Höhle besichtigen!

Also wieder rauf auf das kleine Boot, um am Ufer anzulegen. Dies ist eigentlich der touristischste Punkt der Tour, da diese Höhle vermutlich jeder Touranbieter im Tagesprogramm hat und sich dementsprechend auch sehr viele Touristen hier befinden.

Fast schon in einer Art (Warte-)Schlange geht es den Berg ein Stück hinauf. Hier waren wirklich zu viele Touristen.

Kurz vor dem Eingang befindet sich ein schöner Aussichtspunkt; an dem man sich aber auch einigermaßen beeilen muss zum fotografieren, da hier jeder ein Foto machen möchte.

Halong Bucht

In der Höhle selbst verteilt es sich zumindest ein wenig mehr. Vom Tourguide erhält man wieder einige Infos zur Höhle und bekommt so manches gezeigt. Natürlich erkennt der geschulte vietnamesische Blick wieder einige Steine in Form von Tieren – oder Buddhas 😉

Manchmal aber auch nur einfach einen Zeigefinger…oder was einem die Fantasie auch immer erkennen lässt…

Halong Bucht

Die Höhle ist ziemlich stark beleuchtet, zumindest was die Auwahl an Farben angeht. Manch einer findet es sicherlich ziemlich kitschig – und sicher, eine normale Beleuchtung würde die Höhle natürlicher wirken lassen. Trotzdem ist es so auch ganz schön und vor allem ist die Höhle an sich, durchaus beeindruckend.
Wer später nicht noch nach Phong Nha geht, wird hier sicherlich eine der schönsten Höhlen auf seiner Vietnamreise gesehen haben.

Halong Bucht

Nach einiger Zeit ist man dann durch. Der Tourguide wurde schon leicht unruhig, da wir noch „Kajaking“ auf dem Programm hatten und es durch den vorhandenen Nebel früher dunkel wurde.
Also aus der Höhle raus und wieder hinunter zum Schiff gelaufen. Weiter geht’s.
Nach nicht allzu langer Zeit legte das Schiff an einer Art Pier an, mit ein paar Häusern auf dem Wasser. Hier gab es also die Kajaks. Immer zu zweit wird man aufs Wasser geschickt.

In einem gewissen, vorgesehenen Gebiet, konnte man die Gegend auf dem Kanu erkunden. Der interessante Teil war eine Art Bucht, welche durch einen kurzen „Tunnel“ erreichbar war. Am Ufer sollten sich angeblich auch Affen befinden. Wir haben allerdings nur welche gehört, nicht gesehen.
Na was solls, auf Affen sollten wir im weiteren Verlauf der Tour noch stoßen.

Nach etwa einer Stunde rief der Tourguide wieder zur Rückkehr und das war eigentlich auch genug Zeit, zumindest wenn man so enthusiastisch durch die Gegend paddelt, wie wir 😉

Wieder zurück auf dem Boot ruft der Guide erfreulicherweise „Teatime„. Es gibt vietnamesischen Tee und Kekse. Eine nette Abwechslung.

Vor dem Abendessen kann nun jeder seine Zeit verbringen wie er möchte.
Naja, allzu viel gibt es nicht zu tun, aber zumindest hat man noch einmal eine schöne Aussicht auf die „Landschaft“ und die anderen Boote, welche hier für die Nacht bleiben.

Halong Bucht

 

Halong Bucht – „Dinner Time!“

„Dinnaa Taaaiiim“ ruft es unmissverständlich (zumindest wenn man das vietnamesische Englisch gewöhnt ist) und alle finden sich allmählich wieder im Speiseraum ein. Schließlich ist man nach dem Tag auch wieder hungrig, trotz des bereits üppigen Mittagessens.

Zum Abendessen hat man sich nun allerdings ein besonderes Spektakel ausdenken lassen.
Eine Art Garnelen-Schnellkochmethode-Demonstration auf vietnamesische Art.

Diese bestand aus einigen vorbereiteten, glühenden Kohlen, über die die Garnelen gelegt wurden. Zum Anheizen des Ganzen wurde Vodka darüber geschüttet. Deckel drauf. Und einige Sekunden später waren die Garnelen offensichtlich fertig.
Das Ganze wurde mit einem extremen Dampf begleitet, der den Koch teilweise fast verschwinden ließ.
Naja, wie auch immer die Prozedur nun genau ablief, wer auf Garnelen steht, wird hier seine Freude haben.

Halong Bucht

Auch die weiteren Gänge waren wirklich erstaunlich gut, zudem wir ja nur auf dem „low Budget“ Boot waren.

Nach dem Essen, als ob man von Seafood noch nicht genug hatte, gab es eine weitere, freiwillige Aktivität.
Squid Fishing.
Na gut, was heißt Aktivität. Es war Nacht und die Angeln sahen nicht sehr professionell aus.
Trotzdem schien zumindest eine der Familien sehr fasziniert davon zu sein, da diese auch nach einer Stunde noch die Angeln ins Wasser hielten.
Wir wandten uns dann aber doch wieder der Bar und einem Cocktail zum Abschluss des Tages zu.

 

Halong Bucht – Tag 2

Nach einem üppigen Frühstück, welches zwar nicht so beeindruckend, wie das Abendessen war, aber zumindest sättigend, steuerten wir auf eine der zahlreichen Inseln zu („Monkey Island„).
Denn außer den spitz herausragenden Kalksteinen gibt es natürlich auch ein paar begehbare Inseln und Strände.

Hier trafen wir dann auch auf einige Affen, welche die Besucher geradezu erwarteten, so konnte man zumindest den Eindruck gewinnen. Jedenfalls waren diese Touristen offenbar gewohnt. Von Schüchternheit keine Spur. Eher das Gegenteil 😉

Halong Bucht

Ab hier gab es 2 Möglichkeiten. Die faule Möglichkeit: Am, durchaus schönen, Strand zu relaxen.
Oder Möglichkeit 2: über etliche Stufen den Berg hinauflaufen, um eine nette Aussicht zu erhalten.

Natürlich konnten wir es nicht lassen, den Berg hinaufzulaufen. Kurz aber anstrengend ging es nach oben, geschätzte 100 Höhenmeter. Auch wenn die Aussicht nun nicht unglaublich war, hatte man zumindest eine nette Sicht auf die umliegende Landschaft und einen Strandabschnitt.

Halong Bucht

Wieder an Bord angekommen, gab es kurz vor dem Mittagessen nun noch die Möglichkeit eigene Frühlingsrollen mit einer Art Reisteig zu basteln. Hat zwar oftmals mehr schlecht, als recht funktioniert, ohne, dass die Frühlingsrolle auseinanderfällt. Aber dennoch ein schöner Appetizer, bevor es nun noch einmal Mittagessen gab.
Ab hier befanden wir uns nun auch bereits auf der Fahrt zurück Richtung in Hafen.
Ein letztes Mal auf dem Sonnendeck ohne Sonne ausgeruht und dann ging es auch schon wieder zur Anlegestelle.

Mit dem Bus wieder zurück nach Hanoi und so ging eine unterhaltsame und sehr interessante Bootstour zu Ende, welche ich nächstes Mal vermutlich aber auf 3 Tage ausweiten würde.
Insgesamt ein sehr schöner Ausflug, der eigentlich zu jeder Vietnamreise dazugehört.

 

Warst du auch schon einmal in der Halong Bucht? Wie lange warst du dort?
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2 Kommentare

  • Susanne sagt:

    Hallo Robin,
    du hast einen tollen Blog und hast viele tolle Ideen für unsere doch recht kurze Vietnamreise.
    Eine Frage habe ich an dich: Weißt du noch, wie der Anbieter heißt, wo euer Hotel die Halongtour gebucht hat? Und kannst Du uns dein Hotel aus Hanoi empfehlen.
    Ich freue mich über eine Antwort.
    Viele Grüße
    Susanne

    • Robin sagt:

      Hallo Susanne,

      den speziellen Anbieter der Halong Tour weiß ich leider nicht mehr. Ich weiß nur, dass es einer der sog. 3-Star-Cruises war (das ist eher die budget-Variante, gibt auch sog. 5-Star-Cruises) und ca. 3 Mio. Dong/p.P. gekostet hat (ca. 120€ zu der Zeit). Denke die meisten Anbieter nehmen sich aber nicht viel. Wie die Tour genau abläuft kann man ja vorher auch schon einsehen 😉
      Das Hotel in dem wir waren kann ich tatsächlich weiter empfehlen. Das ist das „Hanoi Romance Hotel“ (hier). War eines der schönsten Hotels, die wir in Vietnam hatten, liegt inmitten der Altstadt Hanois und hat nicht mal 15€ die Nacht gekostet. Frühstück war auch dabei 😉

      Gruß Robin

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