Surfen auf Fuerteventura mit PlanetSurf Camps

Vor einigen Wochen hat mich das Surfcamp „PlanetSurf“ eingeladen, eine Woche in ihrem Surfhaus auf Fuerteventura zu verbringen und an den Surfkursen teilzunehmen.

Ich war zwar bereits das ein oder andere Mal auf meinen Reisen surfen (z.B. in Indonesien oder Costa Rica), allerdings immer nur vereinzelt. Daher hat mir die Einladung zu einem richtigen Surfcamp gut gepasst, zudem ich auch die Kanaren bisher noch nicht besucht habe.
Zusammen mit einem Freund bin ich daher Anfang Juni für 9 Tage angereist.

Lage des PlanetSurf Surfcamps und Anreise

Das Camp liegt im Norden der Insel in Corralejo (Google Maps). Hier befinden sich in der Gegend einige gute Surf-Spots.
Da wir am Freitag angereist sind und die Surfkurse nur unter der Woche stattfinden, hatten wir uns für die ersten 2 Tage einen Mietwagen geholt und sind mit diesem direkt vom Flughafen zum Surfhaus gefahren.
Alternativ bietet sich als kostengünstige Alternative (ca. 6€) der Anreise eine Fahrt mit dem Shuttlebus an. Diesen kann man auch vorher buchen.

 

Das Surfhaus – So lebt es sich entspannt unter Surfern

Surfen Fuerteventura

Das Surfhaus ist im Grunde eine Villa in der für die Kanaren typischen Bauform, mit strahlend weißer Fassade.
Neben dem „Wohnzimmer“ mit 2 Küchenecken ist vor allem der Außenbereich mit vielen Sitz- und Liegemöglichkeiten beliebt, um unter dem nahezu alltäglichen blauen Himmel zu relaxen und andere Surfer kennenzulernen.
Cool ist auch die Möglichkeit Billard und Tischtennis zu spielen oder sich auf der Slackline auszuprobieren.

Surfen Fuerteventura

Ich selbst bin eigentlich am liebsten auf das „Bett“ auf der Dachterrasse gegangen, da es hier oben sehr ruhig und entspannt zugeht. Manchmal finden hier auch Yoga-Stunden statt.

 

Zimmer im Surfhaus

Surfen Fuerteventura

Übernachtet haben wir in einem Vierbettzimmer. Jedes Zimmer ist mit eigenem Bad ausgestattet. Alternativ gibt es auch noch 8-Bett-Zimmer, sowie 2-Bett-Zimmer. Die Räume sind relativ klein und basic. Eine Steckdose für jedes Bett wäre hier noch schön gewesen. Allerdings kostet z.B. das Vierbettzimmer, wenn ohne Kurs gebucht, auch nur 17€ die Nacht pro Person.

Surfen Fuerteventura
Aussicht vom Balkon des Zimmers

Wer insgesamt mehr Privatsphäre haben möchte, hat übrigens auch die Möglichkeit, in einem der nahegelegenen Surf-Apartments zu nächtigen. Die Surfkurse können dann ebenso besucht werden.

WLAN ist im Surfhaus auch kostenlos verfügbar, wenngleich das Signal nicht bis in die Zimmer reicht, sodass man dazu in den Gemeinschaftsbereich muss.

 

Der Surfkurs – 5 Tage surfen mit Nando und Nuno

Surfen Fuerteventura

Die Surfkurse finden in der Regel immer von Montag bis Freitag statt zu unterschiedlichen Tageszeiten. Maximal sind 8 Leute für einen Kurs vorgesehen.

Bevor es montags los geht, kann man sich am Sonntagabend für einen Kurs eintragen (gewöhnlich „Beginner“ oder „Intermediate„).
Dabei unterschätzen sollte man nicht, dass die Kondition und Übung nicht unbedingt auf dem selben Level sind, wie man es vielleicht von der letzten Surfstunde im vergangenen Urlaub gewohnt war.
Auch meine letzte Surfstunde war schon 2 Jahre her. Deshalb war die Entscheidung ,mit Intermediate einzusteigen, aus konditioneller Sicht nicht unbedingt die klügste.

Der Surf-Spot der für die Intermediate/Fortgeschrittene oft gewählt wird, ist „Punta Blanca“ (Google Maps).
Dabei handelt es sich um einen sogenannten „Reef Break„, wobei die Welle über ein Riff bricht.
Deshalb muss man immer sehr weit rauspaddeln, sodass es schnell in die Arme geht und man dann für die eigentliche Welle kaum mehr Kraft hat.
Nachdem mir das ein wenig zum Verhängnis wurde, wechselte ich daher am zweiten Tag erst einmal in den Anfängerkurs.

Meinen Anfängerkurs leitete Nando. Ein wirklich cooler Surflehrer, der viele gute Tipps und Anweisungen während des Kurses gibt und auch viel lobt, wenn eine Welle geklappt hat.
Der Surf-Spot in diesem Kurs war immer der Strand von El Cotillo, ein sehr schöner und fotogener Sandstrand, der auch neben dem Surfen einen Besuch wert ist (Google Maps)

Ablauf eines typischen Surf-Tages

Noch am Surfhaus sucht sich jeder ein Surfbrett heraus.
Außerdem ausgestattet mit Wetsuit (bekommt man bei der Einführung und ist aufgrund des kalten Wassers notwendig) und ggf. Aqua-Schuhen geht es dann mit einem Kleinbus zum Surf-Spot.
Die Fahrt dauert gewöhnlich um die 20 Minuten. Im Anfängerkurs sind wir zwar immer früh zwischen 8 und 10 Uhr gestartet. Allerdings kann das auch komplett variieren.

Am Strand gibt es dann jedes Mal ein kleines Aufwärmprogramm und anschließend ein paar Übungen um die Surfer-Fähigkeiten zu verbessern (z.B. Standup, Balance, etc.) oder etwas Theorie.

Dann geht es endlich ans Surfen. Am Strand von El Cotillo brechen die Wellen aufgrund des flacher werdenden Wassers und gehen anschließend in sog. „White Wash“ über.
Auf dieser, bereits gebrochenen Welle, kann dann als Anfänger relativ einfach und ungefährlich gesurft werden und man hat zahlreiche Möglichkeiten, Wellen zu „catchen“.

Nach jeweils um die 2 Stunden ist das reine Surfen dann vorbei und es geht wieder zurück zum Surfhaus.
Gewöhnlich ist man also immer um die 4 Stunden unterwegs.

Am zweiten Tag im Anfängerkurs lief es bei mir langsam wieder richtig gut, sodass ich mich auch an ein paar „Green Waves“ wagen konnte, welche man je nach Tageszeit auch hier surfen kann, wenn man etwas weiter raus schwimmt. Dabei nimmt man die Welle während sie noch bricht, um so auf ihr zu surfen.
Dadurch hat man natürlich viel mehr Schub und die Welle trägt einen schneller und weiter.

So gesehen ist dieser Anfänger-Surf-Spot auch für den „fortgeschrittenen Anfänger“ gut geeignet, weshalb ich bis Tag 4 noch im Kurs mit Nando blieb.

Wechsel in den Intermediate Kurs

Surfen Fuerteventura
Punta Blanca

Je nach Einschätzung von sich selbst und des Surflehrers über die eigenen Fähigkeiten und die Sicherheit auf dem Board, kann man den Kurs wechseln.
An meinem letzten Tag wollte ich daher noch einmal den Intermediate Kurs bei Punta Blanca probieren.

Bei unserem Surflehrer Nuno fühlte man sich gut vorbereitet und gewappnet für das Reef Break.
Man muss dazu sagen, dass es an diesem Surf Spot nun auch mal um einiges „härter“ zugeht, als im Anfängerkurs.
Es sind mehr Surfer im Wasser auf die man aufpassen muss und die auf einen aufpassen müssen.
Außerdem sind natürlich die Wellen kräftiger und da muss man schon mal kurz die Luft anhalten, wenn man von einer Welle überrollt wird.
Daher ist ein guter Surflehrer, der einen ab und zu „an die Hand nimmt“ wichtig und das tat Nuno wirklich gut.
Nach 1-2 vergeblichen Versuchen eine Welle zu nehmen, hat es dann endlich geklappt und ich schaffte es, bis zum Ende zu surfen. Ein tolles Gefühl und Erfolgserlebnis! Die Welle ging natürlich auch viel länger als im Anfängerkurs (gefühlt ca. 15 Sekunden).
Trotzdem sollte man sich hier schon einigermaßen sicher fühlen, denn am Ende der Welle befanden sich unter einem schon Steine/Riffe, sodass es vermutlich nicht so gut wäre, hier zu stürzen.

Insgesamt hat das Surfen mit den Surflehrern von PlanetSurf wirklich Spaß gemacht und man hat sich immer gut aufgehoben gefühlt. 5 Tage Surfen sind zwar anstrengend und vor allem am Anfang hat man doch ziemlich Muskelkater. Aber in der Zeit und mit dieser Intensität lernt man natürlich auch einiges.

 

Unternehmungen und „Events“ im Surfhaus mit PlanetSurf

Zu erwähnen sind auf jeden Fall auch noch verschiedene „Events“ und Ausflüge, die im Surfhaus stattfinden.
Diese werden in der Regel einen Tag vorher angekündigt und man kann sich dann entsprechend einschreiben.
Dazu gehören:

  • Der Ausflug auf die kleine, vorgelagerte Insel „Lobos“ inkl. Schnorcheln, Radfahren und entspannen an leeren Stränden. Den Ausflug habe ich zwar leider nicht mitgemacht. Gewöhnlich findet dieser aber wohl immer am Wochenende statt und kostet 30€.
  • Der BBQ-Abend. Das war ein cooles Event im Surfhaus. Für einen Unkostenbetrag von 10€ bereiten die Mitarbeiter des Surfcamps zahlreiche Vorspeisen, Salate und Grillgut (auch vegetarisch) vor und man muss sich selbst um nichts kümmern. Das war nicht nur ein Schnäppchen, sondern auch noch sehr gut.
    Surfen Fuerteventura
    Nur ein Teil der Buffet-Auswahl des BBQ-Abends

     

  • Dinner am Freitag. Freitagabends findet gewöhnlich das Dinner mit den Surflehrern bzw. jedem der hier mitwill, statt. Das Essen (eine gute Auswahl an Tapas u.ä. womit man mehr als satt wurde) war wirklich spitze und hat 15€ gekostet im Restaurant (gewöhnlich teurer, aber als große Gruppe gab es Rabatt). Das Dinner würde ich also auch sehr empfehlen, v.a. wenn man etwas landestypisches essen möchte.

 

Wenn du jetzt auch Lust bekommen hast, das Surfen auf Fuerteventura zu lernen oder aufzufrischen, dann schau doch einfach mal bei PlanetSurf vorbei.

Zur Orientierung: Die 8 Nächte und der 5-tägige Kurs hätten für mich 310€ gekostet. Mit weniger Nächten (nur zum surfen) und dem 8-Bett-Zimmer geht es aber natürlich noch günstiger.
Teilweise gibt es z.B. auch specials wie aktuell im Juni, wo Kurs und Übernachtung für 7 Tage mit 199€ angegeben sind.

 

Warst du auch schon einmal surfen auf Fuerteventura? Wenn ja, dann berichte doch in den Kommentaren von den coolsten Surf-Spots, die du kennst!

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