Costa Rica Rundreise in 2-3 Wochen – Ein Routenvorschlag

Costa Rica Rundreise
Beach and jungle in Corcovado National Parc, Costa Rica

Costa Rica eignet sich hervorragend für eine Rundreise in 2 oder 3 Wochen.
Dabei nimmt man am besten einen Mietwagen, da es viele Orte gibt, die mit Bussen schwer zu erreichen sind und es außerdem viel praktischer ist und Spaß macht.
Ein gutes Land für einen Roadtrip.

Da die meisten in der Hauptstadt San José ankommen werden (Die Langstreckenflüge gehen meistens nach Panama City und von dort nach San José, da dieser Flughafen nicht sonderlich groß ist), gehe ich bei der Route von diesem Startpunkt aus, so wie das auch bei mir und einer Freundin, die mich begleitet hatte, der Fall war.

 

 

Mietwagen für eine Costa Rica Rundreise

Zurzeit mache ich die besten Erfahrungen mit dem Mietwagenvergleich von Check24, zu dem du hier gelangst.

Für Costa Rica habe ich unseren Mietwagen (Toyota Rav4) ebenfalls über Check24 gefunden (hat für 2,5 Wochen knapp 500€ gekostet).

Allgemeine Infos zur Mietwagenbuchung und auf was du achten solltest, findest du dagegen in diesem Artikel.

 

 

Packliste für eine Costa Rica Rundreise

Eine ausführliche Reise Packliste für Backpacker und (Welt-)Reisende habe ich bereits hier veröffentlicht, damit du nichts Wichtiges für deine Costa Rica Reise vergisst. Wer möchte, kann sich auch die Checkliste zum Ausdrucken herunterladen, die du im verlinkten Artikel findest.

 

 

Start in San José

In San José selbst gibt es nicht sonderlich viel Sehenswertes.
Viele bezeichnen die Stadt gar als hässlich. Auch ich hatte keinen besonderen Eindruck davon. Der Verkehr ist stressig und laut und der Stadtkern hatte kein besonderes Flair.
Daher plane ich für die Rundreise nur eine Übernachtung für den ersten Tag in San José ein, sodass es am nächsten Tag gleich weiter geht.

Hotel in San José: „Costa Rica Guesthouse“ (auf booking.com) – empfehlenswertes Hotel mit geräumigen Zimmern und kostenlosem Frühstück; hat bei uns 23$ gekostet;
Mehr Hotels in San José findest du hier..

 

Dennoch ist San José DER Knotenpunkt für das ganze Land, d.h. in welche Richtung man auch fahren will, die meisten Hauptstraßen führen irgendwann durch die Hauptstadt oder knapp daran vorbei.

Für die ersten Tage kann man sich bei einer Rundreise z.B. auf den westlichen Teil des Landes konzentrieren, mit dem mein Vorschlag für diese Costa Rica Reiseroute auch beginnt.

 

*UPDATE* Da ich ab und zu gefragt werde, in welchen Hotels bzw. Unterkünften ich jeweils übernachtet habe, habe ich diese Info bei jedem Routenpunkt ergänzt und angegeben, ob ich die jeweilige Unterkunft weiterempfehlen würde.

Costa Rica Rundreise

Beach and jungle in Corcovado National Parc, Costa Rica

 

Ein paar Hinweise noch, bevor es losgeht:

Autofahren dauert in Costa Rica wesentlich länger, als sonstwo.
Die Straßen sind mitunter die schlechtesten, die ich je irgendwo gesehen habe (übersät mit Schlaglöchern, usw.) und die Strecken dauern daher teils ewig (für 100km sind 2-3 Stunden Fahrtzeit keine Seltenheit).
Aufgrund der schlechten Bedingungen sollte man sich daher mindestens einen Midsize SUV mit Allradantrieb holen, v.a. wenn man in der Regenzeit fährt, da manche Straßen dann etwas überflutet sind und man an einigen Stellen sonst Probleme haben kann.

Sicherheit: Auf unserem Trip haben wir uns eigentlich immer sicher gefühlt. Dennoch ist es insbesondere in manchen Gebieten, wie z.B. in San José nicht ratsam sich dort (nachts) aufzuhalten. Bereits unser Hotel war mit verschiedenen Sicherheitsstandards ausgestattet (Zaun, bzw. abgeschlossener Parkplatz, elektronisches Schloss, usw.), sodass man schon gesehen hat, dass Kriminalität hier durchaus vorhanden ist.
Dabei lag das Hotel noch nicht einmal weit außerhalb des Zentrums. Die gängigen Sicherheitshinweise findet man wie üblich beim Auswärtigen Amt.

Einreise: Jeder erhält ein Visum on Arrival für 90 Tage (Rückflugticket sollte man ggf. bereit halten), d.h. man muss sich um nichts weiter kümmern.

Gesundheit: Außer den üblichen Reise-Impfungen (z.B. Hepatitis, usw.) sind hier keine Impfungen unbedingt notwendig. Was dagegen alles in eine Reiseapotheke hinein muss, erfährst du hier, um für die Rundreise in dieser Hinsicht gut ausgestattet zu sein.

 

 

Costa Rica Rundreise #1 – Auf ins gebirgige Monteverde (2-3 Nächte)

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Nice overview of the Monteverde Landscape in Costa Rica

Direkt beim Flughafen haben wir unseren Mietwagen abgeholt.
Am besten macht man vorher einen Vergleich bei Check24 oder anderen Suchmaschinen, um passende Angebote zu erhalten.
Denn wie so oft, empfiehlt es sich, den Mietwagen bereits in Deutschland zu buchen. Hier findest du auch nochmal das Wichtigste zur Mietwagenbuchung von mir.

Als Navi haben wir diesmal nur Google Maps auf dem Smartphone benutzt.
Eine Simkarte für mobiles Internet hat mich gerade einmal 2$ gekostet und das Internetvolumen hat tatsächlich für die 2,5 Wochen gereicht, in denen wir unterwegs waren.

Von San José nach Monteverde (Santa Elena) sind es etwa 145km und Google Maps setzt dafür um die 3:00h Fahrtzeit an.
Das liegt vor allem auch am letzten Stück, da man irgendwann die mittelmäßig guten Hauptstraßen verlässt, um einen langen Schotterweg hinauf ins Gebirge zu nehmen.

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Nice overview of the Monteverde Landscape in Costa Rica

Das Gebiet bzw. der Regenwald Monteverde ist ein Naturschutzgebiet, welches sich gut in 2-3 Tagen erkunden lässt.

Ein Highlight, welches allgemein in Costa Rica beliebt und wofür Monteverde insbesondere gut geeignet ist , ist das Ziplining (oder Canopy).
Dafür sollte man einen halben Tag einplanen.

Hier habe ich bereits mehr über dieses Erlebnis berichtet.

 

Ansonsten gibt es in Monteverde einige schöne Pfade durch den Nebelwald.
Als wir dort waren, hat es geregnet, was aber auch nicht soo schlimm war, da es irgendwie zu der ganzen Stimmung inmitten dieses Dschungels gepasst hatte.

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Rainforest jungle in the Monteverde region of Costa Rica

Ausgangspunkt für Unternehmungen in Monteverde ist das Örtchen Santa Elena, wo es auch die meisten Unterkünfte gibt.
Neben Ziplining und dem Regenwald gibt es hier auch die, in Costa Rica oft vorhanden Baumwipfelpfade über Hängebrücken („Hanging Bridges„), welche man z.B. beim Veranstalter Selvatura findet.
Dort gibt es z.B. auch den Kolibri Garten („Hummingbird Garden“), den man besuchen sollte, wenn man viele dieser hübschen kleinen Vögel mal aus der Nähe sehen will.

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Two Green hummingbirds in the Monteverde region of Costa Rica

Weiter geht die Rundreise, erneut in Richtung Westen.

 

Hotel in Monteverde: „Cabinas El Pueblo“ (auf booking.com) – empfehlenswert; die Zimmer beinhalten alles, was man benötigt, sind aber eher einfach gehalten. Vor den Zimmern war eine Veranda, was ganz nett war, um sich draußen mal hinzusetzen; Frühstück inbegriffen (man konnte sich aussuchen, was man wollte, z.B. Rührei/Toast, usw.); kostenloser Tee tagsüber; hat bei uns 25$ gekostet die Nacht; Personal hilfreich bei Tour-Buchungen, etc.;
Mehr Hotels in Monteverde findest du hier.

 

 

Costa Rica Rundreise #2 – Nicoya Halbinsel erkunden (optional, ca. 4 Nächte)

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Nice, dark beach on Nicoya, Costa Rica

Wer nur 2 Wochen Zeit hat, kann diesen Teil des Landes auch auslassen, da v.a. die Fahrtzeiten hier recht lang sind, um diese, eigentlich kleine, Halbinsel zu erkunden.

Ansonsten braucht man mindestens 3-4 Tage.

Wer vor hat, zu tauchen oder einen guten Ausgangspunkt für ähnliche Aktivitäten sucht, kann den ersten Zwischenstopp in Playa del Coco einlegen.
Dieser Ort ist ziemlich touristisch und besteht im Zentrum eigentlich vorwiegend aus Restaurants und Bars.
Für ein reges Nachtleben ist zumindest in der Hauptsaison auch gesorgt 😉
Davon abgesehen bietet der Ort aber keine besonderen Sehenswürdigkeiten, zumindest keine, von denen ich weiß.
Die Fahrt von Monteverde nach Playa del Coco ist knapp 170km lang und dauert etwa 3 Stunden.

Hotel in Playa del Coco:Villa Silvestre“ (auf booking.com) – Jeder Gast hat quasi kleine Apartments, welche sogar mit Küche, etc. ausgestattet sind; durchaus empfehlenswert; leider kein Frühstück; hat bei uns 45$ gekostet;
Mehr Hotels in Playa del Coco findest du hier.

 

Nach Playa del Coco hatten wir unseren nächsten Zwischenstopp bereits im nächsten Touri-Ort, nämlich Tamarindo, da die Anfahrt ans Ende der Halbinsel an diesem Tag sonst etwas zu lang gewesen wäre.
Der Ort war ansonsten aber eigentlich ganz nett. Wie an vielen anderen Küstenorten in Costa Rica auch, bietet sich Tamarindo gut zum Surfen an, auch für Anfänger.

Hotel in Tamarindo: „Chocolate Hostel“ (auf booking.com) – weniger ein Hostel, als ein Motel mit Pool; war an sich ganz ok dort und hat nur 33$ gekostet die Nacht; Frühstück inbegriffen;
Mehr Hotels in Tamarindo findest du hier.

 

Die Strecke von Playa del Coca nach Tamarindo ist etwa 115km lang und dauert etwa 2 Stunden, zumindest wenn man durch das Binnenland und nicht an der Küste entlang fährt.
Wir nahmen die Küste, sodass es etwas länger gedauert hatte.

Als nächstes ging unsere Route nach Mal Pais, dem südlichsten Zipfel der Halbinsel. Ab hier wird es eigentlich auch erst interessant, die Straßen abenteuerlich und die Landschaft idyllisch.

Die Fahrt von Tamarindo aus dauert auf der „schnellsten“ Route etwa 4 Stunden lang bei nur 180km.
Auf dieser Halbinsel ist auch das Fahren an sich ein Erlebnis. Soweit ich mich erinnere, fuhren wir auf der südlichen Route entlang, was noch ein wenig länger dauerte, da die Wege wirklich abenteuerlich waren.
Nicht zuletzt galt es z.B. auch, diesen kleinen „See“ (oder riesige Pfütze, wie man’s sieht) zu überqueren. Ein anderes Auto kehrte hier um, doch als wir sahen wie ein Pickup es problemlos durch das Wasser schaffte, „riskierten“ wir es.

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River in the road due to rainfalls in Costa Rica

Nicht gerade einfach, wenn man den Grund nicht sieht, aber im ersten Gang ging es dann doch durch das ca. halbe Meter hohe Wasser hindurch.

In Mal Pais ist es sehr entspannt und wieder mal ein Surfer-Hotspot.
Die Wellen, die dort auf den Strand trafen, waren auch die höchsten, die wir in Costa Rica bisher gesehen haben, nämlich etwa mannshoch und gar nicht mal so ungefährlich, wenn man sich direkt davor stellt.
Ein paar kleine Schürfwunden nahmen wir beim „Spiel mit den Wellen“ jedenfalls mit.

Am nächsten Tag fuhren wir auch schon wieder weiter. Wer aber surfen will oder etwas Ruhe sucht, sollte noch länger hier bleiben, denn besonders viele Touristen verirren sich nicht hierher.

Hotel in Mal País: Wir haben dort im „Sitting Bull Hostel“ übernachtet, welches zurzeit aber nicht mehr online buchbar scheint. Waren dort aber auch nicht 100% zufrieden, v.a. beim Check-in.
Viele weitere schöne Unterkünfte in Mal Pais findest du aber hier.

 

Zusammenfassend würde ich die Nicoya Halbinsel dann empfehlen, wenn man genügend Zeit hat und sich an schlechten Strecken nicht stört, sondern im Gegenteil das Abenteuer sucht und Spaß daran hat mit Allradantrieb über teils unwegsame Strecken zu „brettern“.

 

 

Costa Rica Rundreise #3 – Auf zum Vulkan Arenal (2-3 Nächte)

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View of the Vulcan Arenal and the beautiful landscape in Costa Rica

Von Mal Pais auf der Nicoya Halbinsel bis nach La Fortuna am Arenal Vulkan ist die Strecke nochmal um die 260km lang und man benötigt etwa 5 Stunden.

Auf dem Weg zum Arenal wird man am Ende ein längeres Stück am Arenal See entlang fahren, sodass es sich anbietet, ein paar Zwischenhalte zu machen.

Ausgangspunkt für alle Aktivitäten rund um den Vulkan ist der Ort La Fortuna, welcher eigentlich hauptsächlich dem Tourismus dient.

Was man am Vulkan Arenal alles machen kann, habe ich bereits in diesem Artikel berichtet.

Insgesamt sollte man hier mindestens 2, besser 3 oder mehr Nächte verbringen.

 

Hotel am Vulkan Arenal (La Fortuna): „Hotel Colores del Arenal“ (auf booking.com) – sehr empfehlenswert; schöne, sehr saubere Zimmer, ein gutes Frühstück im Außenbereich (man kann zwischen 3 Speisen wählen, die dann direkt zubereitet werden) und eine schöne Grünanlage inkl. Schwimmbecken, welche dazu gehören. Um ins Zentrum zu kommen, ist ein Auto aber nützlich, da sonst etwas weit; 8,9/10 Rating;
Mehr Hotels am Vulkan Arenal findest du hier.

 

 

Costa Rica Rundreise #4 – Riesenschildkröten in Tortuguero (2-3 Nächte)

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Floating on the River in Tortuguero, Costa Rica

Der Tortuguero Nationalpark befindet sich im Osten des Landes, sodass man insgesamt schon einen guten Umweg fährt, im Vergleich zum Rest der Route.

Dennoch ist diese Art Halbinsel, auf der man sich dann befindet, einen Besucht wert, nicht nur wegen der Schildkröten.

Um dorthin zu gelangen, muss man zum Bootsanleger in La Pavona fahren. Dies ist weniger ein Ort, als vielmehr eine Wartehalle, wo Bootstickets und Snacks verkauft werden und man sein Auto parken kann.
Der Ort ist nicht unbedingt auf allen Navis angegeben und auch auf Google Maps endet die Straße früher, als sie eigentlich endet. Der Ort zu dem man fahren muss befindet sich hier (Google Maps).

Die Strecke von La Fortuna am Vulkan Arenal bis hierher ist etwa 190km und dauert ca. 3 Stunden.

Ist man dort, muss man das Auto für 10$/Tag parken.
Man muss aber nicht alle Tage, die man vor hat, hier zu bleiben, im Voraus zahlen, sondern kann auch nach der Ankunft noch zahlen. Oder einfach vom Parkplatz fahren, denn wir wurden bei der Ausfahrt nicht noch einmal angehalten, um nachzuzahlen.

Am Eingang zur Wartehalle wird man wieder sofort angequatscht und es wird einem versucht, Touren und Unterkünfte auf Tortuguero anzudrehen. Wenn man vor Ort wenigstens noch ein bisschen flexibel sein will, würde ich das aber ignorieren.

In der Regel fahren die Boote um 07:30, 13:30 sowie 16:30 Uhr, daher sollte man pünktlich sein. Abfahrtszeiten können sich natürlich ändern.

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Floating on the River in Tortuguero, Costa Rica

Mit dem Boot geht es dann über das Flusssystem bis zum Hauptort von Tortuguero.
Wir hatten unser Zimmer bereits reserviert und mussten ein kleines Stück laufen. Autos oder Roller gibt es hier nicht. Braucht man aber auch nicht.

Hauptattraktion von Tortuguero ist die nächtliche Eiablage der grünen Meeresschildkröte, welche etwa 1m lang und 200kg schwer ist und v.a. zwischen Juli und September ihre Eier legt.
Damit die Schildkröten möglichst nichts von den Besuchern mitbekommen, darf der Strand nachts nur in kleinen Gruppen und unter Aufsicht von Guides betreten werden. Eine Tour kostet um die 25$.

Aber auch sonst gibt es in Tortuguero viel zu entdecken, z.B. kann man einen Spaziergang durch den Dschungel unternehmen, welcher sich in Laufweite befindet.
Außerdem gibt es hier sehr viele private Tour Guides, mit denen man z.B. Kanutouren oder Wanderungen durch den Dschungel, o.ä. unternehmen kann.
Oder man relaxt einfach am Strand auf der Karibikseite, welcher sehr leer war, als wir dort waren.

Wer primär kommt, um die Eiablage der Schildkröten zu beobachten, dem reichen hier 2 Nächte. Andernfalls gibt es hier aber auch genug zu tun, um mehrere Tage zu bleiben.

 

Hotel in Tortuguero: „Cabinas Tortuguero“ (auf booking.com) – relativ einfache Bungalows ohne Klimaanlage; gut waren die Hängematten vor jedem Zimmer, in denen man entspannen konnte; netter Besitzer; würde ich daher noch weiterempfehlen, es gibt aber auch viele vergleichbare Unterkünfte in der Nähe; hat bei uns 30$ die Nacht gekostet;
Mehr Unterkünfte in Tortuguero findest du hier.

 

 

Costa Rica Rundreise #5 – Surfen lernen in Uvita oder einfach nur relaxen (1-2 Nächte)

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Beach in Marino Ballena Parc in Uvita, Costa Rica

Uvita ist ein schöner Zwischenstopp im Südwesten des Landes an der Küste. Unser nächstes großes Ziel war der Corcovado Nationalpark im Süden Costa Ricas, welcher von Tortuguero an einem Stück aber zu weit entfernt ist.
An der Küstenstraße Richtung Süden gibt es jedoch das ein oder andere lohnende Ziel, sowie auch Uvita.

Von Tortuguero hat man diesmal eine relativ lange Anreise. Nach der Bootsfahrt von Tortuguero zum Parkplatz La Pavona sind es bis Uvita etwa 300km, was um die 6 Stunden dauert. Ein Fahrtag also. Wer möchte, kann aber z.B. auch einen Stopp am Vulcan Irazu machen, welcher fast auf der Strecke liegt.

Uvita ist ruhig und der sehr weitläufige und schöne Strand ein echtes Highlight, vor allem dessen Form, welche man am besten auf Google Maps sieht.

Der größte Teil des Strandes ist allerdings ein Nationalpark (Marino Ballena Nationalpark), sodass der Eintritt theoretisch 6$ kostet, aber wohl nicht immer verlangt wird.

Wer surfen möchte oder wie wir, surfen lernen möchte, der ist in Uvita ebenfalls an der richtigen Stelle.
Denn im Gegensatz zu touristischeren Orten hatten wir den Strandabschnitt an dem wir surfen lernten, ganz für uns allein und man konnte sich in aller Ruhe ausprobieren.
So ein Anfänger-Surf-Kurs dauert meist 2-3 Stunden und kostet ca. 50$-60$ (zu zweit, jeweils).

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Wir haben den Kurs bei Uvita360 gemacht und waren dann insgesamt nur 4 Leute bei 2 Surflehrern. Früchte und Wasser für zwischendurch gibt’s auch dazu. Denn auch wenn surfen einfach aussehen mag, es strengt wirklich an, wenn man nach jeder genommenen Welle wieder zurück ins Wasser paddeln muss.
Daher waren die Pausen zwischendurch absolut notwendig und nach den 2,5 Stunden waren wir doch auch ziemlich erschöpft.

Unabhängig vom Surfen sollte man aber auch einmal in den „Nationalpark“ gehen oder anders gesagt bei Ebbe am Strand bis zu den seichten Ausläufern laufen.
Das dauert etwa eine halbe Stunde, aber die Weitläufigkeit dieses Strandes und die Aussicht vom äußersten „Strandzipfel“ ist einfach wunderschön.

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Beach in Marino Ballena Parc in Uvita, Costa Rica

Wer hier nur auf einen Zwischenstopp bleiben will, dem mag eine Nacht reichen. Wer den Charme dieser Gegend aber für sich entdeckt, wird hier sicher ein paar Nächte länger bleiben.

 

Hotel in Uvita: „Big Bamboo de Uvita“ (auf booking.com) – Die Zimmer sind kaskadenförmig im Garten verteilt und völlig in Ordnung; mit Klimaanlage; hat bei uns 40$ gekostet die Nacht;
Mehr Hotels in Uvita findest du hier.

 

 

Costa Rica Rundreise #6 – Wildlife und Dschungel im Corcovado Nationalpark (2-3 Nächte)

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Beach and jungle in Corcovado National Parc, Costa Rica

Was Tiere und Natur angeht, war dieser Nationalpark das Highlight Costa Ricas für mich und sollte nicht ausgelassen werden.

Ausgangspunkt ist das Örtchen Puerto Jiménez, welches sich östlich dieser Halbinsel befindet. Von Uvita aus fährt man etwa 2 Stunden bzw. 150km.

Der Ort selbst ist sehr entspannt. Es gibt einige Restaurants und Unterkünfte, allerdings ist hier noch kein Massentourismus, wie an anderen Küstenorten.
Wer in den Ort hineinfährt, wird erst einmal von etlichen Schlaglöchern begrüßt. Die Straßen sind hier in der Regel ungeteert und durch den Regen entstehen etliche Schlaglöcher, sodass es immer etwas holprig ist, wenn man hier herumfährt. Das gilt auch für die Straßen außerhalb des Orts, z.B. der Straße zum Corcovado Nationalpark.

Da ich in diesem Artikel bereits beschrieben habe, wie man den Nationalpark erkunden kann und warum das so lohnenswert ist, verweise ich darauf.

 

Unser Hostelbetreiber war übrigens, wie vermutlich viele hier, ein Tourguide und konnte uns daher durch den Nationalpark führen. Da wir aufgrund der Regularien des Parks (man muss sich vorher anmelden, usw.) erst an unserem zweiten Tag hineingehen konnten, erkundeten wir am ersten Tag ein wenig die Gegend.
Es gibt z.B. auch einen Strand hier (Playa Platanares), welcher menschenleer war.

Am Nachmittag brachte uns unser Tourguide an eine Stelle mit Alligatoren, welche er regelmäßig fütterte. Bevor wir uns versahen, stand auch schon einer 2m von uns entfernt.
So wild, wie die auf das Fleisch losgingen, war das schon ein wenig unheimlich.

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Alligator in Corcovado region of Costa Rica

Puerto Jiménez, ein Ort abseits des Massentourismus, wo es sich lohnt, ein wenig zu bleiben.
Das wahre Highlight ist aber ein Besuch des Corcovado Nationalparks, für den man sich mindestens einen Tag Zeit nehmen sollte.
Insgesamt sollte man hier also etwa 2-3 Nächte bleiben.

 

Hotel bei Corcovado (Puerto Jiménez): „Corcovado Wild Hostel“ (auf booking.com) – sehr einfache, etwas dunkle Zimmer, ohne Klima (nur Ventilator); als Low-Budget Unterkunft OK; netter Besitzer, welcher selbst auch Tourguide ist und mit dem wir im Corcovado Nationalpark unterwegs waren;
Mehr Hotels in Puerto Jiménez findest du hier.

 

 

Costa Rica Rundreise #7 – Faultiere im Manuel Antonio Nationalpark (1-2 Nächte)

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View on the sea in Manuel Antonio Parc, Costa Rica

Zum Abschluss bietet sich noch der Besuch den Manuel Antonio Nationalparks an, welcher auf der Rückfahrt nach San José auf dem Weg liegt.
Ausgangspunkt ist der Küstenort Quepos. Die Strecke von Puerto Jiménez beträgt etwa 210km und dauert knapp 3 Stunden.

Vor den Toren des Nationalparks sind wieder etliche Anbieter und Guides unterwegs, die einem etwas andrehen wollen. Teilweise wird man mitten auf der Straße mit dem Auto angehalten und es wird einem z.B. versucht, überteuerte Parkplätze aufzuschwatzen. Alles ignorieren!
Lediglich wer einen Guide möchte, was in den Nationalparks manchmal Sinn machen kann, der kann sich vorher ein paar „Angebote“ einholen.

Wir sind ohne Guide in den Park. Im Gegensatz zum Corcovado Nationalpark sind hier aber auch wesentlich mehr Leute unterwegs.
Dadurch bemerkt man auch meistens, dass es etwas zu sehen gibt, wenn eine Gruppe mit Guide stehen bleibt.
So wie auch bei dem Faultier, welches wir an einem Baum hängen sahen und unter dem sich eine kleine Menschentraube gebildet hatte.

Costa Rica Rundreise

Sloth hanging in the trees in Costa Rica jungle

Überhaupt ist dieser Nationalpark v.a. für Faultiere bekannt, auch wenn wir nicht ganz so viele sahen.
Mehr als einen Tag braucht man dafür meiner Meinung aber nicht, daher hat uns eine Nacht hier ausgereicht.

 

Hotel beim Manual Antonio Nationalpark (Quépos): „Hotel Coco Beach“ (auf booking.com) – Das Hotel war ok, aber nichts was ich jetzt explizit weiterempfehlen würde; typische Motel-Zimmer; der Pool war aber ganz nett; hat bei uns 45$ gekostet;
Mehr Hotels bei Manuel Antonio findest du hier.

 

 

Costa Rica Rundreise #8 – Surfen oder relaxen in Jacó (1-2 Nächte, optional)

 

Jacó ist nur eine Stunde und knapp 80km vom Manuel Antonio Nationalpark entfernt und bietet optimale Bedingungen zum Surfen oder dem Verweilen am Strand.

Wir haben die Gelegenheit genutzt und ein Surfbrett für etwa 20$ ausgeliehen, um uns hier nach den Surfstunden in Uvita noch einmal auszuprobieren.
Im Gegensatz zu Uvita ist Jacó allerdings wieder ein sehr touristischer Ort mit ebenfalls ausgeprägtem Nachtleben.
Auch wenn wir in der Nebensaison dort waren und eher wenig los war, schenkten zahlreiche Bars Cocktails aus und die ein oder andere kleine Party fand statt.
Außerdem gibt es hier einige Casinos, in denen man sein Glück versuchen kann. Kein Vergleich zu Las Vegas natürlich, aber als Abwechslung mal ganz nett und wir gewannen sogar um die 30$.
Auch mit Restaurants ist der Ort natürlich bestens ausgestattet.
Wer auf touristischen Trubel allerdings verzichten möchte und nicht surfen will, der kann den Ort auch auslassen.

 

Hotel in Jacó: „Jacó Lodge“ (auf booking.com) – empfehlenswert; schöne und sehr saubere Zimmer bzw. Bungalows mit guten Ambiente und einem Pool; Frühstück leider nicht dabei; hat bei uns 39$ gekostet;
Mehr Hotels in Jacó findest du hier.

 

 

Ende der Costa Rica Rundreise – Zurück nach San José

Costa Rica Rundreise

Nun ist es allmählich Zeit, zurück zu fahren.
Von Jacó sind es nun noch knapp 100km, was etwa 1,5 Stunden dauert. Zum Flughafen ist es etwas kürzer.
Wir sind direkt zur Autovermietung am Flughafen gefahren und ohne Übernachtung zurück geflogen.
Wer eine Übernachtung einplanen will, sollte dies jedenfalls lieber in Alajuela machen, also der Ort, der direkt neben dem Flughafen liegt.
Im Gegensatz zu San José soll Alajuela nämlich durchaus beschaulich und einigermaßen entspannt sein.
Es kann sich also lohnen, seinen letzten Abend vor dem Abflug dort zu verbringen.

 

Hier ist nun noch einmal die gesamte Route auf Google Maps in der Übersicht:

Dies war ein ausgedehnter Routenvorschlag für eine Rundreise in Costa Rica mit dem Mietwagen. Mit über 2000km auf 2,5 Wochen war es zwar durchaus kompakt mit viel Fahrzeit, aber für unser Gefühl völlig in Ordnung. Hektik hatten wir jedenfalls keine.

Wer nur 2 Wochen Zeit hat, kann die Nicoya Halbinsel auslassen. Wer dagegen 3 Wochen Zeit hat, kann eigentlich alle Routenpunkt hier mit den maximal empfohlenen Nächten ansteuern.

Freude am Fahren, auch unter schwierigen Bedingungen, sollte man bei dieser Rundreise jedenfalls haben. Für viel Natur, exotische Tiere und Strände ist in diesem Land und auf dieser Rundreise aber definitiv gesorgt.

Ich wünsche viel Spaß!

 

 

Warst du auch schon einmal in Costa Rica? Was waren deine Highlights in diesem Land?

Hat dir dieser Routenvorschlag gefallen? Ja? Dann bedanke dich doch mit einem „gefällt mir“ oder teile den Artikel 😉

Für deine Reisen empfehle ich dir außerdem die kostenlose VISA Kreditkarte der Santander, mit der du weltweit kostenfrei Bargeld abheben kannst und vieles mehr. Weitere Infos dazu Santander 1PlusCard

 

 

Zum Abschluss gibt es wie üblich die Galerie mit den Bildern dieser Rundreise:

 

 

 

4 Kommentare

  • Alex sagt:

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel.
    Wir sind gerade planlos in CR angekommen, dein Artikel hat uns sehr geholfen!

  • Flo sagt:

    Vielen Dank für diesen sehr hilfreichen Artikel. Wir gehen im August 2017 nach Costa Rica. Was sollte man an Touren bereits im Vorfeld buchen?

    • Robin sagt:

      Hallo,

      ich selbst habe keine Touren im voraus gebucht, sondern immer vor Ort und relativ spontan. Im Zweifelsfall sind aber Touren in den Corcovado Nationalpark am ehesten vorher zu buchen, auch allein wegen des Permits, dass mindestens am Tag vorher bezahlt werden muss.

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