Die Höhlen von Matala auf Kreta – Zurück in die Hippiezeit

Die Wohnhöhlen bei Matala, auch als „Hippiehöhlen“ bekannt, sind eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Kreta. Der ganze Ort ist im Grunde auf den Tourismus ausgelegt und wird täglich von zahlreichen Touristen angefahren.

Die außergewöhnlichen Höhlenwohnungen befinden sich am Ende des Strandes und wurden in den riesigen Sandsteinkomplex gegraben.

 

Anfahrt und Parken

Auto: Bei Einfahrt in den Ort weisen Schilder schnell zu den Parkplätzen. Der Strandparkplatz kostet 2€ (Google Maps). Wer kostenlos parken möchte, folgt dem Schild und biegt in eine Nebenstraße nach links ab, die auf einem holprigen, unasphaltierten Weg endet.

 

Öffnungszeiten, Gebühren und beste Besuchszeit

Die Höhlen von Matala sind von 10-19 Uhr geöffnet. In der Nebensaison nur bis 17 Uhr.
Der Eintritt kostet 2€. EU-Studenten dürfen kostenlos hinein.

Es empfiehlt sich, die Höhlen erst 1-2 Stunden vor Schließung zu besuchen. Dann sind die meisten Touristen weg und man hat mehr Ruhe, die Hippie-Höhlen zu erkunden. Die Lichtstimmung durch die tieferstehende Sonne ist ebenfalls von Vorteil. Nachts werden die Höhlen stimmungsvoll beleuchtet.

 

Restaurant-Tipps in der Umgebung

Die Restaurants in Matala selbst sind sehr touristisch und allgemein laut Berichten von eher durchschnittlicher Qualität. Die meisten Tavernen befinden sich in der Basargasse. Die Taverne „George’s Yard ist hierbei wohl am meisten zu empfehlen.
Besser und preiswerter isst man in den Nachbarorten. Empfehlenswert ist beispielsweise die Taverne „Kelari“ (Google Maps) im Ort Kalimari. Neben à la Carte Gerichten besteht auch die Möglichkeit, sich verschiedene, typisch griechische Gerichte vorher anzusehen und auszusuchen/zusammenzustellen. Sehr schmackhaft. Guter Hauswein.

 

Hintergrundinfos zur Geschichte der Hippie-Höhlen

Auch wenn die Höhlen speziell durch die Hippies bekannt wurden, erfolgte die Aushöhlung des Sandsteins bereits in der Jungsteinzeit (vermutlich vor über 8000 Jahren). Schon damals dienten sie den Bewohnern als „Dach über dem Kopf“.
Zu Zeiten römischer Besetzung wurden sie schließlich als Grabstätten genutzt.
Einen erneuten „Boom“ erlebten die Höhlen schließlich in den 1960er Jahren, als die ersten Aussteiger die Wohnhöhlen entdeckten und für sich nutzten. Darunter waren viele Amerikaner, die sich dem Vietnam Krieg verweigerten. Die Szene am Strand von Matala auf Kreta sprach sich herum und die Wohnhöhlen von Matala wurden zu einem beliebten Sommer-Domizil der Hippies.
Die Höhlen wurden schließlich von den Behörden unter Denkmalschutz gestellt. Einige Hippies leben jedoch noch immer in anderen Höhlen in der Umgebung. Jedes Jahr findet außerdem im Juni das „Matala Beach Festival“ mit zahlreichen Band Auftritten statt, welches an vergangene Zeiten erinnert.

 

Besuch der Höhlen von Matala

Matala Wohnhöhlen Kreta

Vom Ende des Strandes nähert man sich dem gewaltigen Sandsteinblock. Hat man das Kassenhäusschen passiert, kann man nach Lust und Laune über das Gelände kraxeln (ein paar Höhlen und Abschnitte sind jedoch gesperrt).
Von kleinen „Ein-Zimmer-Behausungen“ bis hin zu größeren „Wohnungen“ finden sich die unterschiedlichsten Räume.
Die Eingänge und „Betten“ sind natürlich wesentlich kleiner bemessen, als heutzutage.

Matala Wohnhöhlen KretaJe weiter man den Komplex hinauf steigt, desto spektakulärer wird die Aussicht auf die Bucht von Matala und den Strand. Schon damals mussten die Bewohner die Szenerie aus ihren Wohnungen und das Meer vor der Tür genossen haben.

Matala Höhlen Kreta

Wer nicht nur klettern und entdecken, sondern auch die Atmosphäre an den oberen Höhlen genießen will, sollte 1,5-2 Stunden für den Besuch einplanen.

Der Strand wird am frühen Abend übrigens ziemlich leer, sodass man freie Auswahl auf Liegen oder dem Sandstrand hat.

 

Ausflugsziele in der Umgebung

Neben den Hippie Höhlen und dem davor liegenden Strand gibt es noch den ein oder anderen Tipp in der Umgebung.
Empfehlenswert dafür ist rein aus touristischer Sicht der Vormittag bis Nachmittag, da es zu dieser Tageszeit in Matala sehr voll ist.

Wir sind bei unserem Besuch daher zuerst zur Agiofárango Schlucht gegangen, bevor wir erst gegen 16 Uhr in Matala ankamen.

Agiofárango Schlucht mit eindrucksvoller Badebucht

Agiofárango Schlucht
Agiofárango Schlucht

20 km von Matala entfernt befindet sich diese beeindruckende Schlucht, welche man durchlaufen kann. Dorthin führt ein (zum Ende hin) holpriger Schotterweg, der an einem primitiven Parkplatz endet (Google Maps).
Für die Wanderung bis zum Meer benötigt man etwa 30 Minuten.
Dann aber erwartet den Besucher eine tolle Kiesbucht, in der man baden kann. Wir sind hier vormittags gewesen und bei unserer Ankunft gegen 11.30 Uhr war alles relativ friedlich. Später, gegen Mittag, wurde es ein wenig voller, aber alles im Rahmen und sehr entspannt.

Badebucht am Ende der Agiofárango Schlucht

Startet und beendet man den Ausflug zur Schlucht in Matala, so benötigt man für Fahrt und Wanderung insgesamt etwa 2,5 Stunden. Mit Badeaufenthalt also ein etwa 4-5-stündiger Ausflug.

 

Red Beach – Abgelegener FKK Strand bei Matala

Wer in Matala am kostenlosen Parkplatz parkt (siehe oben), sieht womöglich bereits von unten einige Wanderer auf dem Plateau über einem gehen.
Der etwa 20-minütige Wanderweg mit einem ca. 80 m hohen Aufstieg beginnt am südlichen Ende des Strandes, etwa bei der Marinero Bar (Google Maps). Von oben bieten sich tolle Ausblicke!
Der Strand selbst ist natürlich etwas ruhiger und ohne große Einrichtungen. Eine kleine Strandbar mit Mojitos gibt es dennoch.
Ein netter Ausflug, wenn man einen tollen FKK Strand genießen und dem Trubel von Matala entfliehen möchte.

 

Warst du schon einmal in Matala? Wie hat dir der Besuch gefallen und welche Tipps hast du noch dazu? Schreib doch in die Kommentare!

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Weitere Infos dazu

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Zum Abschluss gibt es die Galerie mit allen Bildern zu Matala und Umgebung:

 

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