Fahrt auf dem Grand Pacific Drive: TOP Sehenswürdigkeiten & Highlights für deinen Trip

Grand Pacific Drive

Der Grand Pacific Drive ist quasi das Pendant in New South Wales zur Great Ocean Road in Victoria und bezeichnet eine szenische Küstenstraße auf dem letzten Abschnitt nach oder von Sydney.
Gute 140 km lang ist die offizielle Scenic Route, welche vom Ort Nowra bis in den Royal National Park führt.
Highlights sind unter anderem die an der Steilküste entlang führende Sea Cliff Bridge und das Kiama Blowhole. Die Route bietet außerdem tolle Aussichten auf die weiten Küstenlandschaften und Hügelland.

Im Beitrag erfährst du beginnend von Jervis Bay (was sich kurz vor der offiziellen Route befindet) bis zum Royal National Park die lohnenswerten Highlights auf dem Grand Pacific Drive, d.h. von Süden nach Norden.

Sehenswürdigkeiten auf dem Grand Pacific Drive

Wir beginnen mit Jervis Bay, einem Strandparadies auf einer kleinen Halbinsel südlich von Nowra.
Anschließend geht es weiter mit ausgewählten Sehenswürdigkeiten entlang der Küste und dem Besuch im Royal Nationalpark am Ende der Route.

Übersichtskarte zur Route und den Sehenswürdigkeiten auf dem Grand Pacific Drive

Folgend eine interaktive Google Maps Karte, wo du alle Highlights und die Routenführung in der Übersicht siehst.

Jervis Bay – Die weißesten Strände Australiens

bei Bewölkung nicht ganz so weiß aber immer noch hell

Zieh deine Sonnenbrille auf, denn hier wirst du auf extrem weiße Strände treffen. Berühmt ist vor allem der 2,8 km lange Hyams Beach (Google Maps), welcher sich für seinen äußerst weißen Strand sogar ins Guiness Buch der Rekorde eintragen ließ. Ähnlich wie der Squeaky Beach in Wilsons Prom hat auch dieser und benachbarte Strände einen hohen Quarzanteil im Sand, was diese so weiß macht (und quietschende Geräusche verursacht). Bei Sonnenschein wirst du ohne Sonnenbrille kaum die Augen aufhalten können. Bei uns war es bewölkt und selbst dann war der Strand noch ziemlich hell. Das seichte Ufer hat bei Sonnenlicht auch intensive Türkis- und Blautöne, sodass der Strand wirklich traumhaft aussieht.
Am Hyams Beach ist es im Sommer dann auch richtig voll und der kleine, enge Parkplatz (Google Maps) reicht bei weitem nicht aus. Alternativ findest du mehr Platz am benachbarten Chinamans Beach (Google Maps), der dem Hyams Beach in nichts nachsteht.
Wenn es zu voll ist, kannst du also auch problemlos einen der Nachbarstrände besuchen, denn diese sind genauso traumhaft wie der berühmte Hyams Beach.

Wenn du Lust hast, Jervis Bay noch weiter zu erkunden, kannst du in das geschützte Gebiet (Booderee Nationalpark) fahren (Eintritt 13$).
Sehenswürdigkeiten dort sind der botanische Garten (Google Maps), die Leuchtturmruine des Cape St. George Lighthouse (Google Maps), das “Hole in the Wall” (Google Maps), ein Loch zwischen Sandsteinfelsen mit guten Schnorchelmöglichkeiten und wunderschöne Strände wie der Murrays Beach, Green Patch und Iluka Beach, an denen sich zusätzlich immer mal wieder Kängurus aufhalten.
Insgesamt ist ein Aufenthalt im Boodoree Nationalpark also auch perfekt für einen entspannten, vollen Tag mit Strandaufenthalten, schwimmen/schnorcheln und ein bisschen Sightseeing.

Beginn des Grand Pacific Drive mit schöner Küstenroute

hügelige Küstenlandschaften, hier ein Golfplatz

Sobald du den Ort Nowra durchquert hast, biegst du rechts auf den Bolong Dr ab und befindest dich am Beginn des Grand Pacific Drive. Zunächst durch größtenteils waldige Abschnitte, führt die Route schließlich auf eine Anhöhe. Beim Ort Gerroa kannst du z.B. mal am Charles Kingsford Smith Memorial Aussichtspunkt (Google Maps) Halt machen, wo du einen Blick über den langen, wilden 7 Mile Beach hast:

Ab hier beginnen nun schöne, hügelige Küstenlandschaften. Zwischenzeitlich führt die Route wieder auf den Highway, aber an der Abfahrt nach Kiama fährst du wieder ab.

Kiama Blowhole und Leuchtturm

Das Kiama Blowhole (Google Maps) ist eine coole Sehenswürdigkeit entlang des Grand Pacific Drive. An einer kleinen felsigen Halbinsel mit einem Leuchtturm von 1887 bei Kiama befindet sich dieses Naturphänomen.
Wellen werden hier durch unterirdische Höhlen gedrückt, wodurch das Wasser mit hoher Geschwindigkeit in die Luft schießt und quasi kleine Geysire entstehen. Mal kommt nur ein bisschen raus, manchmal aber auch eine mehrere Meter hohe Fontäne (angeblich bis 25 m maximal), die mit einem krachenden Geräusch hinaus schießt.
Es macht schon Spaß hier ein bisschen zu stehen und das zu beobachten. Ein Pfad führt am Blowhole vorbei.
Ganz in der Nähe auf der Halbinsel steht eine weitere kleine Attraktion, nämlich einer der Rock Pools, die man an der Südküste ab und zu findet. Dabei handelt es sich um ein Schwimmbecken am Meer, das sich mit dem Meerwasser füllt. Natürlich unbeheizt, aber eine coole Sache.

Im südlichen Bereich von Kiama gibt es übrigens auch noch das “Little Blowhole” (Google Maps), was genauso funktioniert und etwas kleiner ist. Natürlich finden hier auch weniger Touristen hin.

Fahrt durch Wollongong zum schönsten Teil der Route

Rock Pool an der Küste bei Wombara

Nun erreichst du in Kürze Wollongong, die größte Stadt vor Sydney, welche recht langgestreckt an der Küste verläuft. Hier verbringen wir nicht viel Zeit, bekannt ist die Stadt aber für ihre Vielzahl an sehr schönen Stränden, z.B. dem Austinmer Beach.
Entlang der Küstenlinie gibt es außerdem auffällig viele Rock Pools, die von den Einheimischen regelmäßig genutzt werden.
Besondere Sehenswürdigkeit in der Stadt ist außerdem der größte buddhistische Tempel der Südhalbkugel, der Nan Tien Tempel (Google Maps), der bei etwas mehr Aufenthaltszeit evt. einen Besuch wert ist. Tempel und Garten sind in gutem Zustand. Di-So 9-17 Uhr geöffnet. Eintritt frei.

Übernachtungstipp für Camper: Wir haben am Wombarra Beach (Google Maps) übernachtet, einem kleinen Parkplatz mit Toilette und Felspool direkt am Strand. Nach unseren Recherchen war die Übernachtung hier erlaubt. Auch vor Ort keine Verbotsschilder. Darauf aber keine Gewähr. Nicht für Wohnmobile geeignet, nur normalgroße oder kleine Camper.

Clifton Sea Bridge und fantastische Strecke

Clifton Sea Bridge

Ab dem Ort Scarborough beginnt der mitunter schönste Teil des Grand Pacific Drive. Bei Verlassen von Clifton geht es direkt auf die spektakuläre Sea Cliff Bridge, welche sich um die Küsten über dem Wasser schlängelt. Leider gibt es keine Haltebuchten o.ä. um bei der Überfahrt schöne Fotos machen zu können.
Wer genüg Zeit und Lust mitbringt, kann aber auch den Fußgängerpfad auf die Brücke nehmen und ein Stück entlang laufen.
Den besten Blick auf die Brücke gibt es von einem inoffiziellen Aussichtspunkt (Google Maps), der inzwischen wohl auch mit einem Fußgänger-Verbotsschild gekennzeichnet, aber dennoch zugänglich ist.
Der versteckte Pfad beginnt kurz vor Beginn der Brücke auf der linken Seite (s. Google Maps) und geht über einen Trampelpfad durchs Gebüsch etwa 50 Meter hinauf (auf knapp 200 Meter Strecke). Geparkt werden kann ein paar Meter weiter südlich auf der anderen Straßenseite.

Nach Überquerung der Sea Cliff Bridge geht es kurze Zeit später ordentlich den Berg hinauf und du solltest unbedingt einen Stopp am Bald Hill Lookout (Google Maps), einem großen offiziellen Aussichtspunkt machen.
Hier bietet sich ein toller Ausblick auf den Verlauf der Straße und der gewundenen Sea Cliff Bridge im Hintergrund.

Royal National Park – Ende des Grand Pacific Drive

Den Royal National Park kannst du nun entweder durchfahren, um so nach Sydney zu gelangen oder etwas mehr Zeit für einige der Sehenswürdigkeiten bzw. Wanderungen dort verbringen (ein voller Tag oder zwei halbe Tage genügen für die Highlights).
Die Route an sich führt durch dichten Wald und Ausblicke auf das Meer erhältst du nur, wenn du einige Abstecher unternimmst.
Der Eintritt in den Park kostet außerdem 12$, welchen du an den Eingängen, am Visitor Center oder an vereinzelten Stellen über Automaten entrichten kannst. Kontrolliert wurde bei uns der Pass gar nicht, aber darauf ist kein Verlass. Zumindest wenn du den ganzen Tag dort verbringst, solltest du den Pass bezahlen. Bei der reinen Durchfahrt könnte man es aber evt. auch darauf ankommen lassen.
Mehr Infos auch auf der Homepage des Nationalparks.
Karten vom Nationalpark als PDF findest du hier.

Lohnenswerte Sehenswürdigkeiten im Park:

  • Figure Eight Pools (Google Maps): Natürliche Felsbecken, teilweise in Form einer Acht, die sich in den Felsen am Meer gebildet haben. Sie befinden sich im südlichen Teil des Parks und sind nur bei Ebbe zugänglich. Cooles Badeerlebnis und schöne Fotomotive.
    Für den Besuch muss etwas Zeit eingeplant werden, denn der etwas abenteuerliche Pfad über die Felsen ist 3 km lang (einfache Richtung). Außerdem müssen unbedingt die Gezeiten beachtet werden.
    Gute Infos, Hinweise und die aktuellen Gezeiten findest du dazu hier auf der Seite des Nationalparks.
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  • Wedding Cake Rock (Google Maps): Ikonische Felsformation direkt an den Klippen, die aufgrund ihrer leuchtend weißen Farbe und ihrer ungewöhnlichen, flachen und eckigen Form bekannt ist. Der Felsen erinnert durch die verschiedenen Schichten ein wenig an ein Stück einer Hochzeitstorte. Schöne Ausblicke auf das Meer. Die Wanderung startet hier (Google Maps). Der schöne Pfad an der Küste geht etwa 3 km (einfache Richtung).
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  • Audley: Das “Herz” des Royal National Park und ein beliebter Erholungsort. Hier finden Besucher das Visitor Center (Google Maps) und weitere Einrichtungen. Der Hacking River fließt durch Audley und bietet Möglichkeiten zum Paddeln und Picknicken.
    Besucher können Kanus oder Ruderboote mieten und die ruhigen Gewässer erkunden.

Nun endet die Route auf dem Grand Pacific Drive und nach der Ausfahrt wartet Sydney auf dich oder vielleicht auch das Ende deines Roadtrips.
Wie geht es auf deiner Reise nun weiter? Die Südküste Richtung Osten weiter? Dann könnte mein Beitrag zu Sydney interessant für dich sein.
Oder sogar noch weiter und die Ostküste entlang? Dann verpasse nicht meinen sehr umfangreichen Routen-Artikel zur Ostküste Australiens.
Geht es weiter nach Westen, ist ein Blick in meinen Artikel zu Wilsons Promontory bestimmt hilfreich.


Für deine Reisen empfehle ich dir außerdem die kostenlose VISA Kreditkarte der Hanseatic, mit der du weltweit kostenfrei Bargeld abheben kannst und vieles mehr.

Weitere Infos dazu

 


Bildergalerie zum Grand Pacific Drive

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