Naturparadies Cape Hillsborough: Traumhafte Küste & Wallabies zum Sonnenaufgang

Cape Hillsborough

Der Cape Hillsborough National Park war eines unser Highlights an der Ostküste Australiens, welches im Gegensatz zu den anderen Regionen wie Whitsundays oder Fraser Island noch recht beschaulich ist.
Das Gebiet des Nationalparks befindet sich auf einer Halbinsel und ist 816 ha groß. Den vulkanischen Ursprung sieht man an einigen Stellen an den schwarzen Steinen/Felsen.

Besonders der langgezogene malerische Strand mit seinen Felsen und die vorgelagerte Insel Wedge Island, die nur bei Ebbe begehbar ist, machen eine tolle Kulisse her.

Das touristisch beworbene Highlight von Cape Hillsborough sind außerdem die Wallabies am Strand frühmorgens. Über dieses etwas überbewertete „Event“ gleich mehr.

Anfahrt nach Cape Hillsborough und erste kleine Wanderung

Mangroven

Der spannende Part von Cape Hillsborough befindet sich am östlichen Ende, am Casuarina Beach und dem östlichen Landzipfel.
Auf dem Weg dorthin könntest du noch einen kurzen Stopp am „Diversity Boardwalk“ (Google Maps) einlegen, welcher direkt an der Cape Hillsborough Rd liegt.

Der kleine 1,2 km lange Wanderweg bietet einen spannenden Einblick in die Flora dieser Region. Zunächst geht es über einen Holzsteg (Boardwalk) vorbei an Mangroven und später unter hohen Eukalypten. Zwischenzeitlich bieten sich Ausblicke auf die grüne Halbinsel.
Am Ende des Rundwegs entdecken wir sogar noch ein Stachelschwein.

Mehr Infos zum Weg auch hier auf der Seite des Nationalparks.

Cape Hillsborough entdecken – Wallabies Fütterung, tolle Wanderung und wunderschöner Strand

Als wir am späteren Nachmittag ankamen, checkten wir zunächst am Campingplatz, dem Cape Hillsborough Nature Tourist Park ein, was auch die einzige Unterkunft in diesem Bereich des Parks ist.
Der anschließende Besuch des Strandes ist quasi obligatorisch, denn dieser ist wirklich traumhaft.
Dahinter erstrecken sich die bewaldeten Hügel, die Wellen fließen sehr seicht heran und ein Spaziergang kann inmitten dieser friedlichen Kulisse auf 1,5 km ausgedehnt werden, sofern die Gezeiten passen und der schöne Beachcomber Cove Strand im Norden erreichbar ist.

Auch über das südliche Ende des Strandes kann man bei Ebbe bis zur schönen Wedge Island laufen. Dies haben wir aber mit einer Wanderung am nächsten Morgen verbunden.

Abends ging es bald ins Bett, denn am sehr frühen Morgen gegen 5 (1 Stunde vor Sonnenaufgang) startet hier die Wallaby Fütterung am Strand.
Kurz vor Ankunft hatte ich nach einigen beschönigenden Beschreibungen der Kängurus am Strand bei Cape Hillsborough noch ein paar Google Rezensionen durchgelesen und hatte schließlich keine großen Erwartungen zu dieser „Veranstaltung mehr. Aber das frühe Aufstehen machte nichts, denn wir wollten sowieso den schönen Andrews Point Track unternehmen.

Kängurus am Strand – eine etwas unnatürliche Touristenveranstaltung

Zugegeben, ein paar schöne Aufnahmen von Wallabies am Strand habe ich bekommen. Das wars dann aber auch. Bevor ich mich dazu weiter informiert hatte, hatte ich natürlich auch eine etwas andere Vorstellung hierzu und dachte, die Wallabies würden vor Sonnenaufgang in einer nennenswerten Menge von sich aus auftauchen. Ganz so ist es aber nicht.

Tatsächlich füttert ein Ranger diese an, dahinter ein mit Hütchen abgesteckter Halbkreis hinter denen sich etliche, sowohl mit Touren angefahrene Touristen, als auch Übernachtungsgäste versammeln. Etwa 5 Wallabies kommen dann angehüpft und verschwinden nach einer Weile wieder. Wir fanden das ein bisschen albern. Eine Tour würde ich dafür nicht buchen wollen.

Wenn man eh schon hier übernachtet und früh aufstehen möchte, kann man es sich aber mal ansehen. Nur darf man hier keine falschen Erwartungen haben, dass zahlreiche Kängurus den Strand säumen und nur ein paar Touristen dabei zugucken. Wir waren hier noch nicht einmal in der Hauptsaison.

Vorstellung
Realität

Andrews Point Track – Tolle Ausblicke und traumhafter Strand

Dieser Wanderweg ist eine schöne Rundwanderung von nur 4,5 km Länge, welche tolle Ausblicke bietet und am Ende (oder zu Beginn) auch zu Wedge Island führt.
Starten kannst du am Parkplatz vor dem Campingplatz oder wenn du dort campst direkt vom Stellplatz aus.
Möchtest du eine Trekking-App nutzen, kannst du dich nach meiner Route auf Outdooractive richten.
Infos vom Nationalpark zur Wanderung findest du hier.

Der Haken an der Wanderung ist allerdings, dass du dich unbedingt nach den Gezeiten richten solltest. Andernfalls könnte es sein, dass du wieder auf gleichem Weg zurückgehen musst (dann sind es ca. 5,5 km).
Die aktuellen Gezeiten mit Ebbe und Flut findest du z.B. unter diesem Link.
Bei uns hatte es gepasst, dass wir zum Sonnenaufgang losliefen. Ein gewisses Zeitfenster bei dem der Abschnitt des Strandes begehbar ist, hat man natürlich auch. Nur bei voller Flut geht es eben nicht mehr.

Nach ein paar Minuten bei den Wallabies verloren wir also nicht weiter Zeit und machten uns auf den Weg, der zunächst durch den Wald aufwärts führt.
Nach ca. 100 Höhenmetern erreichst du den Twin Beach Lookout (Google Maps), was mitunter der schönste Aussichtspunkt der Wanderung ist. Die Sonne ging nun auf und wir hatten eine fantastische Sicht auf die Kulisse vom Strand und der vorgelagerten Insel.

Nach einer kurzen Frühstückspause hier oben geht es weiter durch wäldliche Abschnitte, bis du auf der anderen Seite am Turtle Lookout (Google Maps) wieder eine Sicht auf das Meer hast. Der kurz dahinter liegende Andrews Point Lookout ist ehrlich gesagt nicht weiter spektakulär und wir beginnen wieder den Abstieg zum Strand.

Unten angekommen ist einer der schönsten Abschnitte von Cape Hillsborough. Über das seichte Wasser bei Ebbe hast du einen tollen Blick über den gesamten weiten Casuarina Beach. Außerdem gelangst du nun bei Ebbe über eine steinige Sandbank zu Wedge Island.
Ich habe hier einige Luftaufnahmen gemacht, die die Schönheit der Cape Hillsborough aus weiteren spannenden Perspektiven zeigen:

Am nun seichten Strand, der mit einigen größeren Felsen bestückt ist, geht es nun eine Zeitlang zurück, bis wir wieder am Campingplatz ankommen.
Insgesamt eine schöne kurzweilige Wanderung mit den Highlights des Twin Beach Lookout und dem Erreichen der vorgelagerten Wedge Island.

Rückweg am seichten Strand

Links zum Cape Hillsborough Nationalpark

Übernachtung in Cape Hillsborough

Direkt am schönen Casuarina Strand kommt nur das Cape Hillsborough Nature Resort in Frage. Ein recht großer gut ausgestatteter Campingplatz (Küchen, BBQ, Duschen, Pool, etc.) direkt am Strand, der aber auch Bungalows/Mobilheime bietet.
Wir haben hier mit Camper übernachtet, was aktuell 43$ mit Strom kostet (5$ weniger ohne). Buchen kannst du das unter diesem Link, was sich an Wochenenden oder der Hauptsaison anbietet.

Wenn du nicht campst, sondern mit Mietwagen anreist, kannst du dir das Angebot des Tourists Parks hier auf booking.com ansehen. Die kleinen Apartments/Bungalows mit Küchenzeile kosten ca. 80-90€. Im Voraus buchen (teilweise einige Wochen) ist hier meistens nötig.


Wie geht es auf deiner Reise nun weiter? Weiter die Ostküste Richtung Norden? Dann solltest du dir meinen Beitrag zu den Whitsunday Islands (folgt in Kürze) ansehen.
Geht es Richtung Süden, ist ein Blick in meinen Beitrag zum Eungella Nationalpark, wo du Schnabeltiere beobachten kannst oder meinem Artikel zu Fraser Island bestimmt hilfreich.


Für deine Reisen empfehle ich dir außerdem die kostenlose VISA Kreditkarte der Hanseatic, mit der du weltweit kostenfrei Bargeld abheben kannst und vieles mehr.

Weitere Infos dazu

 


Bildergalerie zu Cape Hillsborough

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